Pressemitteilung: RWTH Aachen quantifiziert zukünftigen Energie- und Leistungsbedarf des Logistiksektors

Logistik in Deutschland wird mehr Strom benötigen als Stahl- und Chemieindustrie zusammen
Bis 2045 wird der jährliche Strombedarf des Logistiksektors in Deutschland auf 186 Terawattstunden (TWh) steigen und damit achtmal höher sein als heute. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom DSLV Bundesverband Spedition und Logistik in Auftrag gegebene Studie des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University. Untersucht wurde der zukünftige elektrische Energie- und Leistungsbedarf für Logistikimmobilen sowie für den Straßen- und den Schienengüterverkehr im Transformationszeitraum 2025 bis 2045.
Wesentlicher Treiber des stark wachsenden Strombedarfs ist die gesetzlich vorgeschriebene Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. In einem Baseline-Szenario gehen die Wissenschaftler von einem hohen Umsetzungsgrad der europäischen Regulatorik zu den CO2-Flottengrenzwerten aus, wonach ab 2040 bereits 90 Prozent aller neu zugelassenen Lkw lokal emissionsfrei sein müssen. Dem Szenario zufolge entfallen auf den Straßengüterverkehr 2045 155,8 TWh. Das sind 83,8 Prozent des gesamten Strombedarfs der untersuchten Teilsektoren. Beim Betrieb von Logistikimmobilien wie Distributionszentren, Fulfillment-Center, Cross-Docks, Kühlhäuser und Hochregallager werden 22,3 TWh (12,0 Prozent) verbraucht, der Bedarf des Schienengüterverkehr beläuft sich auf weitere 7,8 TWh (4,2 Prozent). (....)

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Quelle: Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV)

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Whitepaper: Elektrischer Energie- und Leistungsbedarf des Logistiksektors in Deutschland
DSLV-Positionspapier: "Energiezukunft der Logistik sichern" 

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur, Neue Publikationen