Pressemitteilung: SAF-Quoten schlagen CO₂-Steuern im Luftverkehr
ZEW-Studie zeigt: Marktstruktur entscheidet über Kosten und Wirkung der Klimapolitik Die Studie zeigt, dass unter realistischen Marktbedingungen mit starker Marktmacht der Airlines verbindliche Quoten für nachhaltige Flugkraftstoffe volkswirtschaftlich günstiger sind als CO₂-Steuern. Die Dekarbonisierung des Luftverkehrs ist teuer, aber unverzichtbar. Eine neue Studie von ZEW Mannheim und Bauhaus Luftfahrt zeigt: Unter realistischen Marktbedingungen mit starker Marktmacht von Airlines sind verbindliche Quoten für nachhaltige Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAF) volkswirtschaftlich günstiger als CO₂-Steuern. SAF-Quoten können Ticketpreiserhöhungen dämpfen, den Einsatz alternativer Treibstoffe beschleunigen und Emissionen wirksam senken. Eine Kombination aus EU-Emissionshandel und SAF-Quote wirkt zwar für Europa, reicht für die globalen Klimaziele des Luftverkehrssektors jedoch nicht aus. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Marktstruktur zentral für die Bewertung von Klimapolitik im Luftverkehr ist“, sagt Ko-Autor Prof. Dr. Sebastian Rausch, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Umwelt- und Klimaökonomik“ und Professor an der Universität Heidelberg. „Wo Airlines über Marktmacht verfügen, kann eine SAF-Quote Anreize für den Klimaschutz setzen und Wettbewerbsverzerrungen mindern.“ Dr. Anna Straubinger, Wissenschaftlerin im selben Forschungsbereich und Ko-Autorin, ergänzt: „Bei gleicher globaler Emissionsminderung verursacht eine SAF-Quote deutlich geringere Wohlfahrtskosten als eine CO₂-Steuer – und die Ticketpreise steigen wesentlich moderater. (....)
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