Pressemitteilung: Schienenverkehr in Bayern vor hartem Jahr - Vollsperrung Nürnberg–Regensburg wird schon am Tag 0 zum Stresstest für Güterverkehr, Industrie und Politik

Mit der heute um Mitternacht beginnenden fünfmonatigen Vollsperrung der Strecke Nürnberg–Regensburg steht der Schienenverkehr in Bayern vor der ersten von insgesamt sieben Korridorsanierungen und einer Belastungsprobe. Es ist die erste von zwei Vollsperrungen auf der wichtigen Donauachse im Jahr 2026. Klar ist, dass nicht alles nach Plan läuft: Am gestrigen Abend wurde bekanntgegeben, dass zum zweiten Mal die Inbetriebnahme des auf der Hauptumleiterstrecke gelegenen Stellwerks Ansbach verschoben werden muss. Stand jetzt bleiben nur noch vier Stunden Puffer bis zum Beginn der Sperre von Nürnberg nach Regensburg. Die betroffenen Unternehmen sehen ihre geplanten Verkehre massiv gefährdet.
Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN: „Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen. Die Eisenbahnunternehmen bangen, ob der neue Inbetriebnahme-Termin für das Stellwerk Ansbach um 20 Uhr nun gehalten wird. Schon am Tag 0 der Korridorsperrung könnte ansonsten der Umleiter-GAU eintreten.“
Zahlreiche Güterzüge – auch grenzüberschreitende Verkehre – müssten dann noch viel weiträumiger als bisher geplant umgeleitet werden, etwa über Stuttgart. Die Strecke Würzburg–Nürnberg–Treuchtlingen dürfte beim Ausfall von Ansbach stark überlastet werden. Selbst ohne zusätzliche Störungen wird das Schienennetz über die Strecke München, Rosenheim und Salzburg bei Verkehren von und nach Österreich an seine absolute Kapazitätsgrenze gebracht – ein Stresstest mit überregionaler Bedeutung. Bayern ist nicht nur Transitregion für Verkehre zwischen der Nordsee und Südosteuropa, sondern auch Standort zahlreicher industrieller Verlader etwa aus Chemie und Kraftfahrzeugherstellung. (....)

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Quelle: Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.

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Kategorie(n): Mobilität & Verkehr