Pressemitteilung: Schifffahrt auf Kurs – Kraftstoffpolitik hinkt hinterher

Berlin, 20. März 2026: Die maritime Industrie hat geliefert. Die Hälfte aller 2024 bestellten Schiffe ist für den Betrieb mit alternativen Kraftstoffen ausgelegt. Der gesamte Auftragsbestand deckt 79 % der Frachtkapazität. Doch das Kraftstoffangebot hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Die eFuel Alliance legt hierzu ein neues Positionspapier vor.
Laut der Internationalen Energieagentur haben lediglich 4 % der angekündigten Produktionskapazitäten für erneuerbaren Wasserstoff eine finale Investitionsentscheidung erreicht. Nur 1 % der Projekte zielt auf Kraftstoffanwendungen ab. Die Lücke zwischen Flottenbereitschaft und Kraftstoffverfügbarkeit muss politisch gelöst werden.
In einem neuen Positionspapier benennt die eFuel Alliance konkrete regulatorische Maßnahmen, mit denen bis 2035 zwischen 34,7 und 46,7 Milliarden Euro an Investitionen in maritime eFuels mobilisiert werden können. Die bestehenden Zusagen decken bei weitem nicht die Mengen, die die wachsende Flotte alternativkraftstofftauglicher Schiffe nachfragen wird. Dieses strukturelle Defizit lässt sich nur durch gezielte gesetzgeberische Eingriffe schließen.
Das Papier richtet sich an drei EU-Regelwerke: die Erneuerbare-Energien-Richtlinie, die FuelEU Maritime-Verordnung und die maritime Ausdehnung des EU-Emissionshandels. Ergänzend werden Reformen der öffentlichen Förderinstrumente vorgeschlagen, um den Hochlauf erneuerbarer Schiffskraftstoffe im industriellen Maßstab anzustoßen.
Ralf Diemer, Geschäftsführer der eFuel Alliance: „Mehr als die Hälfte aller im vergangenen Jahr bestellten Schiffe kann mit alternativen Kraftstoffen fahren. Der Markt ist bereit, der Regulierungsrahmen nicht. Er ist zu starr, zu fragmentiert und zu kurzfristig ausgelegt, um die nötigen Investitionsentscheidungen auszulösen. Weltweit gibt es mehr als 300 eFuel-Projekte, aber nur ein Bruchteil hat die Schwelle zur finalen Investitionsentscheidung überschritten. Die Gesetzgeber müssen einen regulatorischen Rahmen schaffen, der Investitionen ermöglicht.“ (....)

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Quelle: eFuel Alliance e.V.

Stichwörter: eFuel Alliance e.V., maritime Industrie, alternative Kraftstoffe, eFuels, Investitionslücke, erneuerbarer Wasserstoff, regulatorischer Rahmen, FuelEU Maritime, EU‑Emissionshandel Schifffahrt, RED‑Richtlinie, maritime Dekarbonisierung

Kategorie(n): Geschäftsmodelle & Strategien, Gesundheit & Umwelt