Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen hat wenige Monate vor dem Abschluss des Forschungsprojekts „SeLv“ seinen wasserstoffbetriebenen Lkw erfolgreichen Performance-Tests in verschiedenen Institutionen unterzogen. Für spezielle Prüfungen zum Leistungs- und zum Bremsverhalten etwa war das Versuchsfahrzeug eigens auf den Rollenprüfstand der DLG TestService GmbH im südhessischen Groß-Umstadt gesetzt worden. Das Prozedere gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Straßenzulassung in Form einer Einzelbetriebserlaubnis (EBE) des prototypischen Brennstoffzellen-Trucks. Konstante Dauerleistung von 385 Kilowatt Auf dem DLG-Allrad-Rollenprüfstand, der zu den leistungsstärksten seiner Art in Europa gehört, erzielte das Fahrzeug – angelehnt an die Vorgaben der UN-Regelung Nr. 85 – eine 30 Minuten lang konstant gehaltene Dauerleistung von 385 Kilowatt. In der Spitze wurde bei der Zugmaschine aus dem vom Bundesverkehrsministerium geförderten „SeLv“-Projekt eine Leistung von 474 Kilowatt gemessen, die laut dem PEM-Team zugunsten der Wirtschaftlichkeit später auf etwa 410 Kilowatt begrenzt werden könnte. Das Basisfahrzeug „Ford F-Max“ erbringt demgegenüber eine Motorleistung von 367 Kilowatt. „Durch die Tests mit kontrollierten Umgebungsbedingungen und verschiedenen Lastzuständen bis hin zur Leistungsgrenze haben wir wertvolle Messdaten gewonnen, mit denen wir das System weiter validieren können“, sagt PEM-Leiter Professor Achim Kampker. Die Werte gelten als vorläufig, da die exakten Daten derzeit ausgewertet werden. (....)
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