Pressemitteilung: Skandal am Hamburger Hafen: Deutsche Umwelthilfe reicht Untätigkeitsklage wegen Begasung von Exportholz mit extrem klimaschädlichem Pestizid ein
• DUH reicht mit fachlicher Unterstützung des Umweltinstituts München Klage wegen Untätigkeit der Hamburger Behörden ein • EU-Verordnung verbietet unnötige Verwendung klimaschädlicher fluorierter Treibhausgase • Hamburger Behörden erlauben einem der größten Betreiber von Containergasanlagen die Anwendung des extrem klimaschädlichen Pestizids ProFume • Umweltorganisationen fordern den umgehenden Stopp der Begasungen am Hamburger Hafen und den Umstieg auf bereits vorhandene klimafreundliche Alternativen Berlin, 25.2.2026: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat mit fachlicher Unterstützung des Umweltinstituts München Klage beim Verwaltungsgericht Hamburg gegen die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) und die Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation (BWAI) eingereicht. Die Hamburger Behörden gehen trotz F-Gase-Verordnung nicht gegen die Begasung von Holz mit dem extrem klimaschädlichen Pestizid ProFume vor. ProFume enthält den Wirkstoff Sulfurylfluorid, ein fluoriertes Treibhausgas (F-Gas), das mehr als tausendfach klimaschädlicher als CO₂ ist. Durch Leckagen und die anschließende Belüftung der Container wird Sulfurylfluorid vollständig freigesetzt. Allein 2023 entsprachen die Sulfurylfluorid-Emissionen aus Hamburg rund 1,5 Millionen Tonnen CO2, das sind etwa so viel wie die jährlichen Emissionen von Göttingen, Wolfsburg oder Ulm. Das Holz wird im Hamburger Hafen in Containergasanlagen für den Export nach China vorbereitet. (....)
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