Pressemitteilung: Speditionen und Eisenbahnverkehrsunternehmen wollen Kombinierten Verkehr wieder auf die Erfolgsspur bringen

22. Marktplatzveranstaltung von DSLV und VDV
Der Abschwung des Kombinierten Verkehrs (KV) steht im Mittelpunkt der 22. gemeinsamen Marktplatzveranstaltung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sowie des DSLV Bundesverbands Spedition und Logistik am 6. und 7. Mai in Siegburg. 180 Teilnehmer aus Speditionen, verladender Wirtschaft, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Politik diskutieren beim diesjährigen Branchentreffen, wie der KV als Hebel der Güterverlagerung aus seiner Stagnation herausgeführt werden kann. Einigkeit besteht darüber, dass die aktuellen Rahmenbedingungen die Entwicklung des Schienengüterverkehrs und insbesondere des Kombinierten Verkehrs erheblich erschweren. Neben anhaltenden Finanzierungsdefiziten führt das unzureichend koordinierte Baugeschehen im Schienennetz zu Einschränkungen in der Betriebsqualität und Zuverlässigkeit.
2025 sank das Transportaufkommen im Kombinierten Verkehr Straße/Schiene um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr – entgegen der Wachstumsprognose des Bundesamts für Logistik und Mobilität. Für 2026 wird nun ein weiteres Minus von 0,5 Prozent prognostiziert. Damit droht der KV seine Rolle als Wachstumstreiber des Schienengüterverkehrs einzubüßen, warnen der VDV und der DSLV. Die hohen und kurzfristig steigenden Trassenpreise belasten die Planbarkeit für alle Marktakteure erheblich. Zwar entfällt mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Trassenpreisbremse die rechtliche Grundlage einer Regelung, die bislang zu überproportionalen Preissteigerungen im Schienengüterverkehr beigetragen hat. Doch gleichzeitig nutzt die DB InfraGO den erweiterten Spielraum, um höhere Entgelte zu beantragen. Auch wenn die Trassenpreise im Schienengüterverkehr für 2025 und 2026 rückwirkend sinken, bleibt der Kostendruck mittel- und langfristig bestehen oder nimmt sogar zu. Politische Gegenmaßnahmen und eine grundlegende Reform sind daher nicht länger aufschiebbar. Handlungsbedarf sehen der VDV und der DSLV auch bei der gezielten Förderung des Kombinierten Verkehrs. Die derzeitige Mittelausstattung in der KV-Förderrichtlinie reicht nicht aus, um die notwendige Verkehrsverlagerung wirksam anzureizen. Dies muss im Haushalt 2027 korrigiert werden, mahnen die Verbände an. Außerdem müssen administrative Verfahren vereinfacht und Förderzugänge beschleunigt werden. (....)

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Quelle: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV)

Stichwörter: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV), Kombinierter Verkehr, Schienengüterverkehr, DSLV, Trassenpreise, Schieneninfrastruktur, Finanzierungsdefizite, Netzkapazitäten, Umschlaganlagen, Förderprogramme, Verkehrsverlagerung, Terminalinvestitionen

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