Pressemitteilung: Statement - EZB-Zinssenkung gut begründbar
Lena Dräger, Forschungsdirektorin der Gruppe Monetäre Makroökonomie am IfW Kiel, kommentiert die erwartete Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins heute um 25 Basispunkte auf 2 Prozent zu senken: „Die siebte Zinssenkung in Folge stellt eine Fortsetzung des geldpolitischen Kurses der EZB von einer restriktiven zu einer neutralen Geldpolitik dar. Angesichts der weiterhin verhaltenen Wachstumsdynamik in der Eurozone und einer Inflationsrate, die zuletzt wieder moderat gefallen ist, ist ein solcher Schritt gut begründbar. Bei anhaltend hoher wirtschaftlicher Unsicherheit erhält sich die EZB bei einem Zinsniveau von 2 Prozent zudem die Option, den Zins in beide Richtungen anpassen zu können. Im Mai 2025 lag die Inflationsrate im Euroraum bei 1,9 Prozent und damit etwas unter dem Zielwert der EZB von 2 Prozent, nachdem sie zu Jahresbeginn noch bei 2,5 Prozent gelegen hatte. Die Kerninflation ist ebenfalls rückläufig, was die Einschätzung stärkt, dass der Inflationsdruck nachlässt. Die erratische Zollpolitik der US-Regierung hat zu einem Aufwerten des Euro und einem Rückgang der Ölpreise geführt. Beides hat dazu beigetragen, dass der Rückgang der Inflationsrate in der Eurozone etwas stärker als erwartet ausgefallen ist. (....)
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Stichwörter: Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), EZB-Zinssenkung, Monetäre Makroökonomie, Europäischen Zentralbank (EZB), Leitzins, 25 Basispunkte auf 2 Prozent zu senken, Inflationsrate, Euroraum, 1,9 Prozent
Kategorie(n): Märkte & Konjunktur
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