Pressemitteilung: Staus ein Schnippchen schlagen: DFG-Projekt will urbane Lieferketten optimieren
Rund 4,3 Milliarden Pakete werden jährlich in Deutschland verschickt – ein erheblicher Teil davon landet in dicht besiedelten Innenstädten. Dort treffen steigende Liefermengen auf begrenzten Raum, Verkehrsprobleme und ökologische Herausforderungen. Wie sich innerstädtische Transportsysteme effizienter und trotz Verspätungen und Staus zuverlässiger organisieren lassen, untersucht ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt an der KU. Unter dem Titel „Resilienzstrategien für die urbane Logistik unter Störungen“, kurz ReSCueD, will Prof. Dr. Pirmin Fontaine, Professor für Logistik und Operations Analytics, mit seinem Team mathematische Modelle und Entscheidungsunterstützungsverfahren entwickeln, die urbane Lieferketten widerstandsfähiger gegenüber Störungen machen. „Uns geht es um die sogenannte letzte Meile, das heißt, um den Teil der Lieferkette innerhalb der Stadt“, sagt Fontaine. Die Nachfrage nach urbaner Logistik steige seit Jahren kontinuierlich bei gleichzeitig zunehmenden Verkehrs- und Umweltproblemen in den Städten. „Wenn man sich Statistiken anschaut, erhält ein Haushalt in Deutschland heute im Schnitt mehr als 100 Pakete pro Jahr“, erklärt Fontaine. „Uns geht es zudem nicht nur um die wachsende E-Commerce-Sparte. Wenn wir von Stadtlogistik sprechen, sind sämtliche Warenströme im urbanen Raum gemeint – beispielsweise auch von Industrie und Einzelhandel.“ (....)
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