Pressemitteilung: Strategische Allianz: Gemeinsame Gegenzölle gegen die USA unter Führung der EU
Um den Zöllen der USA entgegenzuwirken sollten große Volkswirtschaften unter Führung der EU eine strategische Allianz gründen, die gemeinsam Gegenzölle gegen US-Exporte verhängt. Dies würde die USA wirtschaftlich empfindlich treffen und wäre konform mit den Regeln der WTO. Die zunehmende Anzahl bilateraler Handelsdeals mit den USA bedroht dagegen den globalen Wohlstand und könnte mittelfristig eine gefährliche Eskalation an Handelskonflikten auslösen. Zu diesem Schluss kommen die Autoren eines aktuellen Kiel Policy Briefs. Der Kiel Policy Brief schlägt eine gemeinsame Handelskoalition der EU, Kanadas, Mexikos, Brasiliens und Südkoreas vor – Volkswirtschaften, die zusammen über 50 Prozent der US-Warenexporte aufnehmen. Gemeinsam könnten sie proportionale, WTO-konforme Gegenzölle verhängen, die Washington nicht ignorieren könnte. „Derzeit ist eine solche strategische Koalition erforderlich“, sagt Julian Hinz, einer der Autoren und Forschungsdirektor Handelspolitik am Kiel Institut für Weltwirtschaft. Jetzt Policy Brief lesen: An Alliance for Open Trade: How to Counter Trump’s Tariffs Simulationen mit dem KITE-Modell zeigen, dass eine solche gemeinsame Reaktion hohe wirtschaftliche Kosten für die USA haben würde. Sie wären um 34 Prozent höher als in einem Szenario, in dem keines der Länder Vergeltungszölle erhebt. Die gemeinsamen Vergeltungsmaßnahmen dieser Volkswirtschaften würden fast 60 Prozent des Schadens einer global koordinierten Reaktion erreichen. (....)
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