Pressemitteilung: Tag der Verkehrssicherheit am 20. Juni - Rund die Hälfte aller Schwerverletzten in Deutschland verunglückt im Straßenverkehr

Rund die Hälfte aller Schwerverletzten in Deutschland verunglückt im Straßenverkehr. Besonders betroffen sind Kopf, Brustkorb und Extremitäten. Während Verletzungen von Kopf und Brustkorb häufig akut lebensbedrohlich sind, können schwere Schädigungen an Armen und Beinen die Behandlung erschweren und die Mobilität sowie Lebensqualität der Betroffenen langfristig beeinträchtigen. Darauf weist die DGOU anlässlich des Tags der Verkehrssicherheit hin und unterstützt die Forderung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) nach mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen. Eine Infobox beschreibt zudem, was jeder Verkehrsteilnehmer auch selbst für mehr Sicherheit tun kann. „Wir versorgen täglich schwerstverletzte Patientinnen und Patienten nach Verkehrsunfällen und entwickeln die Unfallversorgung kontinuierlich weiter. Trotz aller Fortschritte in der Medizin bleibt entscheidend, dass schwere Unfälle gar nicht erst passieren“, sagt Prof. Dr. Hildebrand, DGOU-Präsident und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).
Aus Sicht der DGOU braucht es Maßnahmen auf zwei Ebenen. Zum einen kann jeder Einzelne dazu beitragen, sich besser zu schützen, etwa durch das Tragen von Helmen beim Radfahren und E-Scooter-Fahrten, geeigneter Schutzkleidung auf dem Motorrad oder durch die konsequente Nutzung von Sicherheitsgurten im Auto. Zum anderen ist entscheidend, dass die Rahmenbedingungen stimmen: Sichere Rad- und Fußwege, angepasste Geschwindigkeiten, klare Verkehrsführung und moderne Fahrzeugsicherheitssysteme tragen wesentlich dazu bei, die Kräfte bei einem Unfall zu reduzieren und schwere Verletzungen zu vermeiden. „Moderne Fahrerassistenzsysteme können dabei zusätzlich Leben retten. Dazu zählen etwa Systeme zur Erkennung von Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Radfahrern, die warnen oder automatisch bremsen, auch bei schlechten Sichtverhältnissen. Ebenso wichtig ist das eCall-System, das im Falle eines Unfalls automatisch einen Notruf auslöst und so die Rettungskette beschleunigt, etwa wenn Fahrzeuginsassen nicht mehr ansprechbar sind“, sagt Privatdozent Dr. Christopher Spering, Leiter der DGOU-Sektion Prävention. (....)

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Quelle: Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU)

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Kategorie(n): Gesundheit & Umwelt, Veranstaltungen & Awards