Pressemitteilung: Tragbare elektronische Geräte im Flugzeug sicher einsetzen
Lithium-Ionen-Akkus in Personal Electronic Devices (PEDs) wie Laptops, Smartphones sowie Powerbanks und E-Zigaretten stellen ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko im Flugzeug dar. Beschädigte oder überhitzte Akkus können in Flammen aufgehen oder explodieren. Im Projekt LOKI-PED haben das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP gemeinsam mit Airbus die Konsequenzen von Rauch und Feuer in der Kabine und im Cockpit untersucht. Damit wurde erstmalig eine wissenschaftlich fundierte Risikobewertung durchgeführt, die dazu beiträgt, den Einsatz von elektronischen Geräten in Flugzeugen sicherer zu gestalten. Sommerzeit ist Ferienzeit – viele reisen per Flugzeug an den Urlaubsort. Mit an Bord sind tragbare elektronische Geräte wie Laptops, Tablets, Powerbanks, E-Book-Reader und Co. Doch diese bergen Gefahren: Durch Einklemmen im Sitz oder durch eine Überhitzung beim Laden können sich die Lithium-Ionen-Batterien in den PEDs erwärmen und aufblähen. Im Extremfall treten dabei heiße, toxische und brennbare Gase aus, die die Passagiere und die Crew gefährden können. Zwischenfälle mit PEDs häufen sich. Nach Angaben der amerikanischen Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA kommt es etwa ein bis zwei Mal pro Woche zu Vorfällen, in denen ein Lithium-Ionen-Akku an Bord extrem erhitzt, raucht oder gar brennt. Nicht zuletzt die hohe Zahl der Vorkommnisse war Anlass für den Start des Projekts LOKI-PED, das von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA gefördert wurde. Im Rahmen des Vorhabens haben die Fraunhofer-Institute für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, und Bauphysik IBP mit der Airbus Operations GmbH zusammengearbeitet. Mit Prüfständen wie dem Batterietestzentrum TEVLIB des Fraunhofer EMI, einem A320-Mock-up für Kabinenfeuertests und dem europaweit einzigartigen Fluglabor des Fraunhofer IBP untersuchten sie die durch PEDs verursachten Konsequenzen von Rauch und Feuer. Sowohl beim A320-Mock-up als auch bei der Flight Test Facility des Fraunhofer IBP handelt es sich um realistische Flugzeugumgebungen mit entsprechender Kabinenbelüftung. Die Experimente waren die Basis für numerische Simulationen und die anschließende Risikobewertung. (....)
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