Pressemitteilung: Trassenpreise 2027: DB InfraGO dreht weiter an der Preisschraube nach oben
Passend zu ihrer Klage auf höhere Trassenpreiseinnahmen für 2027 hat die DB InfraGO heute ihre konkreten Preise für das kommende Jahr beantragt. Der Preis für das Standardsegment im Güterverkehr soll von aktuell 3,48 auf 3,92 Euro je Kilometer steigen – eine Mehrbelastung von rund 112 Millionen Euro allein für den Güterverkehr. Eine verlässliche Planung durch die Einführung eines neuen Trassenpreissystems bleibt der Branche weiter verwehrt: Dank der Klage der DB InfraGO dürfte bis kurz vor dem Fahrplanwechsel im Dezember unklar bleiben, welche Trassenpreise tatsächlich gelten. Oliver Smock, Senior Referent der GÜTERBAHNEN, kommentiert die Entwicklung: „Der Güterverkehr wird hier zum Spielball eines Infrastrukturbetreibers, der politisch nicht unter Kontrolle gebracht wird. Ausgerechnet der Schienengüterverkehr, der in den vergangenen drei Jahren konstant Verkehrsrückgänge verkraften musste, soll erneut mit den höchsten prozentualen Preissteigerungen belastet werden. Damit ist die gerade erst erkämpfte Entlastung aus der Neugenehmigung der Preise für 2026 schon wieder mehr als aufgezehrt, zumal der Bund über eine Kürzung der Trassenpreisförderung bis zu 40 Millionen Euro dieser Entlastung kassieren will. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen bestellen seit März ihre Trassen für den neuen Fahrplan, ohne zu wissen, was diese am Ende kosten werden. Dass das Bundesverkehrsministerium bis heute keinen belastbaren Ansatz vorlegt, wie Kostenentwicklung und Unplanbarkeit bei der Schienenmaut unter Kontrolle gebracht werden sollen, ist angesichts der seit Jahren bekannten Probleme schlicht unverständlich.“ (....)
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