Pressemitteilung: Trumps Zölle würden deutsche Konjunktur bremsen, aber nicht abwürgen

US-Präsident Donald Trump droht mit 30 Prozent Zöllen auf Einfuhren aus der EU in die USA ab 1. August. Kämen Zölle in dieser Höhe, würden sie die beginnende Erholung der deutschen Konjunktur zwar spürbar belasten, aber nicht abwürgen. Das ergibt eine neue Kurzstudie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Durch die Zölle würde das Wachstum der deutschen Wirtschaft 2025 und 2026 um jeweils etwa einen Viertelprozentpunkt niedriger ausfallen als in der aktuellen IMK-Konjunkturprognose vom Juni erwartet. 2025 ergäbe sich dann entsprechend ein Nullwachstum, 2026 würde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,2 Prozent zulegen. Weitaus größer als in Deutschland wären die Wachstumsverluste in den USA. Das zeigen aktuelle Simulationen mit dem Mehrländermodell NiGEM. Eine schnelle Umsetzung der geplanten öffentlichen Investitionsoffensive könnte die konjunkturellen Risiken in Deutschland spürbar vermindern, so das IMK.
Die Europäische Union zählt zu den 25 US-Handelspartnern, gegenüber denen der amerikanische Präsident Zollerhöhungen angedroht hat, wenn bis zum 1. August keine Ergebnisse in den laufenden Verhandlungen über die Handelsbeziehungen erreicht werden. Die angekündigten Zollsätze übersteigen für mehrere Länder und auch für die EU noch jene vom 2. April. Auf deren Veröffentlichung folgten spürbare Kapitalmarktreaktionen beim US-Dollar-Wechselkurs und den Risikoprämien auf US-Staats- und Unternehmensanleihen, weshalb sie zunächst nur zum Teil umgesetzt wurden. (....)

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Quelle: Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur

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