Mängelquote steigt deutlich um 5,1 Prozentpunkte. Vor allem jüngere Fahrzeuge schneiden schlechter ab: Bereits ein Jahr nach der Neuzulassung wird jeder zehnte Bus beanstandet. Am häufigsten treten Ölfeuchte, Beleuchtungsmängel und defekte Bremsen auf. Bestand an Bussen steigt auf Rekordhoch. Nahverkehr mit Bussen erstmals wieder auf Vor-Corona-Niveau. 21. Mai 2026 Maurice Shahd© Kamran Abdullayev via UnsplashBerlin, 21. Mai 2026 – Der sicherheitstechnische Zustand von Reise- und Linienbussen hat sich in Deutschland deutlich verschlechtert. In den Jahren 2024 und 2025 ist fast jeder fünfte geprüfte Bus (19,2 Prozent) mit „erheblichen“ oder „gefährlichen Mängeln“ bei der Hauptuntersuchung (HU) durchgefallen. Das ist das Ergebnis des „TÜV-Report Omnibus 2026“. Im Vergleich zum Bus-Report 2024 ist das ein Anstieg um 5,1 Prozentpunkte. Weitere 11 Prozent sind mit „geringen Mängeln“ beanstandet worden (plus 0,5 Punkte). Der Anteil mängelfreier Busse sinkt um 5,6 Punkte auf 69,8 Prozent. „Die Ergebnisse des aktuellen Bus-Reports sind alarmierend“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband. „Die Mängelquoten steigen zum zweiten Mal in Folge kräftig. Insbesondere jüngere Fahrzeuge schneiden bei den Prüfungen schlechter ab. Bereits ein Jahr nach der Neuzulassung fällt jeder zehnte Bus durch die HU.“ Der Anteil liegt mehr als doppelt so hoch wie noch vor zwei Jahren. Unter den vier Jahre alten Fahrzeugen hat gut jeder fünfte Bus erhebliche Mängel. „Viele Unternehmen in der Personenbeförderung stehen unter einem erheblichen wirtschaftlichen Druck“, sagt Goebelt. „Das führt offenbar dazu, dass sie der Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge nicht die nötige Aufmerksamkeit widmen. Das geht über kurz oder lang zulasten der Verkehrssicherheit.“ Mängelquoten steigen mit dem Alter der Fahrzeuge Für den TÜV-Report Omnibus 2026 sind rund 67.000 Hauptuntersuchungen der TÜV-Organisationen in den Jahren 2024/2025 ausgewertet worden. Fahrzeuge für die Personenbeförderung müssen einmal pro Jahr zur HU. Ab dem dritten Jahr nach der Neuzulassung findet alle drei Monate eine Sicherheitsprüfung statt, sofern nicht die HU ansteht. Mit dem Alter der Fahrzeuge steigen die Mängelquoten an. 21 Prozent der 5 Jahre alten Busse werden bei der HU mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln beanstandet und bei den 15-Jährigen 24,1 Prozent. Das Durchschnittsalter von Bussen liegt laut Kraftfahrt-Bundesamt aktuell mit 8,3 Jahren auf dem Niveau des Vorjahres. (....)
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-> Pressemitteilung: TÜV-Report Omnibus: Fast jeder fünfte Bus fällt mit technischen Mängeln durch
Quelle: TÜV-Verband e. V.
Stichwörter: TÜV-Verband e. V., TÜV-Report Omnibus 2026, Hauptuntersuchung (HU), Mängelquote, Ölverlust, Beleuchtungsmängel, Bremsanlage, Sicherheitsprüfung, Laufleistung, Busbestand, Verkehrssicherheit, elektronische Sicherheitssysteme
Kategorie(n): Gesundheit & Umwelt
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