Pressemitteilung: VCÖ: Im Vorjahr jeder 4. tödliche Verkehrsunfall wegen zu hohem Tempo
VCÖ: Neben der Erhöhung der Mindeststrafen sind auch verstärkte Kontrollen und niedrigeres Tempolimit nötig; Schnellfahren soll ein Delikt im Vormerksystem werden VCÖ (Wien, 11. Juni 2026) – Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach Ablenkung der zweithäufigste Grund für tödliche Verkehrsunfälle in Österreich. Allein in den vergangenen fünf Jahren war das Tempo die Ursache von 449 tödlichen Verkehrsunfällen in Österreich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Die von der Regierung geplante Erhöhung der Mindeststrafen ist ein richtiger Schritt, dem aber weitere Schritte folgen müssen. Der VCÖ spricht sich bei schwerwiegenden Tempodelikten für die Aufnahme in das Vormerksystem aus sowie für einkommensabhängige Strafen. Zudem braucht es mehr Kontrollen, insbesondere auf den gefährlichen Freilandstraßen und in Wohngebieten. „Geschwindigkeit ist einer der zentralen Faktoren in der Verkehrssicherheit. Zu hohes Tempo verlängert den Anhalteweg und erhöht sowohl das Risiko in einen Unfall zu geraten als auch die Schwere eines Unfalls. Schneller als erlaubt zu fahren, ist kein Kavaliersdelikt, sondern gefährdet Gesundheit und Leben“, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest. Im Vorjahr war jeder vierte tödliche Verkehrsunfall die Folge von zu hohem Tempo, das waren 96 tödliche Verkehrsunfälle. Im Fünf-Jahreszeitraum 2021 bis 2025 war Geschwindigkeit die Ursache von 449 tödlichen Verkehrsunfällen sowie weiteren 24.184 Unfällen, bei denen Menschen verletzt wurden, informiert der VCÖ. (....)
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