Pressemitteilung: VCÖ: In Österreich wird das große Potenzial von Transporträdern zu wenig genutzt
VCÖ: Durch Radweg-Ausbau, Logistik-Hubs und Null-Emissionszonen Einsatz von Cargo-Bikes erhöhen VCÖ (Wien, 11. Februar 2026) – Der Zustell- und Lieferverkehr in Städten verursacht durch häufiges Stop-and-Go überdurchschnittlich viele CO₂-Emissionen, Luftschadstoffe und Lärm. International forcieren daher immer mehr Städte den Einsatz von Cargo-Bikes. Denn ein relevanter Teil der Lieferfahrten ist sowohl was Gewicht als auch Distanz betrifft für Transporträder gut geeignet. Auch in Österreich ist das Potenzial von Cargo-Bikes groß, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Dieses Potenzial zu nutzen, reduziert die Abgas- und Lärmbelastung, entlastet die Straßen und verbessert die Parkplatzsituation, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. „Eine umfassende Studie ergab, dass in europäischen Städten jede dritte Güter- und Dienstleistungsfahrt kürzer ist als sieben Kilometer und dabei weniger als 200 Kilogramm transportiert werden. Das sind ideale Bedingungen für den Einsatz von Cargo-Bikes“, betont VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. Auch bei kurzen dienstlichen Fahrten, bei denen Waren oder Werkzeug mitgenommen wird, kann zumindest ein Teil auf Transporträder verlagert werden. In Graz, Innsbruck, Klagenfurt und Salzburg ist insgesamt immerhin jede zweite dienstliche Fahrt kürzer als fünf Kilometer, in Wien jede dritte. Mehr als die Hälfte dieser Wege wird mit dem Pkw zurückgelegt. Während in den Niederlanden bereits vor fünf Jahren mehr als 100.000 Cargo-Bikes für gewerbliche Zwecke eingesetzt wurden, ist die Zahl der Transporträder in Österreich deutlich geringer. Aber die Nachfrage nimmt auch hierzulande stark zu: So sind die Verkaufszahlen von gewerblich oder privat genutzten Transporträdern in Österreich von 514 Stück im Jahr 2019 auf 7.977 im Jahr 2024 gestiegen, informiert der VCÖ. (....)
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