Pressemitteilung: Verschärftes Einreiseregime gefährdet Lieferketten vom Westbalkan

Die elektronische Einreisekontrolle von Lkw-Fahrern vom Westbalkan beeinträchtigt den Warenhandel mit der EU. Mittelfristig droht deutschen Firmen der Verlust ihrer Lieferanten.
Ende Januar 2026 blockierten Spediteure in Serbien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien und Montenegro Grenzübergänge in die EU. Im Zentrum der Kritik steht eine EU-Verordnung, die die Einrichtung des elektronischen Ein- und Ausreisesystem (EES) zur Erfassung der Reisen von Drittstaatlern in den Schengenraum vorsieht. Seit Mitte Oktober 2025 wird die Verordnung schrittweise eingeführt und soll bis April 2026 vollständig umgesetzt sein.
Von der Regelung betroffen sind auch Berufskraftfahrer aus dem Westbalkan, die sich als Subauftragnehmer für deutsche Logistikfirmen innerhalb von 180 Tagen 90 Tage visafrei in der EU aufhalten dürfen. Mit der minutengenauen Erfassung sämtlicher Ein- und Ausreisen und deren zentraler Speicherung werden Verstöße strenger geahndet. Fahrern, die ihr Kontingent ausgereizt haben, wird die Einreise verweigert. Als Abhilfe kündigte Brüssel eine Sonderregelung in Form eines verlängerten Kurzzeitaufenthalts für Lkw-Fahrer an.
Vielschichtige Folgen für deutsche Wirtschaft (....)

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Quelle: Germany Trade & Invest

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur