Pressemitteilung: VSM zur NMK: Maritime Industrie in Deutschland wächst - gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von China weiter

Emden 28.04.2026 - Die deutsche maritime Industrie wächst deutlich – zugleich steigt die strategische Abhängigkeit von China auf ein kritisches Niveau. Darauf weist der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) anlässlich der 14. Nationalen Maritimen Konferenz hin. Aktuelle Zahlen zeigen: Während das Wachstum der Branche deutlich an Fahrt gewinnt, verschieben sich die industriepolitische Gewichte weiter Richtung China.
„Die Auftragsvergabe aus Deutschland an chinesische Bauwerften hat im letzten Jahr 98 Prozent erreicht. Reeder agieren dabei betriebswirtschaftlich nachvollziehbar auf günstige Angebotspreise und attraktive Finanzierungsbedingungen. Dennoch ist diese Entwicklung gesamtwirtschaftlich strategisch hochriskant“, sagte VSM-Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhard Lüken. „Wir reden seit Jahren von De-Risking – während unsere Abhängigkeit Tag für Tag wächst.“
Wachstum gewinnt weiter an Dynamik
Gleichzeitig entwickelt sich die maritime Industrie in Deutschland positiv. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts stieg der Gesamtumsatz der Branche – einschließlich zivilem Schiffbau, Reparatur und Marineschiffbau – um 15,3 Prozent. Auch im zivilen Seeschiffbau zeigt sich eine deutliche Dynamik: Der Wert der Ablieferungen von Seeschiffen legte um 22,5 Prozent zu. Die Beschäftigung auf Werften mit mehr als 50 Mitarbeitenden wuchs um 6,9 Prozent. „Die maritime Industrie ist ein Hochtechnologiesektor mit wachsender globaler Nachfrage. Deutschland ist in vielen spezialisierten Segmenten hervorragend positioniert und aktuell sehr gut ausgelastet“, so Lüken.
Auftragsvergabe verschiebt sich massiv nach China (....)

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Quelle: Verband für Schiffbau und Meerestechnik e. V. (VSM)

Stichwörter: Verband für Schiffbau und Meerestechnik e. V. (VSM), maritime Industrie, Schiffbaukapazitäten, Abhängigkeit von China, Auftragsvergabe, Werftenlandschaft, geopolitische Risiken, Produktionskapazitäten, Fachkräftebedarf, maritime Wertschöpfung, Industriestrategie

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