Pressemitteilung: Wasserstoff an Flughäfen: Studie weist Wege für einen schrittweisen und wirtschaftlichen Einsatz
Eine neue Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) zeigt, wie Wasserstoff schrittweise und wirtschaftlich tragfähig an Flughäfen eingesetzt werden kann. Die Analyse des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML), herausgegeben von der NOW GmbH, hebt insbesondere die Bedeutung modularer Konzepte und regionaler Kooperationen für einen erfolgreichen Hochlauf hervor. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Wasserstoff wird auch im Luftverkehr eine wichtige Rolle spielen – allerdings mit realistischem Blick auf Einsatzfelder und Zeithorizonte. Die Studie zeigt, dass wir jetzt die richtigen Weichen stellen müssen: mit modularer Planung der Infrastrukturen, ausgewählten Anwendungen und einer engen Verzahnung mit regionalen Partnern. So schaffen wir die Grundlage für einen wirtschaftlich tragfähigen und klimafreundlichen Einsatz von Wasserstoff an Flughäfen.“ Die Studie zeichnet ein differenziertes Bild der Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff im Luftverkehr. Ein kurzfristiger flächendeckender Einsatz im Flugbetrieb ist demnach nicht zu erwarten – die Technik im Flugzeug befindet sich noch in der Entwicklung. Stattdessen werden voraussichtlich zunächst nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) eine zentrale Rolle bei der Dekarbonisierung des Luftverkehrs spielen. Entsprechend erscheint ein großskaliger Aufbau von Infrastruktur für flüssigen Wasserstoff derzeit über konzeptionelle Vorbereitungen hinaus nicht sinnvoll. Potenziale vor allem im Vorfeldbetrieb Kurz- bis mittelfristig bietet insbesondere der Einsatz von gasförmigem Wasserstoff im Vorfeldbetrieb Chancen. Dazu zählen Fahrzeuge und Geräte zur Flugzeugabfertigung (Ground Support Equipment). Erste Anwendungen sind grundsätzlich umsetzbar und sollten in klar abgegrenzten Pilotprojekten erprobt werden, die auf betriebliche Lernprozesse abzielen. Mobile und reversible Infrastrukturlösungen können dabei helfen, Investitionsrisiken zu begrenzen und Anpassungsfähigkeit sicherzustellen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass diese Anwendungen allein nicht ausreichen, um eine wirtschaftlich tragfähige Wasserstoffinfrastruktur am Flughafen zu gewährleisten. Begrenzte Verfügbarkeit serienreifer Fahrzeuge sowie hohe Investitions- und Betriebskosten bleiben zentrale Herausforderungen. (....)
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