Pressemitteilung: Weniger Verkehrstote durch Tempo 120
Die erste große Studie seit fast 50 Jahren belegt: Ein Tempolimit auf Autobahnen würde die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle um mehr als ein Drittel senken. Tempolimits auf deutschen Autobahnen sind ein Riesenzankapfel – Freiheitsberaubung für die einen, lebensrettend für die anderen. Was stimmt denn nun? Nach rund 50 Jahren hat eine Wissenschaftlerin der Ruhr-Universität Bochum nun erstmals neue belastbare Daten gesammelt. Sie zeigen: Tempo 120 würde die Unfälle mit Schwerverletzten um 26 Prozent senken, die Zahl der Verkehrstoten sogar um 35 Prozent. Die Studie ist in der Zeitschrift Transportation Research Part A: Policy and Practice vom 5. August 2025 online veröffentlicht. Nirgendwo sonst kann man unbegrenzt schnell fahren Die deutschen Autobahnen sind für viele Fans des Gaspedals ein Eldorado, denn in keinem anderen europäischen Land darf man auf vielen Autobahnabschnitten so schnell fahren wie hier – nämlich unbegrenzt schnell. Die Bundesrepublik bleibt bislang lediglich bei einer Empfehlung: der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. (....)
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Originalveröffentlichung: Maike Metz-Peeters: Mandatory speed limits and crash frequency on motorways — A causal machine learning approach, in: Transportation Research Part A: Policy and Practice, 2025, DOI: 10.1016/j.tra.2025.104616
Stichwörter: Ruhr-Universität Bochum, Tempo 120, weniger Verkehrstote, Maike Metz-Peeters, erste große Studie seit fast 50 Jahren, Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle, Senkung um mehr als ein Drittel