Pressemitteilung: Wer fährt den Zug von morgen?

Fahrerlose Züge sind längst Realität – allerdings meist auf eigenen Strecken oder in weitgehend abgeschlossenen Netzen. Beispiele sind die U-Bahn in Nürnberg, die Metro in Kopenhagen oder automatisierte Güterzüge in Westaustralien, die Eisenerz über große Entfernungen transportieren. Deutlich anspruchsvoller wird es, wenn Züge hoch- oder vollautomatisiert im regulären, frei zugänglichen und hochkomplexen Bahnnetz unterwegs sind.
Was braucht es, damit automatisiertes Fahren im regulären Bahnverkehr großflächig Realität werden kann? Welche Rolle spielen künstliche Intelligenz, Fernsteuerung und neue Testverfahren? Und welchen Beitrag leistet das DLR? Darüber spricht Bahnexperte Prof. Gert Bikker, Institutsdirektor Schienensystemtechnik am DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik, im Interview.
Was macht das automatisierte Fahren im „normalen“ Bahnnetz so anspruchsvoll – und welche Chancen bietet es?
Die große Herausforderung liegt darin, dass ein Zug dort nicht in einer weitgehend abgeschlossenen Umgebung unterwegs ist. Im regulären Bahnnetz treffen unterschiedliche Zugtypen aufeinander, Bahnübergänge queren die Strecke und viele Abschnitte sind frei zugänglich. Ein hoch- oder vollautomatisiert fahrender Zug muss deshalb seine Umgebung eigenständig und zuverlässig erfassen und sicher reagieren können – etwa auf eine Person im Gleis, einen umgestürzten Baum oder ein auf einem Bahnübergang liegengebliebenes Fahrzeug. (....)

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Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

Stichwörter: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), automatisiertes Fahren auf der Schiene, vollautomatisierter Zugbetrieb, künstliche Intelligenz, Sensor- und Ortungssysteme, Remote Train Operation (RTO), Automatic Train Operation (ATO), Grades of Automation (GoA), RailSiTe (Rail Simulation and Testing), Remote Operation Center, Europe’s Rail, Fachkräftemangel, Nebenstrecken

Kategorie(n): Mobilität & Verkehr