Pressemitteilung: Widerstandsfähigkeit der Schiene gegenüber dem Klimawandel
Auf Ersuchen der Europäischen Kommission hat die Agentur die erste umfassende Bewertung der extremen Wetterauswirkungen auf das Eisenbahnsystem zusammen mit sechs Vorschlägen zur Stärkung des EU-Rechtsrahmens zur Regulierung der Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel veröffentlicht. Europas Eisenbahnen sind mit zunehmenden Klimarisiken konfrontiert, aber es gibt Lösungen. Auf Ersuchen der Europäischen Kommission hat die Eisenbahnagentur der Europäischen Union (ERA) die erste umfassende Bewertung der extremen Wetterauswirkungen auf das Eisenbahnsystem zusammen mit sechs Vorschlägen zur Stärkung des EU-Rechtsrahmens zur Regulierung der Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel veröffentlicht. Der Bericht der ERA liefert das bisher umfassendste Bild davon, wie sich Klimagefahren auf die Eisenbahninfrastruktur in ganz Europa auswirken. Aus dem Bericht geht hervor, dass 70 % der Infrastrukturbetreiber in der EU die zunehmenden Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf ihre Netze wahrnehmen (was 79 % des EU-Netzes in Streckenkilometern entspricht). Nach der Datenbereinigung wurden 13 469 extreme Wetterereignisse für den Zeitraum 2005–2024 ermittelt, mit einem Höchststand im Jahr 2018 und einem deutlichen Aufwärtstrend in den letzten zehn Jahren. Überschwemmungen und starke Niederschläge, Stürme und Erdrutsche sind die störendsten Gefahren für die europäischen Eisenbahnen. Betrachtet man die kumulativen Auswirkungen, so entspricht die zwischen 2015 und 2024 verzeichnete wetterbedingte Gesamtverspätung von Eisenbahnverkehrsdiensten einer jährlichen Verringerung auf ein bis drei volle Jahre Eisenbahnverkehrsleistung auf EU-Ebene. Abgesehen von Betriebsstörungen haben die jüngsten Ereignisse zu schweren lokalen Schäden geführt. Öffentlich zugängliche nationale Bewertungen melden Verluste in Höhe von rund 65 Mio. EUR in Belgien (Überschwemmungen 2021), 1,4 Mrd. EUR in Deutschland (2021), 150 Mio. EUR in Italien (2023), etwa 450 Mio. EUR für die Linie Athen–Thessaloniki in Griechenland (2023) und 212 Mio. EUR für Notfallmaßnahmen in Spanien (2024). (....)
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