Pressemitteilung: „Wir können Niedrigwasser nicht einfach wegbaggern“
Eine Einschätzung zum Niedrigwasser in Deutschlands Flüssen Deutschlands und Europas Flüsse leiden zunehmend unter Wassermangel. Längere Trockenperioden, hohe Temperaturen und eine veränderte Niederschlagsverteilung führen immer häufiger zu Niedrigwasser. Die Folgen betreffen nicht nur Schifffahrt und Wirtschaft, sondern auch die ökologischen Funktionen der Flüsse. Eine weitere Vertiefung von Fahrrinnen kann diese Probleme nicht nachhaltig lösen. Stattdessen sollten Landnutzung und die Binnenschifffahrt dringend an die veränderte Wasserverfügbarkeit angepasst werden. Politik und Wirtschaft diskutieren derzeit über eine Vertiefung von Fahrrinnen, damit Binnenschiffe auch bei niedrigen Wasserständen möglichst uneingeschränkt und sicher fahren können. Aus wissenschaftlicher Sicht greift dieser Ansatz zu kurz. „Wir müssen uns stärker an das vorhandene Wasserdargebot anpassen, statt die Flüsse immer weiter an unsere Nutzungsansprüche anzupassen“, sagt IGB-Forscher Dr. Christian Wolter. Punktuelle Eingriffe zur Beseitigung einzelner Engstellen können zwar sinnvoll sein, eine weitere systematische Vertiefung der Flüsse ist jedoch keine nachhaltige Antwort auf häufiger auftretendes Niedrigwasser. (....)
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Quelle: Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Forschungsverbund Berlin e.V.
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