Pressemitteilung: Zwischenbilanz Hamburg–Berlin: Viel Improvisation nötig
Die Sanierung der Strecke Hamburg–Berlin läuft seit einem knappen Monat. Die Hauptverbindung ist dicht, Güter- und Fernverkehr müssen über Umleitungsstrecken ausweichen, der Nahverkehr ist weitgehend auf Busse umgestellt. Zeit für eine Zwischenbilanz. Diese zeigt: Güterbahnen erleben auf den Strecken eine Mischung aus Improvisation, langen Umwegen und verbesserungswürdiger Kommunikation. 800 Kilometer extra – an nur einem Wochenende Ein Güterbahnen-Unternehmen hat die Umleitungen seiner Züge am vergangenen Wochenende genau nachgerechnet: Weil das Stellwerk in Annaburg (Sachsen-Anhalt) unbesetzt war, mussten Güterzüge großräumig ausweichen. Ergebnis: 817 Kilometer zusätzlicher Umwegverkehr an nur zwei Tagen – die „normalen“ Umleiterwege durch die Vollsperrung zwischen Hamburg und Berlin sind hier nicht eingerechnet. Bei der InfraGO wurde in der Zwischenzeit Schadensersatz eingereicht. Zwei Beispiele: Ein Zug von Hamburg ins tschechische Česka Trebova legte am 23. August fast 150 Kilometer mehr zurück als vorgesehen (wohlbemerkt: diese Kilometer sind zusätzlich zu den ohnehin im Moment geltenden Umleitern). Am nächsten Tag musste ein Containerzug aus Prag nach Hamburg 84 Kilometer zusätzlichen Umweg fahren. (....)
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