Pressemitteilungen aus dem Statistischen Bundesamt (Destatis) und Eurostat vom 20-05-2026

Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im März 2026: +1,6 % zum Vormonat / Erzeugerpreise im April 2026: +1,7 % gegenüber April 2025 / Larger enterprises used more e-business apps in 2025 / Gastgewerbeumsatz im März 2026 real 2,2 % niedriger als im Vormonat

Statistisches Bundesamt (Destatis): Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im März 2026: +1,6 % zum Vormonat (Pressemitteilung Nr. 171 vom 20. Mai 2026)
Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe, März 2026
• +1,6 % real zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
• +8,4 % real zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

Reichweite des Auftragsbestands, März 2026
• 8,8 Monate

WIESBADEN – Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2026 gegenüber Februar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 1,6 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 stieg der Auftragsbestand kalenderbereinigt um 8,4 %.
Die positive Entwicklung des Auftragsbestands im März 2026 zog sich durch alle Wirtschaftsbereiche. Den größten Einfluss auf das Gesamtergebnis hatten dabei die Anstiege im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge; saison- und kalenderbereinigt +1,5 % zum Vormonat) und in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+3,8 %).
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/05/PD26_171_421.html

Statistisches Bundesamt (Destatis): Erzeugerpreise im April 2026: +1,7 % gegenüber April 2025 (Pressemitteilung Nr. 169 vom 20. Mai 2026)
Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz), April 2026
• +1,7 % zum Vorjahresmonat
• +1,2 % zum Vormonat

WIESBADEN – Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im April 2026 um 1,7 % höher als im April 2025. Einen höheren Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat hatte es zuletzt im Mai 2023 gegeben (+2,5 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise im April 2026 gegenüber dem Vormonat März 2026 um 1,2 %.
Indizes der Erzeugerpreise (2021 = 100)
Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat ist vor allem auf gestiegene Preise von Vorleistungsgütern zurückzuführen. Die Preise für Energie sind ebenfalls gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen.
Auch Investitionsgüter und Gebrauchsgüter waren teurer als vor einem Jahr, günstiger als im April 2025 waren hingegen Verbrauchsgüter. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat im April 2026 um 1,6 %, gegenüber März 2026 stiegen sie um 0,7 %.
Anstieg der Energiepreise vor allem durch Mineralölerzeugnisse
Energie war im April 2026 um 2,0 % teurer als im Vorjahresmonat. Gegenüber März 2026 stiegen die Energiepreise um 2,4 %. Durch die anhaltenden Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten stiegen die Mineralölpreise im April 2026 besonders stark (+35,5 % gegenüber April 2025 und +10,7 % gegenüber März 2026). Hingegen gab es bei Erdgas und elektrischem Strom, auch bedingt durch das immer noch hohe Preisniveau seit Beginn des Kriegs in der Ukraine, sogar Preissenkungen gegenüber dem Vorjahresmonat.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/05/PD26_169_61241.html

eurostat: Larger enterprises used more e-business apps in 2025 (20 May 2026)
In 2025, the usage of e-business applications varied among enterprise size classes in the EU. 
E-business applications are used by enterprises specifically for: 
• enterprise resource planning (ERP), 
• customer relationship management (CRM) or 
• data analyses and business intelligence (BI).
There was a significant gap between small and large enterprises, which was close to or above 50 percentage points (pp) for those using ERP or BI software.
The percentage of enterprises with ERP applications – the most widely used in the EU – ranged from 41% for small enterprises to 89% for large enterprises (48 pp gap), and from 11% to 69% (58 pp gap) respectively for those using BI software and from 25% to 65% (41 pp gap) for the enterprises using CRM software.
https://ec.europa.eu/eurostat/en/web/products-eurostat-news/w/ddn-20260520-1

Statistisches Bundesamt (Destatis): Gastgewerbeumsatz im März 2026 real 2,2 % niedriger als im Vormonat (Pressemitteilung Nr. 170 vom 20. Mai 2026)
Gastgewerbeumsatz, März 2026 (vorläufig, kalender- und saisonbereinigt)
• -2,2 % zum Vormonat (real)
• -1,3 % zum Vormonat (nominal)
• -5,2 % zum Vorjahresmonat (real)
• +2,5 % zum Vorjahresmonat (nominal)
WIESBADEN – Das Gastgewerbe in Deutschland hat im März 2026 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 2,2 % und nominal (nicht-preisbereinigt) 1,3 % weniger umgesetzt als im Februar 2026. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 sank der Umsatz real um 5,2 %, wohingegen er nominal um 2,5 % stieg. Damit befindet sich der reale Umsatz im Gastgewerbe auf dem niedrigsten Niveau seit März 2022, als die Auswirkungen der Corona-Krise noch spürbar waren.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/05/PD26_170_45213.html

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Quellen: die oben genannten Quellen

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur