Pressemitteilungen mit Konjunkturprognosen vom 04-09-2025

Herbstprognose IfW Kiel: Konjunktur noch ohne Schwung / Konjunktur aktuell: Erholung auf schwachen Füßen – Zölle bremsen, fiskalpolitischer Kurswechsel steht bevor / Konjunktur: RWI senkt Wachstumsprognose – private Investitionen bleiben schwach / ifo Institut senkt Wachstumsprognose leicht

Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel): Herbstprognose IfW Kiel: Konjunktur noch ohne Schwung (04.09.2025)
Die deutsche Wirtschaft wartet auf spürbare Impulse. Zwar haben sich die Frühindikatoren zuletzt stabilisiert und die Aussichten im Zuge erwarteter staatlicher Mehrausgaben zunächst etwas aufgehellt, doch von einem Aufschwung kann noch keine Rede sein. Das zeigt die aktuelle Herbstprognose des IfW Kiel. Demnach dürfte die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr weitgehend stagnieren; für das Bruttoinlandsprodukt wird nur ein geringes Plus von 0,1 Prozent erwartet (Sommerprognose: 0,3 Prozent). Für die Jahre 2026 und 2027 prognostizieren die Forscher Zuwächse von 1,3 Prozent (2026, zuvor 1,6 Prozent) und 1,2 Prozent (2027).
https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/aktuelles/herbstprognose-ifw-kiel-konjunktur-noch-ohne-schwung/

→ Deutsche Wirtschaft im Herbst 2025: Konjunktur noch ohne Schwung

→ Weltwirtschaft im Herbst 2025: Konjunkturdämpfer voraus

Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH): Konjunktur aktuell: Erholung auf schwachen Füßen – Zölle bremsen, fiskalpolitischer Kurswechsel steht bevor (04. September 2025)
Im Spätsommer 2025 ist weiterhin nicht erkennbar, ob sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befindet, zumal sie in der zweiten Jahreshälfte den Dämpfer höherer US-Zölle zu verkraften hat. Erst für das Jahr 2026 stehen die Chancen gut, dass finanzpolitische Impulse zusammen mit niedrigen Leitzinsen eine konjunkturelle Belebung bewirken. Nach der Herbstprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte die Produktion dann um 0,8% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten. Im Juni hatten die IWH-Konjunkturforscher noch einen Zuwachs von 1,1% für 2026 und 0,4% für das laufende Jahr prognostiziert.
https://www.iwh-halle.de/presse/pressemitteilungen/detail/konjunktur-aktuell-erholung-auf-schwachen-fuessen-zoelle-bremsen-fiskalpolitischer-kurswechsel-steht-bevor

→ Konjunktur aktuell: Erholung auf schwachen Füßen – Zölle bremsen, fiskalpolitischer Kurswechsel steht bevor. IWH, Konjunktur aktuell, Jg. 13 (3), 2025. Halle (Saale) 2025

RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI): Konjunktur: RWI senkt Wachstumsprognose – private Investitionen bleiben schwach (Pressemitteilung vom 04.09.2025 )
Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung senkt seine Wachstumsprognose und sieht Deutschland zunehmend abhängig von staatlichen Ausgabenprogrammen. Für 2025 erwartet das Institut nur noch 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum, für 2026 und 2027 prognostiziert es 1,1 bzw. 1,4 Prozent. Damit korrigiert das RWI seine Sommerprognose um 0,1 bzw. 0,4 Prozentpunkte nach unten. Das Wachstum ab 2026 soll maßgeblich durch finanzpolitische Impulse (jeweils 0,9 Prozent des nominalen BIP) getragen werden. Die privaten Investitionen bleiben schwach, strukturelle Wettbewerbsprobleme werden durch die expansive Finanzpolitik lediglich überlagert, nicht gelöst. Das Staatsdefizit steigt von derzeit etwa 116 Milliarden Euro auf knapp 158 Milliarden Euro (2026) und 170 Milliarden Euro (2027). Die Arbeitslosenquote verharrt bei über 6 Prozent, die Inflationsrate pendelt um das EZB-Ziel von 2 Prozent.
https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/konjunktur-rwi-senkt-wachstumsprognose-private-investitionen-bleiben-schwach

→ RWI-Konjunkturbericht 3/2025

ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.: ifo Institut senkt Wachstumsprognose leicht (4. September 2025)
Das ifo Institut hat seine Wachstumsprognose gesenkt. Demnach wächst die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr nur um 0,2% und 2026 um 1,3%. Gegenüber der Sommerprognose haben die ifo Forscher ihre Prognose um 0,1 und 0,2 Punkte leicht nach unten korrigiert. Für das Jahr 2027 liegt die Wachstumsprognose bei 1,6%. „Die US-Zölle belasten die deutsche Wirtschaft nach wie vor spürbar“, sagt ifo Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Von der Einigung im Zollstreit zwischen den USA und der EU sind keine unmittelbaren Effekte auf die Prognose zu erwarten, da die effektiven Zollsätze weitgehend dieselben sind wie im Sommer. Lediglich die mit dem bisherigen Zollstreit verbundene Unsicherheit dürfte allmählich zurückgehen, was die Konjunktur stützt.“
https://www.ifo.de/pressemitteilung/2025-09-04/ifo-institut-senkt-wachstumsprognose-leicht

→ ifo Konjunkturprognose Herbst 2025: Finanzpolitik könnte deutsche Wirtschaft aus der Krise hieven

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Quellen: die oben genannten Quellen

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur