Statistisches Bundesamt (Destatis): Preise rund ums Autofahren im März 2026 um 6,7 % höher als ein Jahr zuvor (13. April 2026)
• Kraftstoffe um 20,0 % teurer als im Vorjahresmonat, darunter Dieselkraftstoff +29,7 % und Superbenzin +17,3 %
• Preise fürs Autofahren seit 2020 deutlich gestiegen, kombinierte Tickets für Bus und Bahn durch Deutschlandticket mittelfristig günstiger
• Haushalte geben 11,9 % ihrer Lebenshaltungskosten für Verkehr aus
WIESBADEN – Autofahren ist zuletzt im Schnitt deutlich teurer geworden, was vor allem auf die gestiegenen Kraftstoffpreise zurückzuführen ist. Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Autofahren, zusammengefasst im Kraftfahrer-Preisindex, lagen im März 2026 um 6,7 % höher als im Vorjahresmonat. Der Anstieg binnen Jahresfrist fiel somit überdurchschnittlich groß aus: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen im gleichen Zeitraum um 2,7 % zu.
Preise für Diesel und Benzin deutlich höher als ein Jahr zuvor
An der Zapfsäule spürten Verbraucherinnen und Verbraucher die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten deutlich: Kraftstoffe verteuerten sich im März 2026 um 20,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat, darunter Dieselkraftstoff um 29,7 %, Superbenzin um 17,3 % und Autogas um 1,1 %. Die Preise für Reparatur, Inspektion, Parkgebühr und Ähnliches (+4,1 %), Gebrauchtwagen (+2,9 %) sowie Fahrschule und Führerscheingebühr (+2,8 %) zogen ebenfalls gegenüber dem Vorjahresmonat an. Neuwagen einschließlich Wohnmobile (+2,4 %), Kraftfahrzeugversicherung (+1,4 %) und Miete für Garage und Stellplatz (+1,4 %) verteuerten sich unterdurchschnittlich. Günstiger als ein Jahr zuvor waren Ersatzteile, Zubehör und Pflegemittel (-1,3 %).
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_N022_61.html
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung: Mineralölsteuer und Tankstellenregelung - Maßnahmen der Bundesregierung gegen hohe Spritpreise (13. April 2026)
Die Bundesregierung sorgt für mehr Transparenz beim Tanken und entlastet Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Betriebe bei den Spritpreisen. Sie will die Mineralölsteuer senken und das Kartellrecht noch einmal verschärfen. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise in Folge des Iran-Nahost-Konflikts bereiten vielen Menschen Sorgen. Aus diesem Grund hat die Regierungskoalition am 12. April beschlossen, die Mineralölsteuer für zwei Monate um ca. 17 Cent pro Liter Kraftstoff senken zu wollen und das Kartellrecht weiter zu verschärfen.
Seit dem 1. April ist zudem das Maßnahmenpaket der Bundesregierung wirksam, um gegen die vielen täglichen Preiserhöhungen an den Tankstellen und gegen missbräuchliche Kraftstoffpreise vorzugehen. Das soll die Verlässlichkeit und Transparenz an den Tankstellen erhöhen und das Bundeskartellamt stärken.
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/massnahmen-gegen-spritpreise-2410850
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung: Spritpreise und Strukturreformen - Regierungskoalition einigt sich auf schnelle Hilfen für Verbraucher und Wirtschaft (13. April 2026)
Die Bundesregierung plant, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bei den Spritpreisen deutlich und schnell zu entlasten. Zudem will sie den Weg frei machen für weitere steuerliche Erleichterungen und strukturelle Reformen. Lesen Sie hier die Details.
Angesichts der hohen Energiepreise hat sich die Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD auf spürbare Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen geeinigt. Ein zentrales Element ist die Senkung der Mineralölsteuer. Sie soll um circa 17 Cent pro Liter für zwei Monate reduziert werden. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, dieser Schritt werde „sehr schnell die Lage für die Autofahrer und für die Betriebe im Land verbessern und vor allem für diejenigen, die vor allem aus beruflichen Gründen sehr viel mit dem Auto unterwegs sind“.
Entlastungen und strukturelle Reformen im Überblick:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/entlastungen-reformen-2420296
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW Köln): Spritpreis-Paket: Staat verzichtet bei Entlastungsprämie auf zwölf Milliarden Euro (13. April 2026)
Eine neue Entlastungsprämie von 1.000 Euro würde den Staat viel kosten – und ihr eigentliches Ziel verfehlen: Niedrige Einkommen profitieren am seltensten, zeigt eine Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Mit Einmalzahlungen will die Politik die hohen Energiepreise abfedern. Die Prämie von maximal 1.000 Euro sollen die Arbeitgeber zahlen, der Staat beteiligt sich, indem er auf Steuern und Sozialabgaben verzichtet. IW-Berechnungen zeigen nun, in welcher Höhe: Der Staat verzichtet unter dem Strich auf schätzungsweise zwölf Milliarden Euro an Steuern und Sozialabgaben.
Jeder zweite Beschäftigte erhielt nach 2022 Inflationsausgleichsprämie
Die Zahlen lassen sich aus den Erfahrungen mit der Inflationsausgleichsprämie von Oktober 2022 bis Dezember 2024 ableiten. IW-Befragungen und Auswertungen der damaligen Tarifabschlüsse zeigen, dass damals knapp 20 Millionen Beschäftigte eine Prämie erhielten – knapp 53 Prozent aller Beschäftigten. Im Durchschnitt zahlten die Arbeitgeber rund 2.150 Euro.
https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/tobias-hentze-martin-beznoska-staat-verzichtet-bei-entlastungspraemie-auf-zwoelf-milliarden-euro.html
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin): „Entlastung bei Energiepreisen greift zu kurz und ist sozial unausgewogen“ (13. April 2026)
Die Bundesregierung hat sich auf Entlastungen bei den hohen Sprit- und Energiepreisen geeinigt. Zu den geplanten Maßnahmen eine Einschätzung von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):
“Die bislang angekündigten Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung bei den Energiepreisen greifen zu kurz und sind in Teilen sogar kontraproduktiv. Die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel birgt die Gefahr, dass ein erheblicher Teil der Entlastung nicht bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, sondern auf den Konten der Mineralölkonzerne landet. Gleichzeitig setzt sie falsche Anreize, da sie den notwendigen Rückgang des Energieverbrauchs im Straßenverkehr nicht unterstützt und damit den Preisdruck an anderer Stelle eher verstärken kann.“
Auch die steuerfreie Einmalzahlung von bis zu 1.000 Euro durch Arbeitgeber ist kein zielgenaues Instrument. Sie kommt vor allem Beschäftigten in größeren und finanzstarken Unternehmen zugute, während viele andere Gruppen leer ausgehen – etwa Arbeitslose, Rentnerinnen und Rentner, Studierende oder Beschäftigte in kleinen Betrieben. Die Maßnahme ist damit sozial unausgewogen und erreicht gerade die besonders belasteten Haushalte nur unzureichend.
https://www.diw.de/de/diw_01.c.1005258.de/entlastung_bei_energiepreisen_greift_zu_kurz_und_ist_sozial_unausgewogen.html
ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim: ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann zum Entlastungspaket der Bundesregierung (Kommentar) (13.04.2026)
„Entlastungspaket ist trotz Spritpreisbremse ausgewogen“
Vor dem Hintergrund aktueller wirtschaftlicher Herausforderungen hat die Bundesregierung ein Entlastungspaket beschlossen, das unterschiedliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage umfasst. Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim und Professor an der Universität Heidelberg, erklärt dazu:
„Das Entlastungspaket der Bundesregierung ist ausgewogen und verdient Lob. Die zweimonatige Absenkung des Benzinpreises durch eine temporäre Steuersenkung ist für sich genommen zwar falsch. Diese Steuersubvention ist zu pauschal und verringert die Anreize, das Auto öfter stehen zu lassen. Andererseits ist diese Maßnahme nur vorübergehend und eingebettet in ein umfangreiches Reformprogramm. Eine Einkommensteuerreform soll für höhere Arbeitsanreize sorgen. Außerdem soll die Reform des Gesundheitssystems die Beitragszahler entlasten. Das sind beides sinnvolle und langfristig wirkende Ansätze zur Sicherung der Kaufkraft der privaten Haushalte. Die Beschlüsse der Regierungsparteien beinhalten außerdem eine richtige Positionierung gegen neue kleinteilige Regulierungen aus Brüssel im Bereich Elektroautos und Dienstwagenflotten. Sinnvoll ist es auch, den Kartellbehörden bessere Daten für ihre Suche nach missbräuchlicher Preisgestaltung einzuräumen. Insgesamt stimmt also die Richtung. Dass die Politik mit der Spritpreisbremse auf subjektive Sorgen der Menschen mit einem nicht optimalen Instrument reagiert, relativiert sich also in der Gesamtbetrachtung.“
https://www.zew.de/presse/pressearchiv/zew-oekonom-friedrich-heinemann-zum-entlastungspaket-der-bundesregierung
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SN): Wirtschaftsminister Panter begrüßt Entlastung bei Spritpreisen (13.04.2026)
Panter: »Es zählt jede konkrete Entlastung an der Zapfsäule«
Sachsens Wirtschafts- und Energieminister Dirk Panter begrüßt die Einigung der Bundesregierung für finanzielle Entlastungen auf Grund der rasant gestiegenen Spritpreisen für Bürgerinnen und Bürger.
Dirk Panter: »Die Einigung auf eine befristete Senkung der Energiesteuer um rund 17 Cent pro Liter ist ein richtiges und notwendiges Signal. Gerade für Pendlerinnen und Pendler, für das Handwerk und den Mittelstand in Sachsen zählt jetzt jede konkrete Entlastung an der Zapfsäule. Entscheidend wird sein, dass diese Entlastung auch vollständig bei den Menschen ankommt.«
Panter verwies in diesem Zusammenhang auf die sächsische Bundesratsinitiative: »Sachsen hat früh konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt – von steuerlichen Entlastungen bis hin zu einem konsequenten Umgang mit möglichen Übergewinnen. Wichtig ist jetzt, dass daraus ein schlüssiges Gesamtpaket entsteht, das kurzfristig entlastet und zugleich Vertrauen in faire Marktbedingungen stärkt.«
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1096299
Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V. (BGL): Verkehrsverbände sehen im Entlastungspaket einen ersten Schritt, mahnen aber weitere Maßnahmen an (13. April 2026)
Die führenden Verbände der Verkehrs- und Logistikbranche bewerten die von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungsmaßnahmen als einen ersten und längst überfälligen Schritt zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland.
Die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe trägt dazu bei, den akuten Kostendruck auf Unternehmen kurzfristig zu mindern.
„Die Beschlüsse der Bundesregierung zeigen, dass die Dramatik der Lage endlich erkannt wurde und nun erste konkrete Schritte folgen“, erklären die unterzeichnenden Verbände. Gleichzeitig betonen sie, dass kurzfristige Entlastungen allein nicht ausreichen, um die tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen der Branche nachhaltig zu bewältigen. Entscheidend sei nun, die eingeleiteten Maßnahmen in ein langfristig tragfähiges Gesamtkonzept zu überführen und die weiteren Entlastungsvorschläge der Branche umzusetzen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung nach verlässlicheren Rahmenbedingungen, insbesondere im Energie- und Kraftstoffbereich. Die in den vergangenen Monaten beobachtete hohe Volatilität der Preise stelle für Unternehmen ein erhebliches Risiko dar und erschwere Investitionsentscheidungen sowie die operative Planung erheblich.
https://www.bgl-ev.de/verkehrsverbaende-sehen-im-entlastungspaket-einen-ersten-schritt-mahnen-aber-weitere-massnahmen-an/
Deutsche Umwelthilfe e.V.: Steuersenkung auf Sprit und neues Autopaket: Deutsche Umwelthilfe warnt vor klimapolitischem Desaster und fordert Tempolimit sowie 29-Euro-Ticket (13.04.2026)
Berlin, 13.4.2026: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Beschlüsse des Koalitionsausschusses, die Steuer auf Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter zu senken. Zudem greift die Bundesregierung erneut das Verbrenner-Aus an und fordert unter anderem, Plug-in-Hybride mit PS-starken Verbrennungsmotoren auch zukünftig schönzurechnen.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch:
„Eine niedrigere Steuer auf Benzin und Diesel subventioniert das Schaufahren gegen den Klimaschutz mit spritdurstigen Fahrzeugen noch weiter – und spart keinen einzigen Liter Sprit. Wir müssen unsere Abhängigkeit von Ölimporten endlich senken und das funktioniert am besten, indem wir den Verbrauch reduzieren. Ein Tempolimit spart bis zu 4,7 Milliarden Liter Sprit und Millionen Euro bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wir fordern deshalb ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und 30 km/h innerorts. Wovon Menschen mit geringem Einkommen am meisten profitieren, wäre ein attraktiver und bezahlbarer öffentlicher Nahverkehr. Anstatt Milliarden in die weitere Subventionierung von Sprit zu stecken, sollte die Bundesregierung Geld in einen bezahlbaren, zuverlässigen Nahverkehr investieren. Wir fordern, den Preis für das Deutschlandticket für mindestens 12 Monate auf 29 Euro zu senken. Die Abkehr vom Verbrenner-Aus ist angesichts der aktuellen Ölkrise besonders absurd: So sollen klimaschädliche Plug-in-Hybride mit mehreren hundert PS starken Verbrennungsmotoren schöngerechnet werden. Das wäre ein klimapolitisches Desaster.“
https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/steuersenkung-auf-sprit-und-neues-autopaket-deutsche-umwelthilfe-warnt-vor-klimapolitischem-desaste/
VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.: VCD zur Senkung der Spritsteuer: Teurer Deal zulasten von Steuerzahlern und Klima (13.04.2026)
Die Ergebnisse des Koalitionsausschusses zu Entlastungsmaßnahmen angesichts hoher Spritpreise kommentiert Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclubs VCD:
„Statt den ÖPNV zu stärken und gezielt diejenigen zu entlasten, die besonders unter den hohen Spritpreisen leiden, setzt die Regierung erneut auf das Gießkannenprinzip und verbilligt Benzin und Diesel für alle. Menschen ohne Auto gehen leer aus.
Das ist teuer und bringt wenig: Durch die Absenkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter entgehen dem Staat im geplanten Zeitraum von zwei Monaten rund 1,3 Milliarden Euro – etwa so viel wie der Bundesanteil am Deutschlandticket. Gleichzeitig ist die Entlastung für Einzelne gering: Im Schnitt sparen Autofahrende gerade einmal rund 25 Euro.
Denn: Deutsche fahren im Durchschnitt etwa 12.000 Kilometer im Jahr. Bei einem Verbrauch von 7,4 Litern pro 100 Kilometer entspricht das rund 888 Litern jährlich – auf zwei Monate gerechnet fällt die Ersparnis entsprechend niedrig aus.
https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-zur-senkung-der-spritsteuer-teurer-deal-zulasten-von-steuerzahlern-und-klima
Greenpeace e. V.: Greenpeace zu den Ergebnissen des Koalitionsgipfels am Wochenende (13. April 2026)
Berlin, 13. April 2026 - Die Bundesregierung will Haushalte durch eine auf zwei Monate begrenzte Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter entlasten. Die Steuerausfälle werden auf 1,6 Milliarden Euro geschätzt. Für Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace, setzen die Beschlüsse gegensätzliche Signale und falsche Prioritäten:
"Die Regierung von Friedrich Merz begegnet einer fossilen Krise mit fossilen Antworten. Zwar leiden unter den hohen Spritpreisen viele auf das Auto angewiesene Pendler:innen mit niedrigen Einkommen. Doch die pauschale Senkung der Energiesteuer auf Sprit ist teuer, sozial ungerecht und verschenkt die Chance, aus der Abhängigkeit zu kommen. Die Senkung der Energiesteuer begünstigt besonders die großen Spritschlucker und hält Menschen länger in der fossilen Falle, statt energiesparende Alternativen wie Bus, Bahn und Elektroautos zu stärken." - Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace,
https://presseportal.greenpeace.de/264229-greenpeace-zu-den-ergebnissen-des-koalitionsgipfels-am-wochenende/
Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA): VDA-Kommentierung zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses - VDA-Präsidentin Hildegard Müller: (13. April 2026)
„Es ist wichtig und für die in Brüssel anstehenden Verhandlungen zeitkritisch, dass die Bundesregierung sich in ihrem Koalitionsausschuss auf eine gemeinsame Position zum EU Automotive Package geeinigt hat.
Die Aussetzung der Verschärfung des Utility-Faktors und die Anerkennung von Null-Emissionsfahrzeugen, ausschließlich betankt mit erneuerbaren Kraftstoffen, sind richtige und entscheidende Positionen für die Verhandlungen in Brüssel. Offene Fragen gibt es noch zu den grundsätzlich ebenfalls richtigen Flexibilitätsinstrumenten 2030 und 2035. Problematisch bleibt die beabsichtigte Kompensation der Mehremissionen oberhalb von 90 Prozent durch grünen Stahl.
Die Bundesregierung hat erkannt, dass diese Kurskorrekturen notwendig sind, um Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze zu sichern und die Klimaziele zu erfüllen.
https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2026/260413_VDA-Kommentierung_Koalitionspapier
Bundesverband Paket- und Expresslogistik e. V. (BPEX): Statement des BPEX-Vorsitzenden Marten Bosselmann - „Kraftstoffsteuer-Senkung ist ein wichtiges Signal – reicht aber nicht aus“ (13.04.2026)
Zu den aktuellen Plänen der Bundesregierung, die Energiesteuer auf Kraftstoffe temporär um 17 Cent pro Liter zu senken, äußert sich der Vorsitzende des Bundesverbandes Paket- und Expresslogistik (BPEX), Marten Bosselmann, wie folgt:
„Die angekündigte Senkung der Kraftstoffsteuer ist ein wichtiges Signal und zeigt, dass der Druck aus der Transport- und Logistikbranche bei der Bundesregierung angekommen ist. Dass nun gehandelt wird, begrüßen wir ausdrücklich. Gemeinsam mit weiteren Verbänden des Verkehrsgewerbes haben wir am vergangenen Samstag in einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz auf die dramatische Lage vieler Unternehmen hingewiesen und kurzfristige Entlastungen eingefordert.
Klar ist aber auch: Eine Entlastung von 17 Cent pro Liter über einen Zeitraum von zwei Monaten wird nicht ausreichen, um die strukturellen Belastungen für unsere Branche spürbar abzufedern. Die Unternehmen brauchen vor allem Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Die aktuelle Krise ist tiefgreifend. Steigende Energie- und Betriebskosten setzen viele Betriebe massiv unter Druck und gefährden zunehmend die Stabilität der Versorgungsketten in Deutschland.
https://www.bpex-ev.de/presse/meldung/statement-kraftstoffsteuer-senkung.html
Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK): Entlastungen sind richtig und überfällig (13.04.2026)
Zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses sagt DIHK-Präsident Peter Adrian
„„Die von der Koalition beschlossenen Maßnahmen zur Entlastung bei den Energiekosten sind richtig und überfällig - als erste richtige Entlastungsschritte. Sie reichen jedoch nicht aus, um die aktuelle Krise zu bewältigen und die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Entscheidend ist jetzt, dass die verkündeten Notmaßnahmen schnell Gesetz werden und zügig durch weitere konsequente Reformen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts ergänzt werden.
Im Einzelnen: Die befristete Senkung der Energiesteuer, wie sie die DIHK seit Wochen fordert, bringt dringend notwendige Entlastung für Unternehmen, Pendler und das Transportgewerbe, ohne durch Preisdeckelungen in den Markt einzugreifen. Voraussetzung ist, dass diese Entlastung schnell, verlässlich und unbürokratisch wirkt. Zusätzliche Eingriffe wie Kartellrechtsverschärfungen oder Abschöpfungsmechanismen sind dagegen nicht zielführend, da sie neue Bürokratie schaffen und Marktverwerfungen riskieren.
Wichtig ist, auch die Energiesteuer auf Gas zu senken. Die massiv gestiegenen Gaspreise wirken zeitverzögert, aber umso stärker auf Verbraucher und Betriebe. Je länger die Krise andauert, desto mehr Lieferverträge müssen zu deutlich höheren Preisen abgeschlossen werden. Das trifft insbesondere den industriellen Mittelstand, der bereits erheblich unter Druck steht. Hier sind schnelle und dauerhafte Entlastungen nötig. Gleiches gilt für die weiterhin hohen Strompreise. Die Bundesregierung sollte die versprochene Stromsteuersenkung endlich für alle umsetzen. Positiv ist, dass anerkannt wird, dass heimische Gasvorkommen künftig einen stärkeren Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten können.
https://www.dihk.de/de/newsroom/entlastungen-sind-richtig-und-ueberfaellig-176262
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