Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR): Verkehrsgerichtstag beendet: DVR fordert von Bund und Ländern jetzt Taten statt Worte (30.01.2026)
Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) ist heute in Goslar zu Ende gegangen. Unter dem Leitgedanken der Vision Zero – dem Ziel eines Straßenverkehrs ohne Getötete und ohne Schwerverletzte – hatte der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) vorab klare Forderungen formuliert und diese aktiv während des VGT vertreten.
VGT greift Forderungen des DVR auf
Verschiedene Forderungen des DVR fanden Eingang in die Empfehlungen des VGT. Jetzt sieht der DVR Bundesverkehrsminister Schnieder und die Landesregierungen am Zug. Stefan Grieger, Hauptgeschäftsführer des DVR, sagt: „Der Verkehrsgerichtstag hat geliefert. Jetzt muss die Politik umsetzen. Worte retten keine Leben – nur entschlossene Maßnahmen tun das.
“1. Ergebnisse des VGT-Arbeitskreises ›Überhöhte Anforderungen bei der Führerscheinprüfung?‹
Qualität vor Kosteneinsparungen
Der DVR begrüßt, dass der VGT im Arbeitskreis ›Überhöhte Anforderungen bei der Führerscheinprüfung?‹ im Sinne der Vision Zero klarstellte: Beim Fahrerlaubniserwerb hat die Ausbildungsqualität Vorrang vor Kosteneinsparungen.
https://www.dvr.de/presse/taten-statt-worte
Deutsche Verkehrswacht e.V.: Alkoholunfälle im Radverkehr: Deutsche Verkehrswacht begrüßt Empfehlung des Verkehrsgerichtstages nach Promillegrenze für Radfahrende (30. Januar 2026)
Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag hat sich für die Einführung einer Ordnungswidrigkeit für alkoholisierte Radfahrende ausgesprochen. Demnach soll es ab 1,1 Promille Alkohol ein Bußgeld von 250 Euro geben. Bei mehrmaligem Verstoß kann wie bei Kraftfahrzeugen auch eine Fahreignungsuntersuchung angeordnet werden.
Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht: „Es sind immer noch viele Menschen der Auffassung, dass betrunken Fahrradfahren nicht gefährlich ist oder sogar erlaubt sei. Beides ist falsch. Mit einer Promillegrenze können wir hier ein Umdenken anstoßen und die Unfallzahlen reduzieren. Denn am besten ist es immer noch, alkoholisiert gar nicht selbst zu fahren.“
https://www.verkehrswacht.de/alkoholunfaelle-im-radverkehr-deutsche-verkehrswacht-begruesst-empfehlung-des-verkehrsgerichtstages-nach-promillegrenze-fuer-radfahrende/
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.: ADFC-Kommentar zum Ende des Verkehrsgerichtstag 2026 (30. Januar 2026)
Vor dem Verkehrsgerichtstag hat der weltgrößte Fahrradclub ADFC klare Forderungen zur Verbesserung der Sicherheit von Radfahrenden formuliert. Jetzt geht der Verkehrsgerichtstag zu Ende. Der ADFC kommentiert die Ergebnisse.
Heute geht der Verkehrsgerichtstag 2026 mit einer Empfehlung für einen zusätzlichen Alkoholgefahrengrenzwert für Radfahrende zu Ende. Außerdem hat sich der Präsident des Verkehrsgerichtstages für eine geänderte Haftung bei Fahrradunfällen ausgesprochen. Der ADFC kommentiert die Ergebnisse und Debattenbeiträge.
ADFC-Bundesgeschäftsführerin Dr. Caroline Lodemann sagt:
„Für mehr Sicherheit des Radverkehrs muss in erster Linie die Radinfrastruktur verbessert werden. Mangelhafte Radwege, unsichere Kreuzungen und zu hohes Verkehrstempo sind in vielen Fällen ursächlich für Unfälle – nicht die persönliche Schutzausrüstung der Radfahrenden. Den auf dem Verkehrsgerichtstag debattierten zusätzlichen Alkoholgefahrengrenzwert für den Radverkehr unterstützen wir zur Vermeidung von Unfällen. Bei der Verschiebung von Haftungsfragen gehen wir nicht mit. Beim Thema Fahrradhelm setzen Bundesverkehrsministerium und Fachwelt bewusst auf Freiwilligkeit. Der Verzicht auf den Helm darf daher keine haftungsrechtlichen Konsequenzen haben.“
https://www.adfc.de/pressemitteilung/adfc-kommentar-zum-verkehrsgerichtstag-2026
TÜV-Verband e. V.: Verkehrsgerichtstag 2026 stärkt Qualität in der Fahrausbildung (30. Januar 2026)
Der Verkehrsgerichtstag 2026 setzt wichtige Impulse für eine moderne und qualitativ hochwertige Fahrausbildung. Der TÜV-Verband begrüßt die Stärkung von Lernfortschritt und verbindlichen Qualitätsstandards, sieht bei der Transparenz der Ausbildungs- und Kostenstrukturen sowie bei der Einbindung moderner Ausbildungsformen jedoch weiterhin Nachholbedarf.
Berlin, 30. Januar 2026 – Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag geht heute zu Ende. Die verabschiedeten Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Fahrausbildung setzen aus Sicht des TÜV-Verbands wichtige Leitlinien für Qualität und Lernfortschritt, bleiben bei der Transparenz und der konsequenten Einbindung moderner Ausbildungsformen aber hinter ihren Möglichkeiten zurück. Fani Zaneta, Referentin für Fahrerlaubnis, Fahreignung und Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband, ordnet die Ergebnisse ein:
Lernstandskontrollen als Schlüssel für bessere Ausbildung
https://www.tuev-verband.de/pressemitteilungen/verkehrsgerichtstag-2026-staerkt-qualitaet-in-der-fahrausbildung
ACE Auto Club Europa e.V.: 64. Deutscher Verkehrsgerichtstag: ACE sieht zentrale Forderungen zur Verkehrssicherheit in Empfehlungen bestätigt (30.01.2026)
ACE begrüßt Empfehlung zu Bußgeld-Grenzwert von 1,1 Promille für Fahrräder und Pedelecs
ACE-Forderung nach Mobilitätszuschuss für Jugendliche für günstigeren Führerschein aufgegriffen
Wichtige Impulse für gezieltere und modernere Erfassung von Unfalldaten gesetzt
Berlin (ACE) – Der ACE Auto Club Europa bewertet die Empfehlungen der drei Arbeitskreise „Alkoholisiert auf Fahrrädern und Pedelecs“, „Überhöhte Anforderungen bei der Führerscheinprüfung?“ und „Mehr Verkehrssicherheit durch aussagekräftigere Unfalldaten“ des 64. Deutschen Verkehrsgerichtstages überwiegend positiv. Viele der beschlossenen Punkte greifen zentrale ACE-Forderungen auf. „Der Verkehrsgerichtstag setzt auch in diesem Jahr mit seinen Empfehlungen wichtige Impulse für mehr Verkehrssicherheit – und zeigt, dass praxistaugliche Lösungen möglich sind, wenn Prävention und Verhältnismäßigkeit zusammengedacht werden“, sagt der ACE-Vorsitzende Sven-Peter Rudolph. Grundlage der Bewertung sind die im Vorfeld veröffentlichten Positionen des ACE.
https://presse.ace.de/pressemitteilungen/presse-detail/news/64-deutscher-verkehrsgerichtstag-ace-sieht-zentrale-forderungen-zur-verkehrssicherheit-in-empfehlu/
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Kategorie(n): Gesundheit & Umwelt