Pressemitteilungen und Statements zum DB-Sicherheitsgipfel

Sicherheitsgipfel: Bodycams für alle DB-Mitarbeitenden und Start für Aktionsplan / Sicherheitsgipfel: EVG setzt Ausweitung von Bodycams durch – Politik kneift bei Doppelbesetzung / „Keine Ausreden mehr“: EVG fordert sofortige Maßnahmen für mehr Sicherheit / Bahnfahren muss sicher sein / VDV-Präsident Ingo Wortmann zum heutigen Sicherheitsgipfel: / Sicherheit von Bahn-Beschäftigten: VCD fordert mehr Personal statt Technikoffensive

Deutsche Bahn AG: Sicherheitsgipfel: Bodycams für alle DB-Mitarbeitenden und Start für Aktionsplan (13. Februar 2026, 12:45 Uhr )
Bund, Länder, Gewerkschaften und Verkehrsbranche bringen gemeinsamen Aktionsplan auf den Weg • DB stattet alle Mitarbeitenden im Nah- und Fernverkehr und in Bahnhöfen mit Bodycams aus • 2025 gab es mehr als 3.000 körperliche Übergriffe auf DB-Mitarbeitende • Anstieg von 37 Prozent in zehn Jahren
Elf Tage nach dem brutalen und tödlichen Angriff auf den DB-Mitarbeiter Serkan Çalar in einem Regionalzug haben sich Spitzenvertreter von Bund, Ländern, Arbeitnehmervertretern und der Verkehrsbranche auf Handlungsfelder für einen gemeinsamen „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ verständigt. Zu dem Sicherheitsgipfel hatte die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla eingeladen.
Die DB selbst wird kurzfristig folgende Maßnahmen umsetzen: 
2026 bekommen alle Mitarbeitenden mit Kundenkontakt im Nahverkehr, Fernverkehr und an den Bahnhöfen Bodycams zur Verfügung gestellt; die Nutzung soll freiwillig sein.
Die DB setzt 200 zusätzliche Kräfte der DB Sicherheit auf Bahnhöfen ein.
Die persönliche Schutzausrüstung von DB-Mitarbeitenden wird verbessert.
DB-Mitarbeitende werden noch mehr in Verhaltens- und Deeskalationstrainings geschult.
Damit DB-Mitarbeitende im Ernstfall schneller Hilfe bekommen, wird ihr schon vorhandener Hilferufknopf („Prio-Ruf“) weiter ausgerollt und auch weiterentwickelt.
Die DB führt in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei regionale Sicherheitswerkstätten durch, um Sicherheitskonzepte vor Ort anzupassen.
Bei DB Regio gilt bei der Ticketkontrolle das Prinzip Eigensicherung vor Prüfung. Ab 1. März 2026 liegt es im Ermessen des Kontrollpersonals, ob ein Fahrgast bei der Ticketkontrolle einen Ausweis vorzeigen muss.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Sicherheitsgipfel-Bodycams-fuer-alle-DB-Mitarbeitenden-und-Start-fuer-Aktionsplan--13749034

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG): Sicherheitsgipfel: EVG setzt Ausweitung von Bodycams durch – Politik kneift bei Doppelbesetzung (13. Februar 2026)
Die Sicherheit der Beschäftigten im Bahnbereich ist für die EVG nicht verhandelbar. Beim Sicherheitsgipfel am Freitag bei der DB AG haben wir mit Nachdruck auf konkrete Sofortmaßnahmen gedrängt - und einen wichtigen Erfolg erzielt: Bodycams werden künftig für alle Kolleg:innen im Kundenkontakt eingesetzt.
Doch während bei den Bodycams Bewegung zu erkennen ist, verweigern sich Bund und Länder weiterhin der dringend notwendigen Finanzierung einer flächendeckenden Doppelbesetzung. Statt Lösungsbereitschaft gab es vor allem Verweise auf leere Kassen - für uns völlig inakzeptabel.
https://www.evg-online.org/meldungen/details/news/13448/

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG): „Keine Ausreden mehr“: EVG fordert sofortige Maßnahmen für mehr Sicherheit (13. Februar 2026)
Mit eindringlichen Worten hat der EVG‑Vorsitzende Martin Burkert auf dem Sicherheitsgipfel am Freitag bei der DB AG entschlossenes politisches Handeln gefordert. Nur so kann die Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Verkehr deutlich verbessert werden. Anlass war der gewaltsame Tod des Kollegen Serkan Çalar, der bundesweit für Bestürzung gesorgt hat.
„185.000 Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, Busfahrerinnen und Busfahrer sind seit dem 4. Februar geschockt und in tiefer Trauer“, so Burkert. Aus dieser Trauer sei jedoch Wut geworden - Wut darüber, dass „Warnsignale seit Jahren ignoriert werden“ und Gewalt im öffentlichen Verkehr „längst zum Alltag geworden ist und niemand ernsthaft handelt“.
https://www.evg-online.org/meldungen/details/news/13445/

Bundesverband SchienenNahverkehr e. V.: Bahnfahren muss sicher sein (13. Februar 2026)
Verkehrsunternehmen und SPNV-Aufgabenträger befürworten die Initiative der Deutschen Bahn zum „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ und werden sie tatkräftig unterstützen. Sie weisen aber darauf hin, dass konkrete und realistische Maßnahmen auskömmlich finanziert werden müssen.
Wie in anderen Bereichen, ist auch bei der Eisenbahn seit Jahren abnehmender Respekt gegenüber dem Zugpersonal und Mitreisenden zu beobachten; Beleidigungen und Gewalttaten nehmen kontinuierlich zu. Der Verrohung des Umgangstons folgen zunehmend körperliche Angriffe. Am 3. Februar 2026 wurde der Zugbegleiter Serkan C. in einem Regionalexpress brutal und gewalttätig attackiert. Er erlag seinen schweren Verletzungen. Unser Beileid und unsere Gedanken sind bei ihm, seiner Familie und Freunden, sowie seinen Kolleginnen und Kollegen.
https://www.schienennahverkehr.de/bahnfahren-muss-sicher-sein/

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV): VDV-Präsident Ingo Wortmann zum heutigen Sicherheitsgipfel:  (13.02.2026)
„Die Maßnahmen, die wir als Branche bislang ergriffen haben, reichen offenkundig nicht aus.“
„Seit Jahren stellen wir eine Zunahme von Übergriffen auf Beschäftigte und Fahrgäste fest – und zwar im gesamten ÖPNV. Deshalb müssen wir das Thema ganzheitlich betrachten. Die Maßnahmen, die wir bislang mit großen Anstrengungen ergriffen haben, reichen offenkundig nicht aus. Wir müssen deshalb auch die Ursachen für die zunehmende Gewalt stärker in den Blick nehmen. Heute wurden dazu erste wichtige Impulse gegeben und der gemeinsame Austausch der verantwortlichen Akteure war gut und wichtig. Das Ganze ist allerdings ein Prozess, der mit dem heutigen Termin erst seinen Anfang nimmt. Wir brauchen einen kontinuierlichen Austausch der beteiligten Institutionen, um vereinbarte Maßnahmen dauerhaft zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Der VDV steht bereit, seine fachliche Expertise in diesen Prozess einzubringen.
Wir engagieren uns als Branchenverband seit Langem aktiv bei diesem Thema. Aus unserer Sicht ist Sicherheit ein Versprechen an Fahrgäste und Beschäftigte, das es einzulösen gilt. In unserem Fachausschuss Security haben wir bereits vor zwei Jahren eine Neupositionierung mit Maßnahmen zur Verbesserung der Situation angestoßen.
https://www.vdv.de/presse.aspx?id=01d65744-debd-4fae-bcfd-de8bef55a177&mode=detail&coriander=V3_abf843bb-523e-4291-e5a2-57637e8e787e

VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.: Sicherheit von Bahn-Beschäftigten: VCD fordert mehr Personal statt Technikoffensive (13.02.2026)
Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz wird beim heutigen DB-Sicherheitsgipfel über wirksame Maßnahmen beraten. Der VCD appelliert: Es braucht dauerhaft wirksame Lösungen. Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende, kommentiert: 
„Die tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter ist zutiefst erschütternd. Wer täglich für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr sorgt, muss bestmöglich geschützt werden. Bodycams auf freiwilliger Basis können unterstützen – sie ersetzen jedoch keine sichtbare Präsenz von ausreichend qualifiziertem Personal. Wer Sicherheit will, muss vor allem in Menschen investieren: in mehr Personal, gute Schulung, Prävention und eine verlässliche Finanzierung. Technik allein schafft keine Sicherheit.“
https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/sicherheit-von-bahn-beschaeftigten-vcd-fordert-mehr-personal-statt-technikoffensive

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Quellen: die oben genannten Quellen

Stichwörter: Pressemitteilungen und Statements zum DB-Sicherheitsgipfel, Sicherheitsgipfel, Bodycams, DB-Mitarbeitende, Aktionsplan, Kundenkontakt, Nahverkehr, Fernverkehr, Bahnhöfen, 200 zusätzliche Kräfte der DB Sicherheit, Schutzausrüstung, Verhaltens- und Deeskalationstrainings, Hilferufknopf („Prio-Ruf“)

Kategorie(n): Gesundheit & Umwelt