Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWE: Zitat von Bundeswirtschaftsministerin Reiche zur heutigen Empfehlung der Mindestlohnkommission (27.06.2025)
Bundeswirtschaftsministerin Reiche: „Die einvernehmliche Einigung der Mindestlohnkommission ist ein gutes Signal: Löhne gehören in unserer sozialen Marktwirtschaft in die Hand der Tarifparteien. Deshalb bekennt sich der Koalitionsvertrag auch klar zur Unabhängigkeit der Mindestlohnkommission.“
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2025/20250627-zitat-ministerin-reiche-empfehlung-der-mindestlohnkommission.html
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SN): Wirtschaftsminister Dirk Panter zur Empfehlung der Mindestlohnkommission (27.06.2025)
»Wir haben jetzt eine Empfehlung der Mindestlohnkommission, wonach die Lohnuntergrenze in 2026 bei 13,90 Euro liegen und in 2027 auf 14,60 Euro steigen soll. In der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage zeigen die Tarifparteien damit das nötige Augenmaß.
Die Erhöhung ist spürbar – für alle Seiten. Ist der Mindestlohn zu niedrig, erfüllt er seine Schutzfunktion gegen Lohndumping nicht und verwehrt den Menschen die Chance, mit ihrer Arbeit einen angemessenen Lebensstandard zu erreichen und im Alter eine vernünftige Rente zu erhalten. Ist er zu hoch, gefährdet er Arbeitsplätze und schmälert die Chancen von Menschen mit geringer oder keiner beruflichen Qualifikation, einen Job zu finden. Mit ihrer heutigen Entscheidung hat die Mindestlohnkommission beide Seiten berücksichtigt.
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1088558
Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV): Logistikverbände BPEX, BGL, BWVL, AMÖ und DSLV zum Mindestlohn-Beschluss: Mindestlohnanstieg belastet die Logistikbranche (27.06.2025)
Mit dem heute veröffentlichten Beschluss der paritätischen Kom-mission zur Anhebung des Mindestlohns auf 13,90 Euro ab dem 1. Januar 2026 und auf 14,60 Euro ab dem 1. Januar 2027 kommen die nächsten großen Kostensprünge auf die Unternehmen des Logistiksektors zu, so die gemeinsame Einschätzung des Bundesver-bands Paket- und Expresslogistik (BPEX), des Bundesverband Gü-terkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), des BWVL BUNDES-VERBAND FÜR EIGENLOGISTIK & VERLADER, des Bundesverbands Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik.
Damit steigt der Mindestlohn bis 2027 im Vergleich zu heute um weitere 13,89 Prozent und entkoppelt sich zunehmend von der Produktivität in den Unternehmen. Angesichts der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Lage wird es für viele Unternehmen der Logistikbranche äußerst herausfordernd, einen höheren Mindestlohn zu erwirtschaften.
https://www.dslv.org/de/aktuelles/meldung/mindestlohnanstieg-belastet-die-logistikbranche
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di): Entscheidung der Mindestlohnkommission: Statement der stellv. ver.di-Vorsitzenden Andrea Kocsis (27.06.2025)
Zur Entscheidung der Mindestlohnkommission erklärt Andrea Kocsis, stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Mitglied der Mindestlohnkommission:
„Nach extrem harten und schwierigen Verhandlungen hat die Vorsitzende der Mindestlohnkommission am Ende einen Vermittlungsvorschlag vorgelegt, dem wir zugestimmt haben. Auch wenn es nicht die 15 Euro geworden sind, ist es doch eine erhebliche finanzielle Verbesserung für die Beschäftigten im Niedriglohnsektor.“
https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++0642d364-5330-11f0-9130-6d3879d2a807
Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) e. V.: Mindestlohnkommission hält politischem Druck stand (27.06.2025)
„Das war alles andere als ein leichter Beschluss. Die Empfehlung der Mindestlohnkommission zur zweistufigen Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro in 2026 und 14,60 Euro in 2027 ist ein extrem harter Kompromiss. Die Erhöhung ist im dritten Jahr der Wirtschaftskrise für den Großhandel eine große Herausforderung und wird viele kleine und mittlere Unternehmen an die Grenze der Belastbarkeit führen. Schon jetzt erreicht die Zahl der Insolvenzen in Deutschland einen Höchststand. Der Beschluss ist kein Sieg für die Tarifautonomie, denn die Kommission greift offensichtlich auf politischen Druck hin vereinzelt in Tarifverträge ein. Angesichts der im Raum stehenden Forderung nach 15 Euro konnte zumindest Schlimmeres verhindert werden. Der Druck auf die Arbeitskosten bleibt aber enorm hoch. Mit der ständigen und völlig überzogenen politischen Einmischung einiger Parteien in die Tarifautonomie muss jetzt endlich Schluss ein."
https://bga.de/presse/pressemitteilung/mindestlohnkommission-haelt-politischem-druck-stand/
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