Mitteldeutsche Flughäfen AG: Informationen zur Drohnensichtung am 05.08.2026 auf dem Flughafen Leipzig/Halle (06.08.2026)
In der Nacht zum 5. August 2026 wurde der Flugbetrieb am Flughafen Leipzig/Halle um 00:05 Uhr aufgrund einer Drohnensichtung eingestellt.
Ab 01:55 Uhr konnte der Flugbetrieb zunächst über die nördliche Start- und Landebahn wieder aufgenommen werden. Der Flugverkehr für Passagiere ist seitdem nicht beeinträchtigt. Die südliche Start- und Landebahn wurde zudem am 5. August 2026 um 18:46 Uhr wieder freigegeben. Seitdem läuft der Flugbetrieb am Flughafen Leipzig/Halle wieder ohne Einschränkungen.
Zum Schutz des Luftverkehrs setzt der Flughafen bei Drohnensichtungen die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen um. Die Abwehr unbefugt betriebener Drohnen sowie die straf- und ordnungsrechtliche Verfolgung möglicher Verstöße obliegen den zuständigen Behörden. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen führen die Ermittlungen in diesem Fall. Die Mitteldeutsche Flughafen AG arbeitet seit Beginn des Vorfalls eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen und unterstützt deren Ermittlungen umfassend.
Von der Einstellung des Flugbetriebs war der Passagierverkehr aufgrund der geltenden Nachtflugbeschränkungen mit Ausnahme einer verspäteten Maschine der Airline Marabu nicht betroffen. Das Flugzeug wurde nach Nürnberg umgeleitet.
https://www.mdf-ag.com/presse/news/details/informationen-zur-drohnensichtung-am-05082026-auf-dem-flughafen-leipzig-halle/
ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e. V.: Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig zeigt Handlungsbedarf auch für Seehäfen (6. August 2026)
Regelungen zur Drohnenabwehr bestehen den Praxistest noch nicht – Kritische Infrastruktur braucht wirksamen Schutz
Hamburg/Berlin, 6. August 2026 – Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) sieht sich durch den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig in seiner Forderung nach einer weiteren Stärkung der Drohnenabwehr bestätigt. Aus Sicht der deutschen Seehäfen zeigt der Vorfall, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen trotz wichtiger Fortschritte den Realitätstest noch nicht bestehen.
„Die Rechtslage hat sich in den vergangenen beiden Jahren deutlich verbessert. Der aktuelle Vorfall zeigt jedoch, dass zwischen der Erkennung einer Drohne und ihrer tatsächlichen Abwehr weiterhin eine sicherheitsrelevante Lücke besteht“, erklärt ZDS-Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger.
Gerade kritische Infrastrukturen wie Seehäfen stehen zunehmend im Fokus hybrider Bedrohungen. Moderne Sensorik ermöglicht es den Hafenbetreibern heute, Drohnen frühzeitig zu erkennen, ihren Flug zu verfolgen und Sicherheitsbehörden zu alarmieren. Eine eigenständige aktive Abwehr – etwa durch Störung, Übernahme oder Neutralisierung einer Drohne – ist ihnen jedoch nicht erlaubt.
https://zds-seehaefen.de/2026/08/06/drohnenvorfall-am-flughafen-leipzig-zeigt-handlungsbedarf-auch-fuer-seehaefen/
Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.: Drohnen-Anschläge, Sabotage und Cyberattacken: Wirtschaft warnt vor hybriden Angriffen (06. August 2026)
• 9 von 10 Unternehmen halten ernsthafte Krise in Folge von hybriden Angriffen für wahrscheinlich
• Wintergerst: „Müssen die Resilienz von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft massiv erhöhen“
Berlin, 06. August 2026 – Am Leipziger Flughafen ist gestern ein geplanter Drohnen-Anschlag gescheitert, doch die deutsche Wirtschaft befürchtet erfolgreiche Angriffe dieser Art und entsprechende Folgen. 87 Prozent der Unternehmen halten es für wahrscheinlich, dass es in Deutschland zu einer ernsthaften Krise in Folge hybrider Angriffe kommt. Bei hybriden Auseinandersetzungen greifen staatliche Akteure, die oft im Verborgenen bleiben, mit Hilfe von klassischen analogen Mitteln oder Cyberattacken Wirtschaft, Verwaltung oder Infrastrukturen oder weitere Einrichtungen an. Die Angriffe können beispielsweise in Form von Brand- oder Sprengstoffanschlägen erfolgen, werden seit einigen Jahren aber zunehmend durch Cyberattacken oder eben auch mit Drohnen durchgeführt.
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Drohnen-Anschlaege-Sabotage-Cyberattacken-Wirtschaft-hybride-Angriffen
Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz: Schwickert: Leipzig bestätigt unseren Kurs bei der Drohnenabwehr (06.08.2026)
Der Fund einer mit Sprengstoff versehenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle macht deutlich, dass sich die Sicherheitslage im Luftraum grundlegend verändert hat. Im Rahmen einer gemeinsamen Besprechung informierte das Bundesministerium des Innern heute die Innenressorts der Länder über den aktuellen Sachstand und das weitere Vorgehen. Für Rheinland-Pfalz nahm Innenstaatssekretär Dirk Herber an der Lageunterrichtung teil. Die Erkenntnisse werden nun ausgewertet und fließen in die weitere Fortentwicklung der Drohnenabwehr in Rheinland-Pfalz ein.
„Die Bilder aus Leipzig sind eine Warnung für ganz Deutschland. Neue Bedrohungen verlangen neue Antworten. Rheinland-Pfalz hat früh gehandelt und seine Polizei auf diese Entwicklungen vorbereitet. Der Vorfall bestätigt unseren Kurs. Deshalb setzen wir diesen Weg konsequent fort und investieren weiter in moderne Technik, starke Partnerschaften und gut ausgebildete Einsatzkräfte“, sagte Innenminister Achim Schwickert.
https://mdi.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/schwickert-leipzig-bestaetigt-unseren-kurs-bei-der-drohnenabwehr
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Kategorie(n): Logistische Infrastruktur