Pressemitteilungen zu den angekündigten Autozöllen der USA

Zölle und Handelskriege - Analysen, Simulationen und Kommentare rund um das Thema Zölle und Handelskriege. / US auto tariffs will hurt global automakers and US manufacturing at the same time / Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter zu den angekündigten Autozöllen der USA / Statement von Wirtschaftsminister Barke zu US-Zöllen auf Importautos / Außenhandel fordert harte Gegenmaßnahmen / VDA-Kommentierung zu geplanten US Zöllen auf importierte Autos / Regionale Divergenzen belasten Auslandsgeschäft

Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel): Zölle und Handelskriege - Analysen, Simulationen und Kommentare rund um das Thema Zölle und Handelskriege. (27.03.2025)
Die US-Regierung hat zusätzliche Zölle in Höhe von 25 % auf US-Automobilimporte angekündigt. Kurzfristig (~1 Jahr) wären vor allem Mexiko (-1,81 % reales BIP) und Kanada (-0,6 %) betroffen. Deutschland käme mit -0,18 % vergleichsweise glimpflich davon. Die Exportverluste halten sich insgesamt in Grenzen, da Autos häufig in der Nähe des Absatzmarkts produziert werden. In den USA steigen die Verbraucherpreise voraussichtlich um rund ein Prozent. Unsere Analyse geht zunächst von keiner Gegenreaktion aus.
https://www.ifw-kiel.de/de/themendossiers/zoelle-und-handelskriege/

Association des Constructeurs Européens d’Automobiles (ACEA): US auto tariffs will hurt global automakers and US manufacturing at the same time (27.03.2025)
The European Automobile Manufacturers’ Association (ACEA) is deeply concerned by the US President’s announcement of additional tariffs on our sector. It comes at a watershed moment for our industry’s transformation and as fierce international competition mounts. “European automakers have been investing in the US for decades, creating jobs, fostering economic growth in local communities, and generating massive tax revenue for the US government,” said ACEA Director General, Sigrid de Vries. “We urge President Trump to consider the negative impact of tariffs not only on global auto makers but on US domestic manufacturing as well. 
https://www.acea.auto/press-release/us-auto-tariffs-will-hurt-global-automakers-and-us-manufacturing-at-the-same-time/

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SN): Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter zu den angekündigten Autozöllen der USA (27.03.2025)
Die USA erheben künftig 25 Prozent zusätzliche Zölle auf alle Autos, die nicht in den USA gefertigt werden. Am 2. April 2025 treten sie in Kraft. Dazu der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Zölle schotten Märkte ab. Zölle schränken den Handel ein. Zölle verbrennen Geld und kosten Arbeitsplätze. Die heute von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle auf ausländische Automobil-Importe von 25 Prozent werden natürlich auch Auswirkungen auf Sachsen haben. Denn die Automobilindustrie, mit all ihren Herstellern und Zulieferern, ist mit 95.000 Beschäftigten die umsatzstärkste Branche im Freistaat.
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1085837

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr Saarland (SL): Statement von Wirtschaftsminister Barke zu US-Zöllen auf Importautos (27.03.2025)
Die US-Regierung erhebt künftig 25 Prozent zusätzliche Zölle auf alle Autos, die nicht in den USA gefertigt werden. „Und täglich grüßt das Murmeltier. Aber mit immer neuen Zöllen macht Trump seine Wirtschaft auch nicht wettbewerbsfähiger. Unternehmen brauchen Sicherheit und Planbarkeit. Trump stürzt sein eigenes Land gerade in die Rezession. Der Konsum ist in den USA bereits spürbar eingebrochen und die Unsicherheit an den Märkten nimmt zu. Zölle sind Gift für das Wachstum, sie sorgen für höhere Preise und gefährden Beschäftigung und Wertschöpfung. Die einzige richtige Antwort auf Trumps Gebaren ist das entschlossene und entschiedene Auftreten Europas. Wir müssen unsere Wirtschaft sturmfest machen und durch Verhandlungen mit den USA weiteren Schaden für die Weltwirtschaft abwenden. Deshalb hat sich der Bundesrat vergangene Woche auf Initiative des Saarlandes auch klar für Schutzmaßnahmen für die deutsche und europäische Wirtschaft ausgesprochen. Wir brauchen jetzt einen Pakt der Mitte für die Zukunft der Automobil- und Zuliefererindustrie. Es geht um neue wirtschaftliche Dynamik durch Kaufanreize für E-Autos aber auch faire Übergangslösungen für saubere Hybride.“
https://www.saarland.de/mwide/DE/aktuelles/aktuelle-meldungen/2025/03/27_statement_barke

Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) e. V.: Außenhandel fordert harte Gegenmaßnahmen (27.03.2025)
„Donald Trump hat diesen Handelskrieg einseitig und auf Basis falscher Behauptungen begonnen. Für den deutschen Außenhandel sind offene Grenzen, der freie Handel und die transatlantische Partnerschaft Teil unseres Glaubensbekenntnisses. Wir sind auch weiterhin von der Notwendigkeit einer gemeinsamen Lösung am Verhandlungstisch überzeugt. Aber wir können dieses einseitige, regelwidrige Verhalten nicht unbeantwortet lassen. Ich fordere die Europäische Union zu klaren Gegenmaßnahmen auf. Diese sollten auch eine Reaktion auf die marktbeherrschende und übermächtige Rolle amerikanischer Digitalkonzerne in Europa beinhalten“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen zu Präsident Trumps Ankündigungen von Autozöllen.
https://bga.de/presse/pressemitteilung/aussenhandel-fordert-harte-gegenmassnahmen/

Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA): VDA-Kommentierung zu geplanten US Zöllen auf importierte Autos (27.03.2025)
VDA-Präsidentin Hildegard Müller: „Die angekündigten zusätzlichen US-Zölle in Höhe von 25% auf alle Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, die nicht in den USA hergestellt werden, sind ein fatales Signal für den freien und regelbasierten Handel. Die Zölle, die ab dem 3. April in Kraft treten sollen, stellen eine erhebliche Belastung sowohl für die Unternehmen als auch die eng verwobenen globalen Lieferketten der Automobilindustrie dar – mit negativen Folgen vor allem für die Verbraucherinnen und Verbraucher – gerade in den USA.
https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2025/250326_US_Autozoelle

Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK): Regionale Divergenzen belasten Auslandsgeschäft (27.03.2025)
Umfrage "Going International" zeigt: USA wird zur Problemregion - Der Welthandel befindet sich in einem grundlegenden Umbruch, der sich spürbar auf deutsche Unternehmen auswirkt. Für ihre aktuelle Erhebung "Going International 2025" hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) knapp 2.600 auslandsaktive Betriebe mit Sitz in Deutschland zu ihren internationalen Geschäften befragt. Die Erhebung verdeutlicht: Höhere Zölle, Gegenzölle, verschärfte Zertifizierungsanforderungen und neue Regulierungen setzen die Unternehmen unter Druck. Eine Mehrheit der Betriebe hat in den vergangenen Wochen und Monaten bei ihren internationalen Geschäften eine deutliche Zunahme von Handelshemmnissen festgestellt. Der erhoffte Exportaufschwung wird infolgedessen unterdrückt: Die Geschäftsperspektiven verbessern sich leicht, bleiben aber dennoch im negativen Bereich.
https://www.dihk.de/de/themen-und-positionen/internationales/going-2025-130016

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Quellen: die oben genannten Quellen

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur