Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Berichtsmonat Februar 2026 (08.04.2026)
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts1 legten die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2026 leicht zu: Das Ordervolumen stieg preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent. Im Januar war es noch zu einem deutlichen Einbruch um 11,1 Prozent gekommen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich expandierten die Bestellungen um 2,0 Prozent. Auch im Verhältnis zum Vorjahresmonat ergibt sich eine arbeitstäglich bereinigte Steigerung um 3,5 Prozent.
Ausschlaggebend für das Auftragsplus im Februar im Vormonatsvergleich war eine gestiegene Nachfrage aus dem Ausland (+4,7 Prozent). Die inländischen Ordereingänge waren dagegen erneut rückläufig (-4,4 Prozent). Die Entwicklung der inländischen Bestellungen war in den vergangenen Monaten aufgrund von umfangreichen Großaufträgen im zweiten Halbjahr 2025 im Zusammenhang mit öffentlichen Investitions- und Beschaffungsvorhaben starken Schwankungen unterworfen. Bereinigt um diesen Effekt sind die Auftragseingänge aus dem Inland im Februar um 2,5 Prozent gestiegen. Für die Auftragseingänge insgesamt fällt der um Großaufträge bereinigte Zuwachs mit +3,5 Prozent noch deutlicher aus.
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Verarbeitendes-Gewerbe/2026/20260408-entwicklung-der-auftragseingaenge-im-verarbeitenden-gewerbe-berichtsmonat-februar.html
Statistisches Bundesamt (Destatis): Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2026: +0,9 % zum Vormonat - Auftragseingang ohne Großaufträge: +3,5 % (8. April 2026)
Pressemitteilung Nr. 118 vom 8. April 2026
Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe
Februar 2026 (real, vorläufig):
• +0,9 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
• +3,5 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Januar 2026 (real, revidiert):
• -11,1 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
• +0,3 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
WIESBADEN – Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 3,5 % höher als im Vormonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von Dezember 2025 bis Februar 2026 um 2,0 % höher als in den drei Monaten zuvor, ohne Großaufträge sank er im gleichen Zeitraum um 0,8 %. Im Januar 2026 fiel der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber Dezember 2025 um 11,1 %; damit wurde das vorläufige Ergebnis bestätigt.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_118_421.html
Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK): Auftragseingänge bleiben schwach (08.04.2026)
DIHK-Konjunkturexperte Jupp Zenzen zu den Auftragseingängen im Februar 2026
08.04.2026 – "Trotz leichter Zuwächse bei den Auftragseingängen bleibt die deutsche Industriekonjunktur insgesamt schwach. Eine kraftlose Binnennachfrage und strukturelle Probleme am Standort Deutschland drücken die Geschäfte. Zudem ist in den Zahlen noch nicht der Kostenschock aufgrund gestiegener Energiepreise durch den Krieg im Nahen Osten enthalten. Auch wenn die verkündete Feuerpause von Bestand sein sollte, müssen sich die Unternehmen auf ein längerfristig höheres Kostenniveau einrichten. Das bleibt mehr als ein Dämpfer für die Industriekonjunktur."
https://www.dihk.de/de/newsroom/auftragseingaenge-bleiben-schwach--176102
ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.: Neue Freihandelsabkommen können EU-Industrieproduktion um bis zu 1,1 Prozent steigern (8. April 2026)
Der Abschluss der laufenden EU-Freihandelsverhandlungen könnte die Wirtschaft in der EU ankurbeln und die negativen Auswirkungen der US-Zölle ausgleichen. Dies zeigt eine Studie von EconPol Europe. Je nach Detailgrad der neuen Handelsabkommen würde sich die Wertschöpfung in der Industrie dauerhaft um bis zu 1,1 Prozent und die europäische Wirtschaftsleistung um 0,43 Prozent erhöhen.
„Neue Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten, Indien, Australien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den südostasiatischen Staaten könnten die europäische Wirtschaft mittelfristig wieder etwas ankurbeln, trotz der schädlichen Auswirkungen der US-Zölle auf den Welthandel“, sagt ifo-Forscherin Lisandra Flach.
Von dem Abschluss neuer EU-Handelsabkommen würden demnach alle EU-Länder profitieren. Die deutsche Wirtschaftsleistung läge mittelfristig um bis zu 0,47 Prozent höher, die von Frankreich um bis zu 0,29 Prozent und die von Italien um bis zu 0,33 Prozent. Am stärksten würden Malta (1,91 Prozent), Belgien (1,14 Prozent) und Irland (1,13 Prozent) profitieren. „Ohne neue Handelsabkommen der EU würden die US-Strafzölle die europäische Wirtschaft mit 0,08 Prozent belasten. Besonders stark betroffen wäre die Industrie mit einem Wertschöpfungsverlust von 1,32 Prozent“, sagt Flach.
https://www.ifo.de/pressemitteilung/2026-04-08/neue-freihandelsabkommen-koennen-eu-industrieproduktion-um-bis-zu-11-prozent-steigern
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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur