Pressemitteilungen zu den ÖPNV-Strategien der Länder

ÖPNV-Strategie 2030 / Nordrhein-Westfalen bringt Strukturreform im Schienennahverkehr auf den Weg / Ministerin Hüskens zieht gemischte Bilanz zur Qualität des ÖPNV: Rekordnachfrage im Schienenpersonennahverkehr flankiert von großen Schwachstellen bei der Zuverlässigkeit

Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (BY): ÖPNV-Strategie 2030 (19.12.2025)
Mehr ÖPNV-Angebot in Bayern als vor Corona
Monitoring betrachtet Entwicklung von 2019 bis 2024
Zuwächse bei Schienenpersonennahverkehr und Bedarfsverkehren
Verkehrsminister Bernreiter: „Gut für Fahrgäste und Klima“
Mehr Fahrgäste, mehr Klimaschutz. Das sind zwei wesentliche Ziele, die der Freistaat Bayern mit der ÖPNV-Strategie 2030 verfolgt. Im Dezember 2022 wurde die Strategie vorgestellt, nun liegen erste Erkenntnisse vor. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter zeigt sich zufrieden: „Der Öffentliche Personennahverkehr in Bayern entwickelt sich sehr gut. Wir haben durch unsere Anstrengungen der vergangenen Jahre das vor-Corona-Niveau nicht nur erreicht, sondern es sogar überschritten. Besonders bei regionalen Zugverbindungen und Bedarfsverkehren im ländlichen Raum haben wir große Zuwächse. Das ist nicht nur gut für die Fahrgäste, sondern auch fürs Klima.“
https://www.stmb.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2025/152/index.php

Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (NW): Nordrhein-Westfalen bringt Strukturreform im Schienennahverkehr auf den Weg (19.12.2025)
Klarer, einfacher, effizienter: Kabinett beschließt Bündelung aller Aufgaben zu Planung, Bestellung und Kontrolle
Der Schienenverkehr in Nordrhein-Westfalen steht vor großen Herausforderungen: Viele Strecken und zentrale Knotenpunkte müssen saniert werden, das führt zu Baustellen, längeren Fahrzeiten und Zugausfällen. Das Land will mit der Novellierung des ÖPNV-Gesetzes einen Beitrag leisten, die Auswirkungen dieser Modernisierung so gut wie möglich zu organisieren. Der Gesetzentwurf der Landesregierung für eine Strukturreform im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sorgt dafür, dass Planung, Betrieb und Abstimmung künftig aus einer Hand erfolgen – für mehr Verlässlichkeit im Alltag der Fahrgäste.
Kern der Gesetzes-Novelle ist die Schaffung einer neuen, landesweiten Organisation „Schiene.NRW“, die den gesamten Schienennahverkehr im größten SPNV-Markt Europas steuert. Bisher war diese Aufgabe auf drei Zweckverbände verteilt – Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und go.Rheinland – was zu mehr Abstimmungsaufwand, Reibungsverlusten und unterschiedlichen Standards führte. Durch die zentrale Verantwortung von Schiene.NRW werden Entscheidungswege verkürzt, die Verwaltung verschlankt und Ressourcen gebündelt. Der Gesetzentwurf ist im Dialog mit allen Beteiligten, darunter den drei bestehenden Aufgabenträgern und den kommunalen Spitzenverbänden Landkreistag und Städtetag NRW, in den vergangenen Monaten vorbereitet worden. Gemeinsam wurden Anpassungen beraten und tragfähige Grundlagen erarbeitet, damit die neue Struktur sowohl effizient als auch regional verankert ist.
https://www.umwelt.nrw.de/nordrhein-westfalen-bringt-strukturreform-im-schienennahverkehr-auf-den-weg

Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt (ST): Ministerin Hüskens zieht gemischte Bilanz zur Qualität des ÖPNV: Rekordnachfrage im Schienenpersonennahverkehr flankiert von großen Schwachstellen bei der Zuverlässigkeit (19.12.2025)
Nach den Worten von Sachen-Anhalts Verkehrsministerin Dr. Lydia Hüskens fällt die aktuelle Bilanz des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Land sehr gemischt aus.
„Noch nie in den vergangenen 30 Jahren sind die Menschen so häufig mit der Bahn gefahren wie heute. Die Nachfrage im Schienenpersonennahverkehr hat ein Rekordniveau erreicht. Gleichzeitig wird das Angebot kontinuierlich angepasst, ausgeweitet und verdichtet, um dieser Entwicklung gerecht zu werden. Dennoch erleben viele Fahrgäste Tag für Tag, dass Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit mit dieser Dynamik nicht Schritt halten – im Gegenteil: Sie befinden sich auf einem historischen Tiefstand“, fasste Lydia Hüskens heute in Magdeburg mit wenigen Sätzen die gegenwärtige Situation zusammen. Eine Woche nach dem Fahrplanwechsel sei ein geeigneter Zeitpunkt, um das vergangene Jahr ehrlich zu bilanzieren und den Blick auf die Herausforderungen des kommenden Jahres zu richten, fügte sie hinzu.
Der Ministerin zufolge lag die Nachfrage bereits im vorigen Jahr um 84 Prozent über dem Niveau von 2019. Und für 2025 wird voraussichtlich mit einem weiteren Anstieg zu rechnen sein. Diese Zahlen bestätigten einmal mehr die große Bedeutung des Deutschlandtickets, das gerade in Sachsen-Anhalt eine besonders große Wirkung entfalte, sagte Hüskens. „Das Ticket wirkt bei uns besonders stark, da die Ausgangsnachfrage vor seiner Einführung vergleichsweise niedrig war. Hinzu kommt die geografische Lage unseres Landes. Viele Reisende durchqueren Sachsen-Anhalt auf dem Weg in die Metropolen. Doch auch Regionen ohne klassischen Durchgangsverkehr profitieren deutlich. Hier wurden Nachfragesteigerungen von bis zu 50 Prozent verzeichnet“, nannte sie die wichtigsten Zahlen zur Fahrgastentwicklung. „Die Nachfrage reiße auch trotz der eingeschränkten Zuverlässigkeit des Angebots nicht ab“, ergänzte sie. Doch gleichzeitig stehe der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vor sehr großen betrieblichen Herausforderungen.
https://mid.sachsen-anhalt.de/ministerium/presse/pressemitteilungen

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Quellen: die oben genannten Quellen

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Kategorie(n): Mobilität & Verkehr