Pressemitteilungen zu den Zollvorschriften für kleine Pakete und zur Zollpolitik der USA

Neue Zollvorschriften für kleine Pakete: Rat gibt endgültig grünes Licht / Zollpolitik der USA belastet exportierende Betriebe

Europäischer Rat / Rat der Europäischen Union: Neue Zollvorschriften für kleine Pakete: Rat gibt endgültig grünes Licht (11. Februar 2026)
Der Rat hat heute neue Zollvorschriften für Waren gebilligt, die in kleinen Paketen versandt werden und größtenteils über den elektronischen Handel in die EU gelangen. Mit den neuen Vorschriften wird dem Umstand Rechnung getragen, dass solche Pakete derzeit zollfrei in die EU eingeführt werden, was zu unlauterem Wettbewerb zulasten von EU-Verkäufern führt.
Makis Keravnos, Finanzminister der Republik Zypern
“Weltweit boomt der elektronische Handel; die EU-Zollvorschriften müssen damit Schritt halten. Die Abschaffung der veralteten Ausnahme für kleine Pakete wird dazu beitragen, EU-Unternehmen zu unterstützen und skrupellose Verkäufer daran hindern, die Regelung auszunutzen. Nun müssen wir die allgemeine Zollreform als wichtigen Baustein in dem Bestreben, die EU wettbewerbsfähiger und sicherer zu machen, entschlossen voranbringen.“
https://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2026/02/11/council-gives-final-green-light-to-new-customs-duty-rules-for-small-parcels/

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB): Zollpolitik der USA belastet exportierende Betriebe (11.02.2026)
38 Prozent der Betriebe, die 2024 einen Teil ihres Umsatzes in den USA erzielt haben, erwarteten für 2025 ein sinkendes Geschäftsvolumen. Bei Betrieben, die nur in Länder jenseits der USA exportieren, waren es indes 23 Prozent. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Die Auswirkungen der Zollpolitik der USA zeigen sich auch bei den Beschäftigungserwartungen der Betriebe: Bei exportierenden Betrieben, die 2024 keinen Umsatz in den USA erzielt haben, erwarten laut IAB-Betriebspanel 18 Prozent für das Jahr 2026 einen Beschäftigungsanstieg – gegenüber 9 Prozent, die einen Rückgang erwarten. Bei den Betrieben, die einen Teil ihres Umsatzes in den USA erwirtschafteten, ist der Ausblick durchwachsener: 15 Prozent rechnen mit einem Beschäftigungsaufbau, 11 Prozent erwarten einen Rückgang. Zwar exportieren nur rund 2 Prozent der Betriebe in die USA – dabei handelt es sich aber oftmals um große Betriebe. „Die Zollpolitik der USA ist ein Unsicherheitsfaktor für diese Betriebe. Das kann Unternehmensentscheidungen wie Investitionen und Neueinstellungen beeinträchtigen oder verzögern,“ erklärt Michael Oberfichtner, der den Forschungsbereich „Betriebe und Beschäftigung“ am IAB leitet.
Insgesamt haben sich die Beschäftigungserwartungen der Betriebe gegenüber den im Vorjahr geäußerten Erwartungen wieder etwas verbessert. Dies gilt auch für das verarbeitende Gewerbe, wo – anders als noch im Vorjahr – wieder mehr Betriebe eine steigende als eine sinkende Beschäftigung erwarten.
https://iab.de/presseinfo/zollpolitik-der-usa-belastet-exportierende-betriebe/

Die vollständigen Inhalte dieser Pressemitteilungen werden auf unserer Seite nicht angezeigt. Zum Lesen der Mitteilungen klicken Sie bitte auf die oben genannten Links.

Quellen: die oben genannten Quellen

Stichwörter: Pressemitteilungen zu den Zollvorschriften für kleine Pakete und zur Zollpolitik der USA, Zollpflicht kleine Pakete, EU Zollreform, E‑Commerce Zölle, Zollfreigrenze abgeschafft, Pauschalzoll 3 €, EU Zollunion Modernisierung, Wettbewerbsverzerrung EU, Zolltarif Datenplattform, Importzölle USA, US‑Zollpolitik Auswirkungen, Exportwirtschaft Belastung, Beschäftigungserwartungen IAB, Handelsunsicherheit USA.

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur