Pressemitteilungen zu einer internationalen Klimafinanzierung durch die EU

Arbeitspapier - How to scale up effective international climate finance by the EU? Tax coalitions and jurisdictional reward funds for the case of fossil fuel / KIEL – WORKING - PAPER / Neues Ariadne-Papier beleuchtet EU-Klimapolitik ab 2030 / Internationale Bündnisse bei Abgaben auf fossile Brennstoffe könnten Milliarden für Klimafinanzierung mobilisieren / Wie nachhaltige Klimapolitik und solide Staatsfinanzen miteinander vereinbar sind / Rechtfertigt Klimapolitik eine Erhöhung der Verschuldung? Plädoyer für eine grün-goldene Regel / Kurs halten in turbulenten Zeiten: Einblicke in den aktuellen Stand und die Zukunftsperspektiven der EU- Klima-, Energie- und Finanzpolitik

Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel): Arbeitspapier - How to scale up effective international climate finance by the EU? Tax coalitions and jurisdictional reward funds for the case of fossil fuel (30.07.2025)
This paper examines how donor countries can be motivated by self-interest to fund emission reductions in low- and middle-income countries (LMICs). While not solving the broader climate cooperation problem, we propose pragmatic measures that do not require global consensus on future climate risks or binding commitments. We quantify the unilateral benefits for donors—reduced climate damages and improved terms-of-trade from lower fossil fuel prices—resulting from financing fossil fuel demand reductions. To address project-level finance inefficiencies, we introduce jurisdictional reward funds targeting governments, which also generate implicit wealth transfers to LMICs. A self-enforcing coalition of fossil fuel importers, such as the European Union and China, could mobilize USD 66 billion annually for mitigation in LMICs, cutting emissions by 1060 Mt CO₂ per year and transferring USD 33 billion per year. LMICs additionally benefit from USD 78 billion in reduced climate damages and USD 19 billion from lower fuel prices. We explore coalition stability, geopolitical considerations, and how broader tax and reward mechanisms could further improve global climate, forest, and health outcomes.
https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/how-to-scale-up-effective-international-climate-finance-by-the-eu-tax-coalitions-and-jurisdictional-reward-funds-for-the-case-of-fossil-fuel-34529/

Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel): KIEL – WORKING - PAPER (JULY 2025)
How to scale up effective international climate finance by the EU?
Tax coalitions and jurisdictional reward funds for the case of fossil fuel
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/923bdab5-00be-4071-9c14-ea72d897c437-KWP_2296.pdf

Ariadne Projekt – Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH: Neues Ariadne-Papier beleuchtet EU-Klimapolitik ab 2030 (30.07.2025)
Die EU befindet sich mitten in der Diskussion über neue Klimaziele für 2040 und wie die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie mit Dekarbonisierung verbunden werden kann. Ariadne-Forschende analysieren in einem neuen Hintergrundpapier die historisch gewachsene Energie- und Klimaarchitektur der EU und kommen zu dem Schluss: Damit die Europäische Union ihre ambitionierten Ziele erreicht, muss sie ihre Klimapolitik effizienter machen, stabile Preissignale für Unternehmen setzen und eine langfristige Finanzierung der Energiewende gewährleisten.
Der aktuelle Ariadne-Hintergrund beleuchtet Elemente, welche die EU-Klimapolitik nach 2030 prägen werden. Dabei stellen sich einige Fragen: Welche ergänzenden Maßnahmen braucht es, damit der CO2-Preis seine volle Wirkung entfalten kann? Welche Überschneidungen von Instrumenten, beispielsweise zwischen der EU-Lastenteilungsverordnung ESR und dem künftigen zweiten EU-Emissionshandel ETS 2, müssen beseitigt werden, damit der Politikmix effizient ist? Wie lange machen zwei getrennte Emissionshandelssysteme Sinn? Welche Rolle spielt Wasserstoff im EU-Energiemarktsystem? Und wie kann die Energietransformation finanziert werden?
https://ariadneprojekt.de/news-de/neues-ariadne-papier-beleuchtet-eu-klimapolitik-ab-2030/

Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) e. V.: Internationale Bündnisse bei Abgaben auf fossile Brennstoffe könnten Milliarden für Klimafinanzierung mobilisieren (30.07.2025)
Angesichts der bei der COP29 in Baku beschlossenen Klimafinanzierungsziele haben Klimaökonomen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht, welches Potenzial in gemeinsam erhobenen Abgaben kleinerer Staatenbündnisse auf fossile Brennstoffe steckt. Ihre Analyse zeigt: Abgabenmodelle dieser Art könnten jährlich 66 Milliarden US-Dollar für den Klimaschutz in Ländern des globalen Südens mobilisieren. Durch zusätzliche Maßnahmen wie die Bepreisung von Treibhausgas-Emissionen aus dem internationalen Luft- und Seeverkehr ließe sich nicht nur die Zahl der teilnehmenden Länder erhöhen, sondern auch die potenziellen Einnahmen könnten auf 200 Milliarden US-Dollar pro Jahr anwachsen.
Bei der Weltklimakonferenz COP29 in Baku 2024 haben die Regierungen ein neues Ziel für die internationale Klimafinanzierung beschlossen: 300 Milliarden US-Dollar jährlich bis 2035, mit der Absicht, insgesamt 1,3 Billionen US-Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen zu mobilisieren. Ein konkreter Mechanismus zur Erhebung dieser Beiträge wurde dabei jedoch nicht festgelegt. Die neue Analyse des PIK untersucht jetzt Szenarien, in denen Staaten aus Eigeninteresse kooperieren, um Abgaben auf fossile Brennstoffe zu erheben und die so gewonnenen Einnahmen gezielt an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen weiterzugeben. Dadurch ließen sich in diesen Ländern Maßnahmen finanzieren, die die Nutzung fossiler Brennstoffe reduzieren.
https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/internationale-buendnisse-bei-abgaben-auf-fossile-brennstoffe-koennten-milliarden-fuer-klimafinanzierung-mobilisieren

Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) e. V.: Wie nachhaltige Klimapolitik und solide Staatsfinanzen miteinander vereinbar sind (30.07.2025)
Maßnahmen zum Kampf gegen die Erderhitzung rechtfertigen zusätzliche Staatsschulden – und zwar in dem Umfang, wie sie CO₂-Emissionen und in der Folge Klimaschäden verhindern. Das ist der Kerngedanke einer „grün-goldenen Regel für die Klimapolitik“, die jetzt in Perspektiven der Wirtschaftspolitik vorgestellt wurde. Die Studie wurde geleitet vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Für Deutschland erscheinen demnach, sofern die gesetzten Ziele strikt eingehalten werden, für Klimaschutz bis 2030 insgesamt 161 Milliarden Euro neue Schulden vertretbar und ökonomisch sinnvoll.
Die Veröffentlichung im Journal des hoch angesehenen, bereits 1873 gegründeten „Vereins für Socialpolitik“ ist zuallererst konzeptionell – aber sie berührt ein politisch heiß diskutiertes Thema: Wie kann der Staat, im Interesse künftiger Generationen, einerseits eine inneffizient hohe Verschuldung vermeiden und andererseits genug in langlebige öffentliche Güter investieren? „Unser Konzept macht nachhaltige, zukunftsfeste Politik vereinbar mit soliden Staatsfinanzen“, sagt PIK-Direktor Ottmar Edenhofer, einer der Autoren. „Es minimiert das Risiko missbräuchlicher Mittelverwendung im Namen hehrer Ziele. Und es ist hier für die Klimapolitik durchdekliniert, aber auf andere Politikfelder übertragbar.“ 
https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/wie-nachhaltige-klimapolitik-und-solide-staatsfinanzen-miteinander-vereinbar-sind

Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston: Rechtfertigt Klimapolitik eine Erhöhung der Verschuldung? Plädoyer für eine grün-goldene Regel (30.07.2025)
In diesem Beitrag präsentieren Ottmar Edenhofer, Ulrich Eydam, Maik Heinemann, Mat-thias Kalkuhl und Nikolaj Moretti eine Komponente einer modifizierten Investitionsregel für die Klimapolitik, die sie in Anlehnung an die goldene Regel der Finanzpolitik als „grün-goldene Regel“ bezeichnen. Die grün-goldene Regel knüpft die erlaubte Verschuldung an nationale Emissions-minderungen oder an die Höhe des CO2-Preises. Dadurch wird die Höhe der Neuverschuldung von den vermiedenen Klimaschäden abhängig gemacht. Dies ermöglicht Wohl-fahrtsverbesserungen trotz einer Kurzfristorientierung der Politik. Die Mittel aus der Verschuldung können flexibel ein-gesetzt werden. Die grün-goldene Regel löst damit funda-mentale Probleme früherer Investitionsregeln wie Anreize zu Fehlinvestitionen und strategische Manipulation des Investitionsumfangs. Die Autoren zeigen beispielhaft, dass bei Grenzschäden (Social Costs of Carbon) von 200 Euro
https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/pwp-2025-0010/html

Ariadne Projekt – Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH: Kurs halten in turbulenten Zeiten: Einblicke in den aktuellen Stand und die Zukunftsperspektiven der EU- Klima-, Energie- und Finanzpolitik (Juli 2025)
Kernbotschaften
1. Die überarbeitete Architektur der EU-Klima- und Energiepolitik 
Mit dem Fit-for-55-Paket hat die Europäischen Union das Ambitionslevel erhöht und ein umfassendes Maßnahmenpaket verabschiedet, das nicht nur eine Ausweitung des Emissionshandels, sondern auch ergänzende technologiespezifische Regelungen beinhaltet. Dieser Politikmix kann das Risiko eines übermäßig stark steigenden CO 2 -Preises verringern, sofern die Maßnahmen in die gleiche Richtung wirken, ausreichend finanzielle Mittel (z.B. für Subventionen) bereitstehen und die politische Akzeptanz (z.B. für Emissionsstandards für Autos) gegeben ist.
https://ariadneprojekt.de/media/2025/07/Ariadne_Hintergrund_-Ariadne@Bruessel_Zusammenfassung_Juli2025.pdf

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Quellen: die oben genannten Quellen

Stichwörter: Pressemitteilungen zu einer internationalen Klimafinanzierung durch die EU, international climate finance, EU, Tax, low- and middle-income countries (LMICs), KIEL, Ariadne-Papier, EU-Klimapolitik, ab 2030, Internationale Bündnisse, fossile Brennstoffe

Kategorie(n): Gesundheit & Umwelt, Märkte & Konjunktur