Europäische Kommission: Kommission stärkt Wettbewerbsfähigkeit Europas mit neuen Plänen für Hochgeschwindigkeitszüge und nachhaltige Kraftstoffe für den Luft- und Schiffsverkehr (05.11.2025)
Die Europäische Kommission hat heute ein umfassendes Verkehrspaket verabschiedet. Sie wird den Ausbau des europäischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes beschleunigen und Investitionen in erneuerbare und kohlenstoffarme Kraftstoffe für den Luft- und Schiffsverkehr ankurbeln.
Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit sind die Leitprinzipien dieses Pakets, das darauf abzielt, das EU-Verkehrssystem effizienter, vernetzter, zugänglicher, sauberer und widerstandsfähiger zu machen. Die heute vorgestellten Maßnahmen decken zwei Schlüsselbereiche ab: die Schiene, in der Europa bei der Nachhaltigkeit bereits führend ist, und Kraftstoffe, in denen Europa jetzt Investitionen in seine Energiewende beschleunigen muss.
Schnellere, stärker vernetzte Schiene in ganz Europa
Ausbau der Investitionen in erneuerbare und CO2-arme Kraftstoffe
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_25_2547
Plan zur Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsbahnverkehrs:
Europäische Kommission - Abteilung Mobility and Transport: Kommission startet Plan zur Beschleunigung des Hochgeschwindigkeitsbahnverkehrs in ganz Europa (5. November 2025)
Die Europäische Kommission stellt heute einen umfassenden Plan vor, um die Entwicklung der Hochgeschwindigkeitsbahn in der gesamten EU zu beschleunigen und den Fahrgästen deutlich kürzere Reisezeiten zu bieten. Durch die Förderung schneller, komfortabler, sicherer und zuverlässiger Schienenverkehrsdienste unterstützt der Plan die beiden Ziele der EU, bis 2050 CO2-neutral zu werden und die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken.
Aufbauend auf dem transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) zielt der Plan darauf ab, die Dauer vieler beliebter Bahnreisen in ganz Europa im Vergleich zu heute um die Hälfte zu verkürzen. So können die Passagiere bis 2030 in vier statt sieben Stunden von Berlin nach Kopenhagen reisen. Bis 2035 werden Sofia und Athen nur noch sechs Stunden mit der Bahn voneinander entfernt sein, während neue grenzüberschreitende Verbindungen die baltischen Länder verbinden und es den Fahrgästen ermöglichen werden, über Madrid von Paris nach Lissabon zu reisen.
Ziel des Plans ist es, bis 2040 ein gut funktionierendes und schnelleres Hochgeschwindigkeitsschienennetz mit Schlüsselmaßnahmen zu schaffen, die sich auf vier Säulen stützen:
1.Beschleunigung der Investitionen und Harmonisierung eines wirklich interoperablen europäischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes.
https://transport.ec.europa.eu/news-events/news/commission-launches-plan-accelerate-high-speed-rail-across-europe-2025-11-05_en?prefLang=de&etrans=de
Europäische Kommission: Fragen und Antworten zur Mitteilung „Connecting Europe through High-Speed Rail“ (05.11.2025)
Warum veröffentlichen Sie diese Mitteilung? Welche Vorteile ergeben sich für die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere für Reisende?
Im neuen Aktionsplan für den Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr werden die Schritte zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehrs und des Fernverkehrs in ganz Europa dargelegt. Es wird den Passagieren schnellere Verbindungen, einfachere Buchungsoptionen und erschwinglichere Preise bieten.
Durch die Fertigstellung wichtiger Eisenbahnverbindungen zwischen Großstädten haben die Passagiere eine echte Alternative zu Kurzstreckenflügen und langen Autofahrten. Der Plan sieht vor, dass die Passagiere in vier statt sieben Stunden von Berlin nach Kopenhagen und in nur drei Stunden von Madrid nach Lissabon reisen können.
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_25_2548
Community of European Railway and Infrastructure Companies (CER): European Rail Sector applauds Commission's vision for high-speed rail, urges accelerated network completion (05 Nov 2025)
A new EU-level action plan to connect the continent by high-speed rail is set to revolutionise the way travel distances are perceived in Europe. The plan announced today by European Commission Executive Vice President for Cohesion and Reforms Raffaele Fitto and Commissioner for Sustainable Transport and Tourism Apostolos Tzitzikostas will bring Europeans closer together, in a greener, stronger, more competitive economy. The Community of European Railway and Infrastructure Companies (CER), with over 40 years of high-speed rail experience within its membership, welcomes this initiative and praises the European Commission for its ambition. CER and its members have worked intensively towards a high-speed rail master plan in the last 4 years and stand ready to help bring the vision to life.
https://www.cer.be/cer-press-releases/european-rail-sector-applauds-commissions-vision-for-high-speed-rail-urges-accelerated-network-completion
Europäische Kommission - Abteilung Mobility and Transport: COMMISSION STAFF WORKING DOCUMENT (Brussels, 5.11.2025)
Maps and tables containing a snapshot of the mobility service offer, state of play and planned developments, and future travel times of the EU High-Speed Rail network
Connecting Europe through High-Speed Rail
https://transport.ec.europa.eu/document/download/c814d78c-1867-4efc-87aa-d1af34ae253f_en?filename=SWD_2025_960_HSR_maps_tables.pdf&prefLang=de
Investitionsoffensive für einen nachhaltigen Verkehr (STIP):
Europäische Kommission - Abteilung Mobility and Transport: Kommission stellt Investitionsplan für nachhaltigen Verkehr vor: ein strategischer Ansatz zur Förderung erneuerbarer und CO2-armer Kraftstoffe für den Luft- und Schiffsverkehr (5. November 2025)
Die Europäische Kommission hat heute ihre Mitteilung über die Investitionsoffensive für einen nachhaltigen Verkehr (STIP) angenommen, in der ein zentraler Fahrplan zur raschen Beschleunigung der Energiewende in der Luftfahrt und im Schiffsverkehr dargelegt wird. Diese Initiative ist eine Schlüsselkomponente des EU-Kompasses für Wettbewerbsfähigkeit und des Clean Industrial Deal und bietet erstmals einen gemeinsamen Ansatz zur Förderung von Investitionen in erneuerbare und CO2-arme Kraftstoffe für diese Sektoren.
Mit der Investitionsoffensive wird der dringenden Notwendigkeit Rechnung getragen, Investitionen zu mobilisieren und die Produktion erneuerbarer und CO2-armer Kraftstoffe auszuweiten. Um die in den Verordnungen „Re F uelEU Aviation“ und „FuelEU Maritime“ festgelegten Kraftstoffziele zu erreichen, wird bis 2035 ein erhebliches Volumen von rund 20 Mio. Tonnen nachhaltiger alternativer Kraftstoffe (13,2 Mio. t Biokraftstoffe und 6,8 Mio. t E-Fuels) benötigt. Dies erfordert erhebliche Investitionen vom Markt, wobei bis 2035 schätzungsweise 100 Mrd. EUR benötigt werden, um die Produktion anzukurbeln.
Durch die Beschleunigung der Produktion nachhaltiger Kraftstoffe aus der EU kann Europa seine Wettbewerbsfähigkeit erheblich steigern, seine Energieabhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und diesen industriellen Wandel auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050 vorantreiben. Europa ist bereits weltweit führend und verfügt über den größten Teil des Know-hows und der industriellen Führungsrolle in diesem Sektor.
https://transport.ec.europa.eu/news-events/news/commission-unveils-sustainable-transport-investment-plan-strategic-approach-boost-renewable-and-low-2025-11-05_en?prefLang=de&etrans=de
Europäische Kommission: Fragen und Antworten zum Investitionsplan für nachhaltigen Verkehr (05.11.2025)
1. Was sind die Haupthindernisse für Investitionen und die Produktion von in der EU ansässigen erneuerbaren und CO2-armen Kraftstoffen für den Luft- und Seeverkehr?
Die EU verfügt über einen soliden Rechtsrahmen, um die Nutzung erneuerbarer und CO2-armer Kraftstoffe für den Luft- und Schiffsverkehr im Rahmen der Verordnungen „ReFuelEU Aviation“ und „FuelEU Maritime“ zu fördern. Die Projektionen zeigen, dass die derzeitige Produktionskapazität der EU auf dem richtigen Weg ist, um die Ziele für den Zeitraum 2025 bis 2029 mit nachhaltigen Biokraftstoffen und Biomethan zu erreichen. Die Investitionsplanung reicht jedoch noch nicht aus, um die Ziele für die Zeit nach 2030 zu erreichen. Insbesondere die Produktion von E-Fuels für den Luft- und Seeverkehr hat nicht zugenommen: noch kein großes E-Fuel-Projekt in der EU hat eine endgültige Investitionsentscheidung getroffen. Infolgedessen besteht die Gefahr, dass das Teilziel 2030 für synthetische Kraftstoffe im Rahmen von ReFuelEU Aviation nicht erreicht wird.
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_25_2549
European Federation for Transport and Environment AISBL: EU transport plan sets out first steps to boost green fuel production for planes and ships (November 5, 2025)
‘STIP’ diagnoses the problems for decarbonising planes and ships, but there is an urgency to act now, says T&E.
The Sustainable Transport Investment Plan (STIP) published today contains promising steps to boost e-fuels production, T&E has said. But the EU needs to follow through rapidly if it is to retain its industrial leadership on the technology. E-fuels projects in the EU have yet to materialise due to the high costs and a lack of long-term offtake agreements.
Auctions should be for e-fuels only
A commitment to set up an EU-wide double-sided auction for aviation and maritime fuels – based on a pilot e-SAF auction – will provide real money to kick start production, T&E said. But this should be limited to e-fuels. In the short term, STIP proposes relying on existing tools – the Hydrogen Bank and the Innovation Fund – which are now beginning to back e-fuels projects, including e-SAF. While this sends a positive signal, these tools alone have so far been unable to de-risk industrial scale e-fuels production. The plan’s most impactful measures may arrive too late as action on e-fuels is needed by 2026.
https://www.transportenvironment.org/articles/eu-transport-plan-sets-out-first-steps-to-boost-green-fuel-production-for-planes-and-ships
Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V. (BDL): Zum heute in Brüssel durch die EU-Kommission vorgestellten Sustainable Transport Investment Plan (STIP), der u.a. die Unterstützung des Hochlaufs nachhaltiger Flugkraftstoffe zum Ziel hat, äußert sich Dr. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, wie folgt: (05. November 2025)
„Die Europäische Kommission hat mit dem Sustainable Transport Investment Plan (STIP) das Ziel gesetzt, den Hochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) wirksam umzusetzen. Der vorgelegte Plan ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, lässt aber zentrale Chancen ungenutzt – insbesondere die Notwendigkeit, fairere Wettbewerbsbedingungen im Luftverkehr zu schaffen. Subventionen allein reichen nicht aus, um SAF als wettbewerbsfähige Alternative zu etablieren. Entscheidend sind konkrete Schritte zur langfristigen Senkung der SAF-Preise, der gezielte Aufbau von Produktionskapazitäten für biogenes und synthetisches SAF in Europa sowie mehr Flexibilität für Airlines, etwa durch ein Book-&-Claim-System oder die Ausweitung von SAF-Allowances. Gleichzeitig braucht es eine wettbewerbsneutrale Überarbeitung der EU-Klimaschutzgesetzgebung, um europäische Airlines im globalen Wettbewerb nicht einseitig zu benachteiligen.
https://www.bdl.aero/statement/bdl-statement-zum-heute-in-bruessel-durch-die-eu-kommission-vorgestellten-sustainable-transport-investment-plan/
Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA): VDA-Präsidentin Hildegard Müller zum Sustainable Transport Investment Plan (05. November 2025)
„Die Kommission wird mit dem bisherigen Ansatz des Sustainable Transport Investment Plans ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht, einen strategischen Rahmenplan für Investitionen und Klimaschutz für alle Verkehrsträger vorzulegen. Nach der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) umfasst der Verkehrssektor alle vier Bereiche – Straße, Schiene, Luft und See. Aus industriepolitischer Sicht ist es daher unerlässlich, dass der STIP einen gesamtheitlichen Ansatz widerspiegelt. Mit der Fokussierung des STIPs ausschließlich auf den Luft- und Wasserverkehr droht die Gefahr, dass notwendige Investitionen in erneuerbare Kraftstoffe für den Straßenverkehr nur unzureichend berücksichtigt werden.
https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2025/251104_VDA-Kommentierung_zum_Sustainable_Transport_Investment_Plan
Europäische Kommission - Abteilung Mobility and Transport: COMMUNICATION FROM THE COMMISSION TO THE EUROPEAN PARLIAMENT, THE COUNCIL, THE EUROPEAN ECONOMIC AND SOCIAL COMMITTEE AND THE COMMITTEE OF THE REGIONS (Brussels, 5.11.2025)
Sustainable Transport Investment Plan
Mobility and transport of passengers and goods is the backbone of industrial growth and competitiveness, connecting the EU to the rest of the world, offering the means for citizens to travel and companies to thrive in their activities. At the same time, the EU has a headline ambition to decrease transport greenhouse gas emissions (GHG) - which remain stubbornly high - by 90% by 2050. This can be achieved by increasing transport efficiency, including through multi-modal mobility, electrification, and switching to renewable and low-carbon fuels.
https://transport.ec.europa.eu/document/download/73447373-de2a-4ba4-9371-36d1186035d4_en
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Kategorie(n): Logistische Infrastruktur