Pressemitteilungen zu "Mehr Wettbewerb im Fernverkehr der Schiene"

Mehr Wettbewerb im Fernverkehr – Bundesnetzagentur schafft faire Chancen für neue Anbieter / Ja zu mehr Wettbewerb: Mit diesem Italo-Beschluss können alle zufrieden sein / Markteintritt von Italo: Netzagentur macht Weg für Bahn-Konkurrenz frei / Statement zu Entscheidung der Bundesnetzagentur / Wettbewerb auf der Schiene - Fahrgastrechte stärken, Fernzüge müssen flexibel nutzbar bleiben!

Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA): Mehr Wettbewerb im Fernverkehr – Bundesnetzagentur schafft faire Chancen für neue Anbieter (17.07.2026)
Die Bundesnetzagentur hat heute ihre endgültige Entscheidung zu den Markteintrittsbedingungen für Wettbewerber der DB Fernverkehr AG getroffen. Einen Entwurf hatte die Bundesnetzagentur Ende Juni vorgestellt. Die Bundesnetzagentur hat die danach eingegangenen Stellungnahmen von Mitgliedern des Eisenbahninfrastrukturbeirats, vom Bundeskartellamt und von der Monopolkommission gewürdigt und sie bei der Beschlussfassung berücksichtigt.
„"Mehr Wettbewerb hat das Potenzial, bessere Angebote für die Fahrgäste zu schaffen“", erklärt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. „"Die Bundesnetzagentur hat ihre Entscheidung auf der Basis des bestehenden Rechtsrahmens getroffen. Wir haben alle Argumente sorgfältig geprüft, bleiben in unserer Entscheidung aber bei der Regelung, die wir Ende Juni vorgestellt haben. Wir sind überzeugt, dass unsere Entscheidung den Wettbewerb im Fernverkehr in Bewegung bringen wird."“
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/20260717_EisenbahnenItalo.html

Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.: Ja zu mehr Wettbewerb: Mit diesem Italo-Beschluss können alle zufrieden sein (17.07.2026)
Die Bundesnetzagentur hat soeben den Beschluss veröffentlicht, wonach mehr Wettbewerb im Fernverkehr ermöglicht werden soll. Anlass ist der geplante Markteintritt des italienischen Eisenbahnunternehmens Italo ab 2028. Künftig soll die DB InfraGO AG bei knappen Trassen höchstens 75 Prozent der Kapazitäten an ein einzelnes Unternehmen (aktuell DB Fernverkehr) vergeben dürfen. Mindestens 25 Prozent sollen auf hochausgelasteten Strecken den Wettbewerbern offenstehen. Die eigentliche Herausforderung für den Bund ist weiterhin, zusätzliche Kapazitäten im Schienennetz zu schaffen.
Oliver Smock, Referent der GÜTERBAHNEN, kommentiert den Beschluss: „Die Bundesnetzagentur hat trotz des erheblichen politischen Drucks das Dilemma überzeugend gelöst: Sie ermöglicht bei knappen Kapazitäten im Schienennetz mehr Wettbewerb im Fernverkehr, ohne andere Verkehrsarten zu benachteiligen.
https://die-gueterbahnen.com/news/ja-zu-mehr-wettbewerb-mit-diesem-italo-beschluss-koennen-alle-zufrieden-sein.html

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG): Markteintritt von Italo: Netzagentur macht Weg für Bahn-Konkurrenz frei (17.07.2026)
Die Bundesnetzagentur hat trotz Kritik der EVG und mehrerer Länder am Freitag bestätigt, dass die Deutsche Bahn auf stark genutzten Strecken Platz für Konkurrenten schaffen muss. Das macht den Weg für das italienische Bahnunternehmen Italo frei.
In den vergangenen Wochen hat die EVG bundesweit für Aufsehen gesorgt und darauf hingewiesen, dass zahlreiche Städte den ICE-Anschluss verlieren könnten. Dazu wurde unter anderem eine Werbekampagne in verschiedenen Bahnhöfen gestartet. Zahlreiche Länderchefs und Bürgermeister haben sich daraufhin zu Wort gemeldet.
Die Kritik der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sowie zahlreicher Politikerinnen und Politiker im ganzen Land war in den vergangenen Wochen auch unüberhörbar. Trotzdem konnte eine politisch nicht gewählte Behörde eine Entscheidung treffen, die gravierende Folgen für die Anbindung ganzer Regionen und das Leben vieler Menschen hat. Das wirft grundsätzliche Fragen auf.
https://www.evg-online.org/aktuelles/artikel/markteintritt-von-italo-netzagentur-macht-weg-fuer-bahn-konkurrenz-frei/

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG): Statement zu Entscheidung der Bundesnetzagentur (17.07.2026)
Die Bundesnetzagentur hat am Freitag bestätigt, dass die Deutsche Bahn auf stark genutzten Strecken Platz für Konkurrenten schaffen muss. Das macht den Weg für das italienische Bahnunternehmen Italo frei.
Die Kritik der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sowie zahlreicher Politikerinnen und -Politiker im ganzen Land war in den vergangenen Wochen unüberhörbar. Trotzdem konnte eine politisch nicht gewählte Behörde eine Entscheidung treffen, die gravierende Folgen für die Anbindung ganzer Regionen und das Leben vieler Menschen hat. Das wirft grundsätzliche Fragen auf.
https://www.evg-online.org/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/statement-zu-entscheidung-der-bundesnetzagentur/

VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.: Wettbewerb auf der Schiene - Fahrgastrechte stärken, Fernzüge müssen flexibel nutzbar bleiben! (17.07.2026)
Die Bundesnetzagentur hat heute neue Regeln für den Markteintritt von neuen Fernzugbetreibern in Deutschland festgelegt. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert deshalb, dass Fahrgastrechte für eine zusammenhängende Reise künftig auch bei getrennten Tickets gelten müssen.
Die Bundesnetzagentur regelt den Markteintritt von neuen Fernzugbetreibern. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert die Bundesregierung deshalb auf, die Fahrgastrechte nachzuschärfen. Denn diese seien mangelhaft in Bezug auf Fahrten mit mehreren Fernzugbetreibern, sagt der VCD-Bundesvorsitzende Matthias Kurzeck: „Heute haben Fahrgäste keinen Anspruch auf eine kostenlose Weiterfahrt, wenn sie z.B. mit einem verspäteten ICE der Deutschen Bahn ihren Anschluss an einen Flixtrain verpassen.“
https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/fahrgastrechte-staerken-fernzuege-muessen-flexibel-nutzbar-bleiben

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Quellen: die oben genannten Quellen

Stichwörter: Pressemitteilungen zu "Mehr Wettbewerb im Fernverkehr der Schiene", DB Fernverkehr, DB InfraGO, Italo, Bundeskartellamt, Monopolkommission, GÜTERBAHNEN, EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft), Deutsche Bahn, VCD (Verkehrsclub Deutschland), Flixtrain, Fernverkehr

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur