Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): Neuer Höchstwert: Rund acht von zehn Azubis wurden nach erfolgreichem Abschluss übernommen (24.07.2025)
Seit 2010 stieg die Übernahmequote von Auszubildenden um 18 Prozentpunkte an und erreichte 2024 mit 79 Prozent einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig sank die Zahl der Ausbildungsabschlüsse im selben Zeitraum um 14 Prozent. Der Anteil der unbesetzten Ausbildungsstellen ging 2024 zwar leicht gegenüber dem Vorjahr auf 33 Prozent zurück, lag damit aber weiterhin auf sehr hohem Niveau. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.
Die besten Übernahmechancen hatten Auszubildende im Finanz- und Versicherungswesen, in den Bereichen Bergbau/Energie- und Wasserversorgung, Verkehr und Lagerei sowie in der öffentlichen Verwaltung: Fast neun von zehn Ausbildungsabsolvierenden wurden 2024 in diesen Branchen übernommen. Mit 60 Prozent war die Übernahmequote in der Land- und Forstwirtschaft hingegen am niedrigsten. Die Übernahmequote stieg 2024 in allen Branchen. Im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Information und Kommunikation stieg die Übernahmequote am schwächsten, während der Zuwachs mit 36 Prozent im Bereich Erziehung und Unterricht am stärksten ausfiel. „Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels im Bereich Erziehung und Unterricht gehen Betriebe offenbar häufiger Kompromisse bei der Übernahme ihrer Absolvierenden ein“, erklärt IAB-Direktor Bernd Fitzenberger.
https://iab.de/presseinfo/neuer-hoechstwert-rund-acht-von-zehn-azubis-wurden-nach-erfolgreichem-abschluss-uebernommen/
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): Steigende Übernahmequote bei rückläufiger Zahl erfolgreich beendeter Ausbildungsverträge (24.07.2025)
Im Jahr 2024 ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge wieder leicht zurückgegangen und liegt weiterhin deutlich unterhalb des Niveaus vor der Corona-Krise. Im Zuge der anhaltenden Wirtschaftsschwäche bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Eine Analyse mit den Daten des IAB-Betriebspanels 2024 zeigt, wie sich verschiedene Indikatoren der betrieblichen Ausbildung entwickelt haben und ermöglicht einen Blick aus der Sicht der Betriebe auf die aktuelle Situation und die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt. Ein besonderes Augenmerk gilt Jugendlichen ohne Schulabschluss und der Entwicklung der Übernahmequote.
https://iab.de/aktuelle-ergebnisse-aus-dem-iab-betriebspanel-steigende-uebernahmequote-bei-ruecklaeufiger-zahl-erfolgreich-beendeter-ausbildungsvertraege/
Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn : Mehr Ausbildungsverträge in den größeren Betrieben, weniger in den Kleinstbetrieben (24.07.2025)
Ausbildungsquote ist in Rheinland-Pfalz und Saarland am höchsten
Die Anzahl der Auszubildenden in der gewerblichen Wirtschaft und in den Freien Berufen ist in 2024 um rund 19.000 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt lag sie Ende Dezember 2024 bei 1,52 Millionen.
Am höchsten ist aktuell die Ausbildungsquote – der Anteil der Auszubildenden an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – in Rheinland-Pfalz und im Saarland, am niedrigsten in Berlin und Hamburg.
Größere Betriebe sind zunehmend im Vorteil
https://www.ifm-bonn.org/presse/pressemitteilungen/meldung/mehr-ausbildungsvertraege-in-den-groesseren-betrieben-weniger-in-den-kleinstbetrieben
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HE): IAB-Betriebspanel 2024 - Das Ausbildungsangebot übersteigt zunehmend die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt (24.07.2025)
Der Arbeitsmarkt in Hessen und Deutschland steht vor tiefgreifenden Veränderungen, die sowohl Betriebe als auch Beschäftigte vor erhebliche Herausforderungen stellen. Trends wie der fortschreitende demografische Wandel, die Digitalisierung und der Strukturwandel prägen zunehmend den betrieblichen Alltag. Die Auswertungen zum IAB-Betriebspanel 2024 stehen unter dem Rahmenthema „Betrieblicher Alltag zwischen (schmerzhaften) Kompromissen und neuen Herausforderungen in den Betrieben in Hessen“. Während sich der diesjährige erste Report des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) mit der aktuellen Personalsituation in hessischen Betrieben beschäftigt hat, steht im zweiten Report die betriebliche Ausbildung im Fokus. Dazu wurden 1.068 Betriebe befragt.
Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori hob zur Veröffentlichung hervor: „Der vorliegende Report zeigt, dass der Fachkräftemangel und die Fachkräftesicherung zunehmend eine große Herausforderung für Wirtschaft und Politik darstellen. Investitionen in die Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften sind unerlässlich, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Daher freut es mich, dass wir als Hessische Landesregierung gemeinsam mit den Partnern aus Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften, kommunalen Spitzenverbänden und der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit erst im April 2025 das „Bündnis Ausbildung Hessen“ bis zum Jahr 2029 verlängert haben. Gemeinsam wollen wir uns der Herausforderung stellen, die duale Ausbildung attraktiv und qualitativ hochwertig zu erhalten, Jugendliche auf Ihrem Weg in und durch die duale Ausbildung unterstützen und damit zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses beitragen“.
https://wirtschaft.hessen.de/presse/das-ausbildungsangebot-uebersteigt-zunehmend-die-nachfrage-auf-dem-arbeitsmarkt
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IAB-KURZBERICHT: Steigende Übernahmequote bei rückläufiger Zahl erfolgreich beendeter Ausbildungsverträge
Kategorie(n): Märkte & Konjunktur