Europäische Kommission: Kommission ergreift Maßnahmen für einen sauberen und wettbewerbsfähigen Automobilsektor (16.12.2025)
Die Kommission hat heute das Automobilpaket vorgelegt, um die Bemühungen des Sektors beim Übergang zu sauberer Mobilität zu unterstützen. Sie legt einen ehrgeizigen, aber pragmatischen politischen Rahmen fest, um Klimaneutralität und strategische Unabhängigkeit bis 2050 zu gewährleisten und gleichzeitig den Herstellern mehr Flexibilität zu bieten. Außerdem wird damit der Forderung der EU-Industrie nach einer Vereinfachung der Vorschriften entsprochen.
Der Automobilsektor ist seit Jahrzehnten der Schlüssel zur industriellen Stärke Europas, da er Millionen von Arbeitsplätzen erhält und technologische Innovationen vorantreibt. Während sich die Welt verändert, verändert sich die Automobilindustrie durch neue Technologien und Akteure.
Mit dem heutigen Paket wird ein starkes Marktsignal für emissionsfreie Fahrzeuge (ZEV) aufrechterhalten, während der Industrie mehr Flexibilität bei der Erreichung der CO2-Ziele eingeräumt wird und Fahrzeuge und Batterien aus der Europäischen Union unterstützt werden. Die Initiative für Unternehmensfahrzeuge wird die Einführung emissionsfreier und emissionsarmer Fahrzeuge unterstützen. Der Omnibus für die Automobilindustrie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit durch Einsparungen bei den Kosten,die sich voraussichtlich auf rund 706 Mio. EUR pro Jahr belaufen, und durch Bürokratieabbau bei gleichzeitiger Erhöhung der Investitionssicherheit.
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_25_3051
Europäische Kommission: Fragen und Antworten zum Automotive-Paket (16.12.2025)
Wie werden diese neuen Initiativen saubere Mobilität, Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit im Straßenverkehr fördern?
Die EU setzt sich für den Übergang zu einer dekarbonisierten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft ein. Die Dekarbonisierung ist ein starker Wachstumsmotor, wie aus dem Kompass für Wettbewerbsfähigkeit und dem Deal für saubere Industrie hervorgeht und im jüngsten Fortschrittsbericht zum Klimaschutz 2025 aufgezeigt wird.
Die Kommission hält an ihrem Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2050 fest und ist entschlossen, dass alle politischen Maßnahmen mit diesem Ambitionsniveau im Einklang stehen. Die Verringerung der CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr ist unerlässlich, da sie 2023 etwa 30 % der gesamten Netto-CO2-Emissionen der EU ausmachten und immer noch höher sind als 1990.
Die EU-Automobilbranche steht derzeit vor einem harten Wettbewerb und einem tiefgreifenden Strukturwandel von beispielloser Geschwindigkeit und Größenordnung, wobei erhebliche Veränderungen in der globalen Landschaft Herausforderungen für die Hersteller mit sich bringen. Daher ist es äußerst wichtig, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sicherzustellen und sie beim Übergang zu sauberer Mobilität und bei der Dekarbonisierung des Straßenverkehrs zu unterstützen.
Nach einem engagierten strategischen Dialog mit der Automobilindustrie unter der Leitung von Präsidentin von der Leyen und zahlreichen Gesprächen mit den Mitgliedstaaten und Interessenträgern, von NRO bis hin zur Industrie, legt die Kommission das heutige Automobilpaket als Antwort auf diese Herausforderungen vor.
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_25_3053
Europäische Kommission - Abteilung Mobility and Transport: Automotive package (16.12.2025)
For a clean and competitive automotive sector
The Commission today presented the Automotive Package to support the sector’s efforts in the transition to clean mobility. It sets an ambitious yet pragmatic policy framework to ensure 2050 climate neutrality and strategic independence while providing more flexibility to manufacturers. It also responds to calls by EU industry to simplify rules.
Key elements
Review of existing CO2 emission standards for cars and vans
The CO2 standards now provide further flexibilities to support the industry and enhance technological neutrality, while providing predictability to manufacturers and maintaining clear market signal towards electrification. From 2035 onwards, carmakers will need to comply with a 90% tailpipe emissions reduction target, while the remaining 10% emissions will need to be compensated through the use of low-carbon steel Made in the Union, or from e-fuels and biofuels.
https://transport.ec.europa.eu/transport-themes/action-plan-future-automotive-sector/automotive-package_en
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (BY): Kritik an EU-Automobilpaket (16.12.2025)
Bayerns Verkehrsminister Bernreiter: "EU-Kommission hat Chance verpasst!"
EU-Kommission enttäuscht Erwartungen ins Automobilpaket
Kein echtes „Aus vom Verbrenner-Aus“, wie es alle deutschen Länder fordern; weiterer Markteingriff durch E-Auto-Quoten für Firmenflotten
Minister Bernreiter: „Endlich auf die Wirtschaft hören!“
Die EU-Kommission hat heute ihr Automobilpaket vorgestellt. Erwartet war eine echte Abkehr vom Verbrenner-Aus ab 2035, doch der Inhalt bleibt deutlich dahinter zurück. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter gibt sich damit nicht zufrieden: „Ich weiß nicht, was zwischen den Äußerungen von Kommissionpräsidentin von der Leyen und EVP-Chef Weber vergangene Woche und der Vorstellung des Automobilpakets heute passiert ist. Die Tatsachen bleiben weit hinter den Ankündigungen zurück. Die 90 Prozent Reduzierung des CO²-Ausstoßes statt 100 Prozent müssen durch Einsatz von „grünem Stahl“, e-fuels oder Bio-Kraftstoffen teuer erkauft werden
https://www.stmb.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2025/145/index.php
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.: Keine Ausnahmen beim Verbrenner-Aus: Für klimafreundliche und gesunde Mobilität (16. Dezember 2025)
Eine Aufweichung des Verbrenner-Ausstiegs wäre ein Rückschritt für Klima und Gesundheit. Statt Ausnahmen braucht es Verlässlichkeit und einen konsequenten Ausbau von Bahn und ÖPNV, von emissionsfreie Kfz und die Förderung des Radverkehrs.
Laut Medienberichten plant die EU-Kommission den Verbrenner-Ausstieg aufzuweichen: Auch nach 2035 sollen klimaschädliche Verbrenner-Motoren zugelassen werden dürfen. Eine entsprechende Regelung soll an diesem Dienstag auf den Weg gebracht werden – auch auf Druck der Bundesregierung.
Frank Masurat, Vorstandsvorsitzender des ADFC e.V., kommentiert: „Das Verbrenner-Aus aufzuweichen, ist ein Rückschritt für den Klimaschutz. Der Verkehrssektor verfehlt Jahr für Jahr seine Emissionsziele und gehört damit zu den größten Baustellen beim Klimaschutz. Anstatt beim geplanten Verbrenner-Aus für 2035 zu bleiben, sollen nun Ausnahmen geschaffen werden, die Wirkung und Glaubwürdigkeit der Klimaziele in Frage stellen. Wir brauchen keine neue Debatte, sondern Planbarkeit und Verlässlichkeit für eine gute, gerechte Mobilität für alle.
https://www.adfc.de/pressemitteilung/keine-ausnahmen-beim-verbrenner-aus-fuer-klimafreundliche-und-gesunde-mobilitaet
UNITI Bundesverband EnergieMittelstand e.V.: UNITI-Politiktalk zum hochaktuellen Thema „Verbrennerverbot“ (16.12.2025)
Vertreter/-innen der Automobilindustrie, der Kfz-Betriebe sowie von Verbänden haben am heutigen Vormittag im Berliner dbb forum im Rahmen von energie+MITTELSTAND | DIE DEBATTE kontrovers darüber diskutiert, ob Technologieoffenheit oder ein Verbrennerverbot die Antwort auf die Antriebsfrage bildet.
Das Berliner Gesprächsformat energie+MITTELSTAND | DIE DEBATTE der UNITI hat am Vormittag des 16. Dezember Sebastian Bock (Geschäftsführer T&E Deutschland), Sara-Ida Kaiser (stellv. Leiterin Hauptstadtrepräsentanz der BMW Group), Jürgen Hasler (Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe), Dr. Tobias Block (Geschäftsführer Strategie der eFuel Alliance) sowie Hannes Christoph Bächle (Büroleiter Berlin der MAHLE International GmbH) zu einer Paneldiskussion über das Für und Wider eines EU-Neuzulassungsverbots für Verbrennerfahrzeuge zusammengeführt. Das Thema ist hochaktuell, denn später am heutigen Tag soll ein Vorschlag der EU-Kommission veröffentlicht werden, der voraussichtlich eine Abkehr vom bisher regulatorisch verfolgten „all electric“-Ansatz im Straßenverkehr durch eine entsprechende Anpassung der europäischen CO2-Flottenverordnung für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge vorsieht.
https://www.uniti.de/kommunikation/pressemitteilungen/artikel/uniti-politiktalk-zum-hochaktuellen-thema-verbrennerverbot
Deutsche Umwelthilfe e.V.: Deutsche Umwelthilfe bewertet Kommissionsvorschlag zur Abschaffung des Verbrenner-Aus als Kniefall vor den Dieselkonzernen (16.12.2025)
• Aktueller Kommissionsvorschlag erlaubt den Autokonzernen, im Jahr 2035 bis zu 46 Prozent der Neuwagen als spritdurstige Plug-In-Hybride auf den Markt zu bringen
• Während die Autokonzerne den Ausstieg aus dem Verbrenner-Aus öffentlich mit dem Schutz deutscher Arbeitsplätze begründen, lässt Mercedes-Benz Verbrennungsmotoren in China fertigen und importieren – die eigentliche Gefahr für Arbeitsplätze ist, bei der Elektromobilität den Anschluss zu verlieren
• Fokus auf kurzfristige Rendite mit Verbrennern beschleunigt die Selbstverzwergung der deutschen Autokonzerne als hochpreisige Nischenhersteller
https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-bewertet-kommissionsvorschlag-zur-abschaffung-des-verbrenner-aus-als-kniefall-v/
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Stichwörter: Pressemitteilungen zum Automobilpaket der Europäischen Kommission, Kommission, wettbewerbsfähiger Automobilsektor, Automobilpaket, Mobilität, emissionsfreie Fahrzeuge (ZEV), Omnibus für die Automobilindustrie, Wettbewerbsfähigkeit, Dekarbonisierung
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