Pressemitteilungen zum Koalitionsausschuss Verbrennerausstieg 2035

Rentenreform und Stärkung der Automobilindustrie / Blitzumfrage Elektromobilität: Bürger sehen Politik und Hersteller nicht überzeugt / Greenpeace zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses / Schwächere CO2-Vorgaben - VCD kritisiert Rolle rückwärts beim Klimaschutz / Zu den Koalitionsausschuss-Ergebnissen / Statement des ACE-Vorsitzenden Sven-Peter Rudolph zum Beschluss des Koalitionsausschusses zum Verbrenner-Aus / Hocheffiziente Verbrenner nur mit erneuerbaren Kraftstoffen nachhaltig – Emissionen am Auspuff nicht mehr ausschlaggebend / Flottenregulierung: Erneuerbare Kraftstoffe sollen wichtige Rolle spielen / „Koalitionsausschuss gegen den Klimaschutz“: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Rückschritte beim Verbrenner-Aus

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung: Rentenreform und Stärkung der Automobilindustrie (28. November 2025)
Die Regierungskoalition hat sich über die Rentenreform verständigt. Auch zum Verbrenner-Aus und einem neuen Förderprogramm zum Kauf von E-Autos besteht Einigkeit. Jetzt sollen konkrete Maßnahmen folgen. Ein Überblick.
Der aktuelle Gesetzentwurf zur Rente soll vom Bundestag verabschiedet werden, eine umfassende Reform 2026 folgen. Für die Automobilwirtschaft wirbt die Bundesregierung für eine innovationsfreundliche und technologieoffene Regulierung. Die Bundesregierung sei „entschlossen, die Probleme des Landes zu lösen“, so Bundeskanzler Merz. Das sind die Vorhaben: 
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/merz-zu-rente-und-autowirtschaft-2396464

Initiative Klimaneutrales Deutschland gUG: Blitzumfrage Elektro­mobilität: Bürger sehen Politik und Hersteller nicht überzeugt (28.11.2025)
Im Koalitionsausschuss haben sich gestern die Spitzen der Regierungsparteien Union und SPD darauf geeinigt, sich für die Aufweichung des geplanten Ausstiegs aus dem Verbrenner-Auto in der EU einzusetzen. Eine neue Civey-Umfrage im Auftrag der IKND zeigt: Eine Mehrheit der Bevölkerung sieht weder bei Industrie noch Politik echte Überzeugung für Elektromobilität.
CDU, CSU und SPD haben im gestrigen Koalitionsausschuss über die deutsche Haltung zum geplanten europäischen Zulassungsverbot von Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 beraten und sich darauf geeinigt, gegenüber der EU-Kommission auf eine Aufweichung zu drängen. Eine neue Umfrage im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) zeigt, wie sensibel Bürgerinnen und Bürger auf politische Signale in der Verkehrswende reagieren, insbesondere mit Blick auf Elektro­mobilität.
https://initiative-klimaneutral.de/presse/blitzumfrage-elektromobilitaet-buerger-sehen-politik-und-hersteller-nicht-ueberzeugt

Greenpeace e. V.: Greenpeace zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses (28. November 2025)
Hamburg, 28. 11. 2025 – Die Bundesregierung will in Brüssel ein Aufweichen des beschlossenen Aus’ für neue Verbrenner-Pkw ab 2035 erreichen. Der Koalitionsausschuss hatte sich in der Nacht darauf geeinigt, neben Plug-in-Hybriden und Fahrzeugen mit Range-Extendern über 2035 hinaus auch “hocheffiziente Verbrenner” zuzulassen. Die EU-Kommission soll am 10. Dezember einen Vorschlag veröffentlichen, wie die derzeitigen Regulierungen für Neuwagen angepasst werden sollen. Der Position Deutschlands kommt dabei ein hohes Gewicht zu. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland sieht in diesem Beschluss eine wirtschafts- und klimapolitisch fatale Fehlentscheidung und appelliert an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: 
https://presseportal.greenpeace.de/258404-greenpeace-zu-den-ergebnissen-des-koalitionsausschusses/

VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.: Schwächere CO2-Vorgaben - VCD kritisiert Rolle rückwärts beim Klimaschutz (28.11.2025)
Union und SPD haben sich heute Nacht auf eine Schwächung des Klimaschutzes im Verkehr geeinigt: Die Bundesregierung will sich in Brüssel dafür einsetzen, die CO2-Vorgaben ab 2035 abzuschwächen. Damit legt die Bundesregierung die Axt an den Klimaschutz im Verkehr und bremst die E-Mobilität aus, kritisiert der ökologische Verkehrsclub VCD.
„Die Bundesregierung müsste alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Elektromobilität volle Fahrt aufnimmt“, sagte die VCD-Bundesvorsitzende Christiane Rohleder. „Stattdessen macht sie eine Rolle rückwärts. Das schadet dem Klimaschutz und unserer Industrie gleichzeitig.“ China habe längst verstanden, dass die Zukunft elektrisch ist. „Es untergräbt auch die Planungssicherheit, wenn beschlossene EU-Regelungen gleich wieder in Frage gestellt werden. Den Schaden haben die Unternehmen, die im Vertrauen auf diese Regelungen investiert haben.“
https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/schwaechere-co2-vorgaben-vcd-kritisiert-rolle-rueckwaerts-beim-klimaschutz

Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA): Zu den Koalitionsausschuss-Ergebnissen (28. November 2025)
„Die Koalition in Berlin hat sich auf eine gemeinsame Position zur Revision der CO₂-Flottenregulierung für Fahrzeuge geeinigt. Für die Automobilindustrie und ihre hunderttausenden Beschäftigten ist das eine gute Nachricht. Jetzt muss Deutschland umgehend mit starker und geeinter Stimme sowie entsprechendem Nachdruck auf europäischer Ebene und bei weiteren Mitgliedern der EU für die notwendigen Flexibilisierungen werben.
Die deutschen Automobilhersteller und ihre Zulieferer haben hohe Milliardenbeträge in den Hochlauf der E-Mobilität investiert. Sie ist der Hauptpfad auf dem Weg in die Klimaneutralität. In diesem Jahr werden bereits mehr als 40 Prozent der hierzulande produzierten Pkw elektrisch sein. Die Nachfrage bleibt bislang aber hinter den Erwartungen und politischen Zielen zurück, schlichtweg weil die Rahmenbedingungen nicht Schritt halten.
https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2025/251128_Kommentierung_Koalitionsausschuss_Ergebnisse

ACE Auto Club Europa e.V.: Statement des ACE-Vorsitzenden Sven-Peter Rudolph zum Beschluss des Koalitionsausschusses zum Verbrenner-Aus (28.11.2025)
„Die Bundesregierung hat heute die europäische Einigung zum Verbrenner-Aus de facto aufgekündigt. Der Hochlauf der E-Mobilität kann nicht gelingen, indem man ständig auf die Bremse tritt und in den Rückspiegel blickt. Genau das passiert jetzt: Die Bundesregierung will in Brüssel die bereits vereinbarte Auslaufregel für neue Verbrenner ab 2035 aufkündigen und Hybridfahrzeuge sowie ‚hocheffiziente Verbrenner‘ weiter zulassen.
Diese Politik wird unter dem unverfänglichen Schlagwort ‚Technologieoffenheit‘ verkauft – in Wahrheit ist das ein Festhalten am Status quo. Die Bundesregierung droht, die Transformationsbemühungen auf europäischer Ebene zu blockieren.
https://presse.ace.de/pressemitteilungen/presse-detail/news/statement-des-ace-vorsitzenden-sven-peter-rudolph-zum-beschluss-des-koalitionsausschusses-zum-verbre/

eFuel Alliance e.V.: Hocheffiziente Verbrenner nur mit erneuerbaren Kraftstoffen nachhaltig – Emissionen am Auspuff nicht mehr ausschlaggebend (28. November 2025)
Die deutsche Bundesregierung will sich in Brüssel für ein Aus des Verbrenner-Aus einsetzen. Die gemeinsame Position zur Überarbeitung CO2-Flottenregulierung schlägt entscheidende und lang erhoffte Änderungen vor. Die eFuel Alliance begrüßt dieses Engagement
“Die deutsche Position ist taktgebend in Brüssel, die gemeinsame Position das richtige Zeichen. Jetzt geht es um Sichtbarkeit und diesen Einfluss in Gesetzestexten zu verankern. Nur wenn Deutschland mit Nachdruck agiert, kann sich die Position der Bundesregierung durchsetzen”, unterstreicht Ralf Diemer, Hauptgeschäftsführer der eFuel Alliance.
https://www.efuel-alliance.eu/fileadmin/Downloads/Pressemitteilungen_2025/20251128_PM_KoaAusschuss.pdf

Wirtschaftsverband Fuels und Energie e. V. (en2x): Flottenregulierung: Erneuerbare Kraftstoffe sollen wichtige Rolle spielen (28.11.2025)
en2x-Pressemitteilung zum Koalitionsbeschluss zur Flottenregulierung
Der en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie begrüßt es, dass sich die Regierungskoalition auf eine gemeinsame Position zur Anpassung der EU-Flottenregulierung für Pkw geeinigt hat und die Rolle von erneuerbaren Kraftstoffen anerkennt.
„Die jetzt vorgesehene Berücksichtigung von nachhaltigen Kraftstoffen in Kombination mit Plug-in-Hybriden, Autos mit Range-Extendern und hocheffizienten Verbrennern in der Flottenregulierung ab 2035 ist ein wichtiger und zukunftsweisender Schritt“, meint en2x-Hauptgeschäftsführer Prof. Christian Küchen. „Jetzt kommt es darauf an, dass dieser Ansatz auch in Brüssel Berücksichtigung findet und konkretisiert wird“. Die EU-Kommission arbeitet aktuell an einer Überarbeitung der CO2-Flottengrenzwerte für Neuwagen und will voraussichtlich am 10. Dezember einen Vorschlag veröffentlichen.
https://en2x.de/2025/11/28/flottenregulierung-erneuerbare-kraftstoffe-sollen-wichtige-rolle-spielen/

Deutsche Umwelthilfe e.V.: „Koalitionsausschuss gegen den Klimaschutz“: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Rückschritte beim Verbrenner-Aus (28.11.2025)
Durch die Einigung im Koalitionsausschuss rücken die Klimaziele im Verkehrssektor nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in noch weitere Ferne. Auf Druck der Union und von Bundeskanzler Merz persönlich will man sich in der EU für eine Aufweichung des Verbrenner-Ausstiegs 2035 einsetzen – zugunsten von Scheinlösungen wie Plug-In-Hybriden und „hocheffizienten Verbrennern“.
DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch: „Die Abkehr der Bundesregierung vom Verbrenner-Ausstieg 2035 ist ein Skandal. Selbst mit der derzeitigen Regelung zum Verbrenner-Ausstieg werden im Verkehrsbereich hunderte Millionen Tonnen CO2 zu viel ausgestoßen. Die schwarz-rote Rückwärts-Koalition belohnt das Schaufahren gegen den Klimaschutz von BMW, Mercedes-Benz und Co. Umso dringlicher wird jetzt die Frage zur zivilrechtlichen Verantwortung der Autokonzerne. Wir werden das schmutzige Verbrenner-Geschäftsmodell der Autokonzerne mit unserer Klimaklage stoppen, die im März 2026 vorm Bundesgerichtshof verhandelt werden soll.“
https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/koalitionsausschuss-gegen-den-klimaschutz-deutsche-umwelthilfe-kritisiert-rueckschritte-beim-verbr/

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Quellen: die oben genannten Quellen

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Kategorie(n): Gesundheit & Umwelt, Märkte & Konjunktur