Pressemitteilungen zum Start der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin vom 01-08-2025

Deutsche Bahn startet Generalsanierung der Metropolen-Verbindung zwischen Hamburg und Berlin / Korridorsanierung Hamburg–Berlin: Ab heute Vollsperrung. Neunmonatige Dauer und Umleiterkonzept in der Kritik / Zum Start der Korridorsanierung Hamburg-Berlin: GÜTERBAHNEN-Verband fordert die Einrichtung eines begleitenden Projektbeirats / Verkehrsminister Tabbert testet Schienenersatzverkehr / Ludwigslust: Start der Generalsanierung der Strecke Hamburg-Berlin

Deutsche Bahn AG: Deutsche Bahn startet Generalsanierung der Metropolen-Verbindung zwischen Hamburg und Berlin (01.08.2025)
Bauteams bündeln alle Arbeiten an Strecke und Bahnhöfen • Fern- und Güterzüge fahren auf Umleitungsstrecken • Umfassendes Ersatzangebot für Reisende im Regionalverkehr mit Bussen auf 28 Linien
Die Deutsche Bahn (DB) beginnt mit der umfassenden Erneuerung und Modernisierung der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Ulrich Lange, geben heute Vormittag in Ludwigslust auf einer von rund 130 Baustellenflächen das offizielle Startsignal. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die neunmonatige Bauphase beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs fahren bis 30. April kommenden Jahres auf Umleitungsstrecken. Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die während der Bauphase nicht angeboten werden können, kommen mehr als 170 Busse zum Einsatz.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-startet-Generalsanierung-der-Metropolen-Verbindung-zwischen-Hamburg-und-Berlin--13467978

Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V./DIE GÜTERBAHNEN: Korridorsanierung Hamburg–Berlin: Ab heute Vollsperrung. Neunmonatige Dauer und Umleiterkonzept in der Kritik (01.08.2025)
Die dritte der sogenannten „Korridorsanierungen” der DB zwischen Hamburg und Berlin ist ein Belastungstest für die Schienenkunden, die Eisenbahnunternehmen, aber auch für das Vertrauen in das Großprojektmanagement der DB InfraGO. Es handelt sich um den größten Eisenbahn-Shutdown, den es je in Deutschland gab. Die ursprünglich für sechs Monate geplante Vollsperrung (06. Juni bis 13. Dezember 2025) wurde im Dezember 2023 auf neun Monate (01. August 2025 bis 01. Mai 2026) ausgeweitet – ohne triftige Erklärung oder schriftliche Vorabinformation an die Kunden. Noch immer fehlen Antworten auf zahlreiche Fragen und ein belastbarer Bauablaufplan, woraus ersichtlich wäre, dass die Strecke und die mittelbar betroffenen, in Wittenberge, Ludwigslust und Hagenow abzweigenden Strecken – insgesamt werden 384 Kilometer Strecke stillgelegt – wirklich für ein dreiviertel Jahr vom Verkehr genommen werden müssen. Betroffen sind täglich zwischen 80 und 90 Güterzüge und natürlich auch der Fern- und Nahverkehr in einem riesigen Gebiet.
https://db-watch.de/korridorsanierung-hamburg-berlin-ab-heute-vollsperrung-neunmonatige-dauer-und-umleiterkonzept-in-der-kritik/

Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.: Zum Start der Korridorsanierung Hamburg-Berlin: GÜTERBAHNEN-Verband fordert die Einrichtung eines begleitenden Projektbeirats (01.08.2025)
Statement zur Baustelleneröffnung Hamburg-Berlin
Nicht nur die Eisenbahnbranche, sondern auch das ganze Land hält den Atem an: Denn heute startet die Korridorsanierung Hamburg-Berlin mit einer gesperrten Streckenlänge von insgesamt 384 Kilometern. GÜTERBAHNEN-Geschäftsführer Peter Westenberger nimmt von der Baustelleneröffnung vor Ort in Ludwigslust wie folgt Stellung: 
„Mit dem heutigen Startschuss der Korridorsanierung Hamburg-Berlin beginnt für den deutschen Schienengüterverkehr eine Hochbelastungszeit von neun Monaten. Wenngleich saniert werden muss, sind Güterzüge ab heute gezwungen das eisenbahnfreie Dreieck zwischen Hamburg, Schwerin und Berlin so weiträumig zu umfahren, dass zusätzliche Wegestrecken zwischen 105 und 195 Kilometer für sie anfallen. Die dabei entstehenden Mehrkosten haben das Potenzial, einzelnen Eisenbahnverkehrsunternehmen die unternehmerische Luft zum Atmen abzuschnüren. Um zu verhindern, dass Ladung von der Schiene auf die A 24 abwandert, müssen durch Umleiterrouten entstehende Zusatzkosten für Energie, Personal und Fahrzeuge auch für den Schienengüterverkehr erstattet und in das Projektbudget aufgenommen werden, wie es bereits für den Schienenpersonennahverkehr der Fall ist.
https://die-gueterbahnen.com/news/zum-start-der-korridorsanierung-hamburg-berlin-gueterbah-nen-verband-fordert-die-einrichtung-eines-begleitenden-pro-jektbeirats.html

Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL): Verkehrsminister Tabbert testet Schienenersatzverkehr (01.08.2025)
Mit Beginn der Generalsanierung der Bahnstrecke Berlin – Hamburg fällt heute auch der Startschuss für einen Schienenersatzverkehr (SEV), den es so in diesem Umfang in Deutschland noch nicht gegeben hat. Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert und Thomas Dill, Bereichsleiter beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), möchten mit Pressevertreterinnen und -vertretern im Rahmen einer SEV-Befahrung eigene Eindrücke sammeln und über die Erkenntnisse der ersten Betriebswoche informieren.
Sie werden am 8. August den Busverkehr zwischen Wustermark und Kyritz erproben. Der Bahnhofsvorplatz Wustermark war als ein wichtiger Umsteigebahnhof mit Knotenfunktion für den Schienenersatzverkehr von und nach Berlin aufgewertet worden.
https://mil.brandenburg.de/mil/de/presse/detail/~01-08-2025-minister-testfahrt-sev

Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: Ludwigslust: Start der Generalsanierung der Strecke Hamburg-Berlin (01.08.2025)
Ines Jesse: „Die Menschen erwarten verlässliche Mobilität“
Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat heute in Ludwigslust an einer Podiumsdiskussion der Deutschen Bahn zum Start der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg – Berlin teilgenommen. Der Bund und die Deutsche Bahn führen auf dem sogenannten Hochleistungskorridor im Zeitraum vom 1. August 2025 bis zum 30. April 2026 umfassende Sanierungsarbeiten an Schienen, Weichen, Bahnhöfen und Stellwerken in M-V und weiteren Bundesländern durch. Die Strecke sowie unter anderem die Zulaufstrecken Schwerin – Hagenow und Schwerin – Ludwigslust werden dafür vollständig gesperrt. 
Schieneninfrastruktur muss ausgebaut, modernisiert und saniert werden
„Deutschland braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur – die Generalsanierung ist ein Schritt auf dem Weg dahin,“ so Ines Jesse. „Deutschlandticket und Deutschlandtakt gehören zusammen – und beides braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Die Verkehrswende gelingt nur mit einem zuverlässigen, modernen Schienennetz. Das erwarten die Menschen vollkommen zu Recht.“
https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Aktuell/?id=213022&processor=processor.sa.pressemitteilung

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Quellen: Deutsche Bahn AG

Stichwörter: Pressemitteilungen Deutsche Bahn AG, Generalsanierung, Metropolen-Verbindung, Hamburg, Berlin, Korridorsanierung, Vollsperrung, Neunmonatige Dauer, Umleiterkonzept, DB InfraGO, GÜTERBAHNEN-Verband, Verkehrsminister Tabbert, Schienenersatzverkehr, Schienenersatzverkehr (SEV), Wustermark, Kyritz, Ludwigslust

Kategorie(n): Logistische Infrastruktur