Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin): EZB hätte Inflation frühzeitiger eindämmen können (16.10.2024)
DIW-Studie untersucht empirisch geldpolitische Strategie der EZB während der Energiepreiskrise – Berechnungen zeigen, dass expansive Geldpolitik zum Anstieg der Inflation beitrug, aber auch Wirtschaft stützte – Frühzeitigere Zinserhöhung hätte Inflation gebremst und Wirtschaft nur kurzfristig belastet – Mit Fiskal- und Kapitalmarktunion könnte EZB ihr Mandat der Preisstabilität besser erfüllen
https://www.diw.de/de/diw_01.c.917929.de/.html
ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.: Inflationserwartungen über den Inflationszielen der Zentralbanken (16.10.2024)
Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus aller Welt erwarten weiterhin Inflationsraten über den Zielen der Zentralbanken. Das geht aus dem Economic Experts Survey hervor, einer vierteljährlichen Umfrage des ifo Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. Demnach werden in Deutschland dieses Jahr 2,4% erwartet, in Österreich 3,1 und Frankreich 2,3%. In der Eurozone sind es 2,6%. „Auch in der mittleren Frist wird eine Inflation über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent erwartet“, sagt ifo-Forscher Niklas Potrafke. „Aufgrund dieser stagnierenden Inflationserwartungen könnten sich die Zentralbanken mit weiteren Zinssenkungen zurückhalten.“
https://www.ifo.de/pressemitteilung/2024-10-16/inflationserwartungen-ueber-den-inflationszielen-der-zentralbanken
Hans-Böckler-Stiftung: Teuerungsraten für alle Haushaltstypen deutlich unter zwei Prozent – EZB sollte Donnerstag deutliches Signal für Zinssenkungen setzen (16.10.2024)
Die Inflationsrate in Deutschland ist im September gegenüber August von 1,9 auf 1,6 Prozent gesunken. Damit lag sie erstmals seit März 2021 wieder deutlich unter dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent. Hauptgrund dafür war ein kräftiger Rückgang der Energiepreise. Die Kernrate der Inflation, also die Teuerung ohne die relativ stark schwankenden Komponenten Energie und weitgefasste Lebensmittel, stieg minimal auf 2,7 Prozent. Allerdings schwächte sich der darin enthaltene Anstieg der Dienstleistungspreise etwas ab. Zudem ist die Kernrate durch zwei Sondereffekte überzeichnet: Die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer auf Speisen im Gastgewerbe vom Jahresanfang trägt aktuell 0,3 Prozentpunkte zur Kernrate bei, ebenso groß ist der Effekt der seit Jahresbeginn kräftig gestiegenen Preise für Kfz-Versicherungen. Die Inflationsraten verschiedener Haushaltstypen, die sich nach Einkommen und Personenzahl unterscheiden, sind im September ebenfalls weiter zurückgegangen.
https://www.imk-boeckler.de/de/pressemitteilungen-15992-ezb-sollte-deutliches-signal-fur-zinssenkungen-setzen-64185.htm
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