Pressemitteilungen zum US-Zollurteil vom 23-02-2026

US-Zollurteil: Rechtmäßigkeit bricht, Unsicherheit bleibt / US-Zölle: Zügig auf USA zugehen und Klarheit über Zölle und Handelsregeln schaffen / From IEEPA to Section 122: What a tariff reset means for Asia / German recovery gains momentum, but tariffs could spoil the party

KfW : US-Zollurteil: Rechtmäßigkeit bricht, Unsicherheit bleibt (23.02.2026)
Am 20. Februar 2026 erklärte der Supreme Court die meisten von Präsident Trump verhängten Zölle für rechtswidrig. Trotz des Urteils hält Trump an seiner Zollpolitik fest und kündigte unmittelbar neue Zölle an, die jedoch nur für 150 Tage gültig sind. Auch wenn die unmittelbaren ökonomischen Folgen der neuen Zölle für Deutschland moderat bleiben, erschwert die Unsicherheit eine verlässliche langfristige Handelspolitik sowie stabile Investitionen in den USA.
Endstation Supreme Court
Das Urteil des Supreme Court vom 20. Februar 2026, die meisten der verhängten US-Zölle für rechtswidrig zu erklären, hat Präsident Trump verfassungsrechtliche Grenzen aufgezeigt. Trotz der juristischen Niederlage hält Trump an seinem Kurs fest: Unmittelbar nach dem Urteil verkündete er einen neuen 10-prozentigen Globalzoll (der nachträglich auf 15 % angehoben wurde) auf Basis von Sektion 122 des Handelsgesetzes von 1974.
Sein rasches Handeln zeigt, dass die Regierung unbeirrt an ihrer Zollpolitik festhalten will, auch wenn das Handelsdefizit unverändert hoch bleibt. Trotz massiver Importabgaben zeigen aktuelle Daten, dass sich das Handelsdefizit zuletzt wieder deutlich ausgeweitet hat (siehe Grafik 1).
Hinzu kommt die zunehmende Ablehnung der Amerikaner gegenüber Trumps Zollpolitik: Laut einer aktuellen ABC News/Ipsos-Umfrage vom 22. Februar 2026 lehnen 64 % der Bürger seine Zollpolitik ab.
https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Volkswirtschaft-Kompakt/One-Pager-2026/VK-Nr.-257-Februar-2026-US-Zoelle.pdf

Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI): US-Zölle: Zügig auf USA zugehen und Klarheit über Zölle und Handelsregeln schaffen (23.02.2026)
BDI-Präsident Peter Leibinger: „Die EU sollte, unterstützt durch die Bundesregierung, zügig auf die Vereinigten Staaten zugehen und Klarheit über Zölle und Handelsregeln schaffen.“
„Die Entscheidungen schaffen neue große Unsicherheit für den transatlantischen Handel. Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks brauchen jetzt schnell Planungssicherheit und verlässliche Handelsbedingungen. Die EU sollte, unterstützt durch die Bundesregierung, zügig auf die Vereinigten Staaten zugehen und Klarheit über Zölle und Handelsregeln schaffen. Nur durch Gespräche lässt sich Transparenz herstellen und das Vertrauen in die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen sichern.
Die Vereinbarung der EU mit den USA vom August 2025 ist der Maßstab, hinter deren Bedingungen dürfen wir nicht zurückfallen. Sollte sich jetzt die Chance eröffnen, darüber hinaus weitere Handelserleichterungen zu verhandeln, sollte die EU sie nutzen. Das wäre für beide Seiten von Vorteil.
https://bdi.eu/de/articles/presse/us-zoelle-zuegig-auf-usa-zugehen-und-klarheit-ueber-zoelle-und-handelsregeln-schaffen

ING Bank N.V. : From IEEPA to Section 122: What a tariff reset means for Asia (23 February 2026 )
Asia should emerge as a beneficiary of the US tariff reset, as the removal of IEEPA lowers effective tariff rates for key exporters like India, China, and Vietnam. While Japan and South Korea gain little on tariffs alone, their strategic trade and investment deals with the US should continue as planned
The Supreme Court’s decision to strike down the reciprocal IEEPA tariffs could materially reshape the trade policy landscape. In response, US President Donald Trump swiftly announced the introduction of a 15% across‑the‑board tariff under Section 122, following an initial 10% surcharge that was raised to 15% on 22 February.
https://think.ing.com/articles/from-ieepa-to-section-122-tariff-reset-implications-for-asia/

ING Bank N.V.: German recovery gains momentum, but tariffs could spoil the party (23 February 2026)
A strong Ifo index reading in February illustrates what a decent cyclical upswing could look like – if it wasn't for the latest tariff woes
Is this finally the long-awaited cyclical upswing? Germany’s leading indicator, the Ifo index, surged to 88.6 in February, from 87.6 in January. This is the highest level since last summer. Both the current assessment and expectations improved in tandem.
While January’s Ifo index was likely still somewhat distorted by the Greenland conflict, today’s reading comes before German businesses have had a chance to factor in the latest tariff uncertainty.
https://think.ing.com/snaps/german-ifo-feb26/

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Quellen: die oben genannten Quellen

Stichwörter: Pressemitteilungen zum US-Zollurteil, US-Zollurteil, Supreme Court, Trump, Zölle, Zollpolitik, BDI, IEEPA, Asia, German

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