Pressemitteilungen zum Wirtschaftswachstum im 3. Quartal 2026

Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2026 um 0,2 % höher als im Vorquartal / Deutsche Wirtschaft bleibt trotz Gegenwind auf Erholungskurs / Selbsttragender Aufschwung braucht mehr als Schulden und Exporte / Energiepreisanstieg und Niedrigwasser bremsen deutsche Wirtschaft nur wenig aus / Kräftig gestiegene Energiepreise sorgen weiterhin für Preisdruck / Leichtes Wachstum im III. Quartal 2026

Statistisches Bundesamt (Destatis): Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2026 um 0,2 % höher als im Vorquartal (30. Oktober 2026)
Wirtschaftsleistung in Deutschland nimmt erneut zu
Pressemitteilung Nr. 381 vom 30. Oktober 2026
Bruttoinlandsprodukt (BIP), 3. Quartal 2026
• +0,2 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
• +1,3 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
• +1,2 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)
WIESBADEN - Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 3. Quartal 2026 gegenüber dem 2. Quartal 2026 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,2 % gestiegen, nachdem es bereits in der ersten Jahreshälfte 2026 gewachsen war. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entwickelten sich die Konsumausgaben preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorquartal leicht positiv. Dagegen gingen die Investitionen laut den vorläufigen Erkenntnissen zurück. Die in der ersten Jahreshälfte noch sehr dynamische Entwicklung der Exporte schwächte sich im 3. Quartal 2026 merklich ab.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/10/PD26_381_811.html

Kiel Institut für Weltwirtschaft: Deutsche Wirtschaft bleibt trotz Gegenwind auf Erholungskurs (30.10.2026)
Dr. Nils Jannsen, Leiter Konjunktur Deutschland am Kiel Institut, kommentiert die aktuellen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2026 des Statistischen Bundesamtes, wonach dieses um 0,2 Prozent gestiegen ist: 
Kiel Institute Statements - Nils Jannsen
„Die deutsche Wirtschaft hat ihre Erholung trotz der Belastungen durch den Irankrieg und das Niedrigwasser fortgesetzt. Dass die Wirtschaftsleistung dabei etwas langsamer zulegte als in den Vorquartalen, hatte sich bereits abgezeichnet. So hatten einige Branchen in der ersten Jahreshälfte von vorübergehenden Wettbewerbsvorteilen profitiert, da ausländische Konkurrenten stärker von den Liefer- und Produktionsstörungen infolge des Irankriegs betroffen waren. Dieser positive Sondereffekt dürfte inzwischen jedoch nachgelassen haben, so dass die Belastungen durch die gestiegenen Rohstoffpreise stärker ins Gewicht fallen. Zudem hat das Niedrigwasser im Rhein die Produktion beeinträchtigt. 
https://www.kielinstitut.de/de/medien/aktuelles/jannsen-statement/

Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK): Selbsttragender Aufschwung braucht mehr als Schulden und Exporte (30.10.2026)
DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu den vorläufigen BIP-Zahlen für das dritte Quartal 2026
30.10.2026 - „Mit einem Wachstum von noch 0,2 Prozent verliert die wirtschaftliche Erholung an Schwung. Neben den schuldenfinanzierten Investitionen des Staates in Infrastruktur und Verteidigung hat uns der Export im bisherigen Jahresverlauf geholfen. Doch die schwächer werdenden Impulse aus dem Ausland allein reichen nicht, um die deutsche Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen. Es fehlt dafür ein in der Breite der privaten Wirtschaft getragener Investitionsaufschwung in Ausrüstungen und Kapazitätserweiterungen. Erste Ergebnisse aus der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage zeigen, dass die Unternehmen bei Investitionen und Beschäftigung weiterhin zurückhaltend sind.
https://www.dihk.de/de/newsroom/selbsttragender-aufschwung-braucht-mehr-als-schulden-und-exporte-192310

ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.: Energiepreisanstieg und Niedrigwasser bremsen deutsche Wirtschaft nur wenig aus (30. Oktober 2026)
Die kräftig gestiegenen Energiepreise und das Niedrigwasser auf deutschen Flüssen belasteten die Industrie- und Konsumkonjunktur im dritten Quartal 2026. „Trotzdem hat sich der Aufschwung der deutschen Wirtschaft nur wenig abgeschwächt“, kommentiert ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. In den drei Quartalen zuvor hatte die Wirtschaftsleistung im Schnitt um 0,3 Prozent zugelegt.
https://www.ifo.de/pressemitteilung/2026-10-30/energiepreisanstieg-und-niedrigwasser-bremsen-deutsche-wirtschaft-nur-wenig-aus

ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.: Kräftig gestiegene Energiepreise sorgen weiterhin für Preisdruck (30. Oktober 2026)
Mehr Unternehmen in Deutschland planen, ihre Preise anzuheben. Die ifo Preiserwartungen stiegen von 23,0* im September auf 25,9 Punkte im Oktober 2026. „Die Unternehmen reagieren auf die kräftig gestiegenen Preise für Rohöl und Erdgas, die in der zweiten Oktoberhälfte den höchsten Stand seit 2022 erreicht haben“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „In den kommenden Monaten wird die Inflation sowohl bei den Erzeuger- als auch bei den Verbraucherpreisen weiter zunehmen.“
https://www.ifo.de/pressemitteilung/2026-10-30/kraeftig-gestiegene-energiepreise-sorgen-weiterhin-fuer-preisdruck

Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO): Leichtes Wachstum im III. Quartal 2026 (30.10.2026)
Die österreichische Wirtschaftsleistung stieg laut aktueller Schnellschätzung des WIFO im III. Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um real 0,2%. Damit wurde nach dem Rückgang im II. Quartal wieder ein leichtes Wachstum verzeichnet. Die Industrie entwickelte sich verhalten, in den Dienstleistungsbereichen verlief die Konjunktur mehrheitlich gut, die Bauwirtschaft blieb hingegen schwach. Investitionen und Außenhandel lieferten leicht positive Impulse.
Die wirtschaftliche Dynamik verlief im III. Quartal 2026 leicht positiv. Gemäß ersten Berechnungen stieg das BIP real um 0,2% gegenüber dem Vorquartal (saison- und kalenderbereinigt). Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Zuwachs von +0,6% gegenüber dem III. Quartal 2025.
Damit setzte sich die konjunkturelle Erholung, nach einer Unterbrechung im II. Quartal 2026 (−0,1% nach +0,3% im I. Quartal 2026) fort. Die Industrie (ÖNACE 2008, Abschnitte B bis E) lieferte zuletzt wenig Impulse, die Wertschöpfung stagnierte im III. Quartal im Vergleich zum Vorquartal nahezu. In der Bauwirtschaft setzte sich die schwache Dynamik fort, die Wertschöpfung ging leicht zurück (−0,2%).
https://www.wifo.ac.at/wp-content/uploads/upload-1644/p_2026_10_30.pdf

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Quellen: die oben genannten Quellen

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur