Pressemitteilungen zur 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden

Schifffahrt im Spannungsfeld globaler Krisen / DMZ-Side-Event zur 14. Nationalen Maritimen Konferenz: Maritime Fachkräftesicherung im Fokus / Deutschland braucht seine Häfen für Resilienz und Versorgungssicherheit / Deutschland braucht seine Häfen für Resilienz und Versorgungssicherheit / „Der Bund muss bei Konverterprojekten und Hafenfinanzierung endlich liefern.“

Verband Deutscher Reeder e.V. (VDR): Schifffahrt im Spannungsfeld globaler Krisen (30.4.2026)
Nationale Maritime Konferenz 2026: Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Schifffahrt als Schlüssel für Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität in Deutschland
Die internationale Schifffahrt ist das Rückgrat von Wirtschaft und Versorgung. Gerade für eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland ist sie unverzichtbar: Rund 90 % des weltweiten Handels und etwa zwei Drittel des deutschen Außenhandels werden über den Seeweg abgewickelt. Im Krisenfall werden zudem etwa 90 % der militärischen Ausrüstung und Hilfsgüter über die Handelsschifffahrt transportiert. Vor diesem Hintergrund diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Arbeitnehmerseite beim Branchenforum des Verbands Deutscher Reeder (VDR) im Rahmen der Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden, wie maritime Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten geopolitischer Spannungen gestärkt werden können.
Gaby Bornheim, Präsidentin des VDR, betonte: „Der Einsatz für eine sichere und freie Schifffahrt ist für Deutschland unerlässlich. Unsere Wirtschaft und unsere Versorgung hängen maßgeblich von funktionierenden maritimen Lieferketten ab. Deshalb brauchen wir eine starke eigene Handelsflotte und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, um unsere Versorgungssicherheit zu stärken und unsere strategische Unabhängigkeit zu sichern.“
https://www.reederverband.de/2026/04/schifffahrt-im-spannungsfeld-globaler-krisen/

Deutsches Maritimes Zentrum e.V.: DMZ-Side-Event zur 14. Nationalen Maritimen Konferenz: Maritime Fachkräftesicherung im Fokus (30.04.2026)
Über 120 Teilnehmende verfolgten im Festspielhaus am Wall das Side-Event, das Fachkräftesicherung als strategisches Thema in den Mittelpunkt stellte. Deutschland verfolgt ambitionierte maritime Ziele – von der Energiewende bis zur Nationalen Hafenstrategie. Doch ohne ausreichend qualifizierte Fachkräfte drohen strategische Abhängigkeiten und ein Verlust maritimer Handlungsfähigkeit.
Politische Impulse zur maritimen Souveränität
Dr. Christoph Ploß, Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort zur wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Bedeutung maritimer Fachkräfte. Er betonte die gute Ausgangslage der maritimen Wirtschaft in Deutschland, dass aber Resilienz weit über technische Lösungen hinausgehe – sie sei eine Frage der Kompetenz und insbesondere der Anpassungsfähigkeit unseres Bildungssystems. Es brauche außerdem in den kommenden Jahren große Anstrengungen bei der Fachkräftegewinnung.
Dr. Wibke Mellwig vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur lenkte in ihrem Grußwort die Perspektive außerdem auf die Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der maritimen Wirtschaft. Deutschland sei als Exportnation in besonderem Maße auch auf eine leistungsfähige, narrative Wirtschaft angewiesen – wirtschaftlich, energiepolitisch und zunehmend auch sicherheitspolitisch. Zeitenwände, Energiewende und die Sicherung globaler Lieferketten, alle diese Ziele ließen sich nicht ohne qualifizierte maritime Fachkräfte erreichen. Es brauche eine starke deutsche Flagge.
https://dmz-maritim.de/dmz-side-event-zur-14-nationalen-maritimen-konferenz-maritime-fachkraeftesicherung-im-fokus/

Senatskanzlei Bremen: Deutschland braucht seine Häfen für Resilienz und Versorgungssicherheit (30.04.2026)
Die heute (30. April 2026) zu Ende gehende Nationale Maritime Konferenz in Emden hat erneut die überragende gesamtstaatliche Bedeutung der deutschen Seehäfen deutlich gemacht. Leistungsfähige Seehäfen sind nicht nur eine Angelegenheit der Küstenländer, sondern von zentraler Bedeutung für ganz Deutschland. Von ihnen profitieren Industrie, Mittelstand und Arbeitsplätze in allen Regionen der Republik.
Auch für das Land Bremen mit seinen Häfen in Bremen und Bremerhaven ist diese gesamtstaatliche Bedeutung täglich sichtbar. Angesichts der großen gesamtstaatlichen Herausforderungen – von Wettbewerbsfähigkeit über Energieversorgung bis hin zur Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit – ist eine grundlegende Reform aber dringend nötig.
Aus Sicht der Bundesländer, in denen die deutschen Seehäfen liegen, muss die jährliche Grundfinanzierung der öffentlichen Hafeninfrastruktur dabei ein Volumen von mindestens 500 Millionen Euro erreichen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die deutschen Seehäfen ihren Aufgaben für Wirtschaft, Energieversorgung, Resilienz und Sicherheit dauerhaft und tragfähig gerecht werden können. Diese Position unterstreichen die Wirtschaftsministerinnen und -minister der norddeutschen Länder und der Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe zum Ende der Nationalen Maritimen Konferenz erneut.
https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/deutschland-braucht-seine-haefen-fuer-resilienz-und-versorgungssicherheit-484474?asl=bremen02.c.732.de

Hamburg - Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (HH): Deutschland braucht seine Häfen für Resilienz und Versorgungssicherheit (30. April 2026)
Von ihnen profitieren Industrie, Mittelstand und Arbeitsplätze in allen Regionen der Republik. Angesichts der großen gesamtstaatlichen Herausforderungen – von Wettbewerbsfähigkeit über Energieversorgung bis hin zur Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit – ist eine grundlegende Reform aber dringend nötig.
Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Die Bedeutung der Häfen für Verteidigungsinfrastruktur und Bevölkerungsversorgung haben Bundeskanzler Merz und seine Wirtschafts-, Verteidigungs- und Verkehrsminister auf dieser Konferenz deutlich anerkannt. Resilienz bedeutet konkret, in der Lage zu sein, zusätzlichen militärischen Anforderungen zu genügen und weiterhin die zivile Versorgung zu organisieren. Die Regale in Deutschlands Läden müssen gefüllt bleiben, gerade wenn Verteidigung nun wieder mehr Raum in den Häfen einnehmen muss. Das betrifft die ganze Bundesrepublik. Dadurch ergeben sich gesamtstaatliche Aufgaben, mit denen entsprechende Infrastrukturkosten einhergehen. Diese Kosten sollten wir in Deutschland gemeinsam tragen.“
Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard nahmen an der Konferenz teil. In seiner Rede vor der Konferenz hatte der Erste Bürgermeister die nationale Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung und die Anbindung der drittgrößten Volkswirtschaft an die internationalen Märkte betont und die Herrichtung „Dual-Use“-fähiger Infrastruktur gefordert. Die mit den künftigen zivilen und militärischen Nutzungen einhergehenden Investitionsbedarfe belaufen sich allein für den Hamburger Hafen auf mehr als acht Milliarden Euro.
https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bwai/aktuelles/pressemeldungen/nationale-maritime-konferenz--1170972

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern (MV): „Der Bund muss bei Konverterprojekten und Hafenfinanzierung endlich liefern.“ (30.04.2026)
Im Rahmen der 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden hat Mecklenburg-Vorpommerns maritimer Koordinator und Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte die Bundesregierung für fehlende Fortschritte bei zentralen Zukunftsfragen der maritimen Industrie kritisiert.
„Die maritime Wirtschaft ist eine Schlüsselindustrie für Energieversorgung, Wertschöpfung und Sicherheit. Umso enttäuschender ist, dass der Aktionsplan der Bundesregierung bei der Umsetzung hinter den Erwartungen zurückbleibt“, so Schulte.
Besonders kritisch sieht Schulte die Situation beim Bau von Offshore-Konverterplattformen: „Hier entscheidet sich, ob industrielle Wertschöpfung in Deutschland stattfindet oder abwandert. Die Herausforderungen sind seit Längerem bekannt – was fehlt, sind verlässliche Projektpipelines und konkrete Fortschritte bei der Umsetzung.“
Bereits im Vorfeld der Konferenz hatten sich Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium gewandt und auf die gesamtstaatliche Bedeutung des Konverterplattformbaus hingewiesen. „Die Wertschöpfungskette reicht von der Stahlproduktion über den Plattformbau bis zur Systemintegration – über mehrere Bundesländer hinweg. Das zeigt: Maritime Industrie ist keine regionale, sondern eine nationale Aufgabe.“
https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Aktuell/?id=219724&processor=processor.sa.pressemitteilung

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Quellen: die oben genannten Quellen

Stichwörter: Pressemitteilungen zur 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden, maritime Resilienz, Versorgungssicherheit, internationale Schifffahrt, geopolitische Spannungen, maritime Fachkräftesicherung, Nationale Maritime Konferenz, deutsche Seehäfen, Wettbewerbsfähigkeit, Dual‑Use‑Infrastruktur, Energiewende, Sicherheits‑ und Verteidigungsfähigkeit, Hafenfinanzierung, Offshore‑Konverterplattformen, Wertschöpfungskette, maritime Industrie

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