Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG): Bahn-Probleme gehen ab jetzt auf Konto von Merz (24.07.2026)
Zur anstehenden Entlassung von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erklärt der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Martin Burkert:
„Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Bis gestern hatten wir einen Verkehrsminister, der zwar erkennbar mit der Schiene gefremdelt hat, aber wenigstens hatten wir einen. Jetzt ist Patrick Schnieder noch formal im Amt, aber de facto schon entlassen. Ausgerechnet in einer Phase, in der die Finanzierung der Schiene langfristig sichergestellt werden muss und längst überfällige Reformen angegangen werden müssen.
Deutschland kann es sich einfach nicht länger leisten, dass die Politik die Bahn so vernachlässigt. Mit seinem verstolperten Kabinettsumbau hat der Bundeskanzler uns allen einen Bärendienst erwiesen. Merz muss jetzt schnell einen tatkräftigen Ersatz für Schnieder auftreiben, sonst gehen die Probleme der Bahn ab jetzt auch auf sein Konto.“
https://www.evg-online.org/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/bahn-probleme-gehen-ab-jetzt-auf-konto-von-merz/
Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL): Zur Entlassung von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (24. Juli 2026)
Der Wechsel an der Spitze des Bundesverkehrsministeriums darf nicht zur nächsten Ausrede werden. Deutschland braucht endlich klare politische Vorgaben, operative Kompetenz und den Mut zu grundlegenden Entscheidungen für die Schiene.
Zur Entlassung von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erklärt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL):
Mit dem vorgenommenen Wechsel an der Spitze des Bundesverkehrsministeriums setzt sich das politische Personalkarussell in Berlin fort. Für die GDL ist jedoch klar, dass die dramatische Lage der Eisenbahn in Deutschland nicht nur durch die Fehler einzelner Personen zu erklären ist. Und sie wird erst recht nicht allein durch den nächsten Namen auf dem Türschild gelöst.
https://www.gdl.de/aktuelles/news/zur-entlassung-von-bundesverkehrsminister-patrick-schnieder/
Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.: Neustart im Verkehrsministerium: Zeit für die Emanzipation von der DB (24.07.2026)
Im Rahmen der Kabinettsumbildung steht Medienberichten zufolge auch das Bundesverkehrsministerium vor einem personellen Neuanfang. Mit dem Wechsel an der Spitze bietet sich die Gelegenheit, die zuletzt festgefahrenen Reformen der Deutschen Bahn und des Trassenpreissystems neu auszurichten. DIE GÜTERBAHNEN erwarten, dass dieser Neustart nicht bei Personalentscheidungen stehen bleibt und aus dem Ministerium ab sofort selbstbewusste und unabhängige Schienenpolitik kommt.
Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN, kommentiert: „Patrick Schnieder ist die Dauerkrise auf der Schiene zum Verhängnis geworden. Er hat die Narrative der DB vom tiefen Tal, das erst durchschritten werden müsse, übernommen. Die mühsam im Koalitionsvertrag verankerten Entflechtungsmaßnahmen wurden nur ungenügend umgesetzt. Schnieders Nachfolger oder Nachfolgerin wird die Schienenpolitik mit der nötigen Distanz zur Deutschen Bahn gestalten müssen, sonst droht das gleiche Schicksal.“
https://die-gueterbahnen.com/news/neustart-im-verkehrsministerium-zeit-fuer-die-emanzipation-von-der-db.html
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