Stadler Rail AG: Stadler legt Rekurs gegen SBB-Vergabe ein (28.11.2025)
Stadler hat beim Bundesverwaltungsgericht Rekurs gegen die Vergabe der SBB über 116 Doppelstock-Züge eingereicht. Nach einer vertieften Analyse kommt Stadler zum Schluss, dass der Vergabeentscheid vom Bundesverwaltungsgericht als unabhängige Instanz überprüft werden soll und somit die auch von der Öffentlichkeit geforderte Transparenz hergestellt wird.
Stadler hat einen bestehenden Doppelstock-Zug angeboten. Seit 2012 verkehren 153 solcher KISS-Doppelstock-Züge mit der höchsten Verfügbarkeit von 99 Prozent auf dem SBB-Netz. Stadler hat über 700 dieser Doppelstock-Züge in 14 Länder verkauft. Die Preisdifferenz zum siegreichen Angebot liegt bei nur 0.6 Prozent. Nach dem Vergabe-Entscheid der SBB am 7. November 2025 analysierte Stadler die Bewertungsmatrix eingehend.
Auch nach vertiefter Analyse der vorliegenden Unterlagen kann Stadler die Punkte der Bewertung und den daraus resultierenden Vergabeentscheid nicht nachvollziehen.
https://www.stadlerrail.com/de/medien/medienmitteilungen/stadler-lodges-appeal-against-sbb-contract-award
SBB AG: Neue Züge für Zürcher S-Bahn und Westschweiz: Grosser Preisunterschied über 25 Jahre (28.11.2025)
Die SBB nimmt die Beschwerde von Stadler Rail gegen die Vergabe neuer Doppelstockzüge zur Kenntnis. Die SBB hält fest, dass die Vergabe streng nach den rechtlichen Vorgaben abgelaufen ist. Siemens Mobility AG in der Schweiz hat das klar vorteilhafteste Angebot gemacht. Die von Stadler Rail genannte Preisdifferenz bezieht sich nur auf die Investitionskosten. Auf die ganze Lebensdauer summiert sich der Preisunterschied der Angebote auf einen dreistelligen Millionenbetrag.
Stadler Rail hat heute kommuniziert, dass das Unternehmen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Vergabe der 116 neuen Doppelstockzüge für die Zürcher S-Bahn und die Westschweiz eingereicht hat. Die SBB nimmt diesen Entscheid zur Kenntnis. Sie versteht die Enttäuschung der unterlegenen Anbieter.
Die SBB hat während des gesamten Verfahrens grössten Wert auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben gelegt. Rollmaterialbestellungen fallen unter das öffentliche Beschaffungsrecht (BöB/VöB) und daran hat sich die SBB gehalten: Die Vergabe des Grossauftrages verlief nach einem klar definierten Prozess. Die Kriterien und Anforderungen an die Ausschreibung waren allen Anbietern transparent dargelegt und kommuniziert worden. Dagegen ging keine Einsprache ein. Alle Anbieter haben die Kriterien und Anforderungen akzeptiert
https://news.sbb.ch/medien/artikel/139134/neue-zuege-fuer-zuercher-s-bahn-und-westschweiz-grosser-preisunterschied-ueber-25-jahre
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