Pressemitteilungen zur Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2026

Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2026: Energiepreisschock dämpft Erholung – Inflation steigt / Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2026: Energiepreisschock dämpft Erholung – Strukturreformen drängender denn je / Wachstumseinbruch erhöht Reformdruck / Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland gerät massiv unter Druck

Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2026: Energiepreisschock dämpft Erholung – Inflation steigt (1. April 2026)
Pressemitteilung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Wirt­schaftsforschung (WIFO), Kiel Institut für Weltwirtschaft, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien (IHS) Wien
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die deutsche Konjunktur nach einem mehrjährigen Abschwung zwar in einer Erholungsphase, erwarten aber für 2026 nur eine moderate Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent und für 2027 von 0,9 Prozent. „Der Energiepreisschock im Zuge des Iran-Krieges trifft die Erholung hart, gleichzeitig stützt aber die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindert ein stärkeres Abrutschen“, sagt Timo Wollmershäuser, Konjunkturchef des ifo Instituts. Die Inflationsrate wird nach Einschätzung der Institute im Jahr 2026 auf durchschnittlich 2,8 Prozent ansteigen, im Jahr 2027 auf 2,9 Prozent.

Quellen:
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin): 
https://www.diw.de/de/diw_01.c.1004058.de/gemeinschaftsdiagnose_fruehjahr_2026__energiepreisschock_daempft_erholung_____inflation_steigt.html
ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
https://www.ifo.de/pressemitteilung/2026-04-01/gemeinschaftsdiagnose-fruehjahr-2026-energiepreisschock-daempft
Kiel Institut für Weltwirtschaft
https://www.kielinstitut.de/de/publikationen/aktuelles/energiepreisschock-daempft-erholung-inflation-steigt/
Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
https://www.iwh-halle.de/presse/pressemitteilungen/detail/energiepreisschock-daempft-erholung-inflation-steigt
RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI)
https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/gemeinschaftsdiagnose-fruehjahr-2026-energiepreisschock-daempft-erholung-inflation-steigt

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2026: Energiepreisschock dämpft Erholung – Strukturreformen drängender denn je (01.04.2026)
Einleitung
Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben am 31. März ihr Frühjahrsgutachten mit dem Titel „Energiepreisschock überlagert Fiskalimpuls – Wachstumskräfte versiegen“ vorgestellt.
Die aktuelle konjunkturelle Lage sei demnach von einem kräftigen Energiepreisschock geprägt. Die beteiligten Institute sehen die deutsche Wirtschaft in einer tiefgreifenden Krise und korrigieren vor diesem Hintergrund ihre Prognose vom Herbst erneut deutlich nach unten. Für das Jahr 2026 rechnen sie mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent. Für das Jahr 2027 gehen sie von einem Zuwachs von 0,9 Prozent aus. Im Vergleich zum Herbstgutachten 2025 bedeutet dies eine Abwärtsrevision um 0,6 Prozentpunkte für das laufende und 0,4 Prozentpunkte für das kommende Jahr. Die Inflationsrate steigt nach Einschätzung der Institute auf 2,8 Prozent im Jahr 2026 und 2,9 Prozent im Jahr 2027, maßgeblich getrieben durch den Energiepreisschock infolge des Iran-Krieges.
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/04/20260401-gemeinschaftsdiagnose-fruehjahr-2026-energiepreisschock-daempft-erholung-strukturreformen-draengender-denn-je.html

Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) e. V.: Wachstumseinbruch erhöht Reformdruck (01.04.2026)
„Der Einbruch der Wachstumserwartungen ist ein klares Warnsignal. Die wirtschaftliche Lage droht zu kippen: Für viele Unternehmen im Groß- und Außenhandel geht es längst nicht mehr um Wachstum – es geht um ihre Existenz. Der Krieg im Iran verschärft die strukturellen Schwächen des Standorts Deutschland und trifft eine ohnehin schwache Konjunktur ins Mark. Wir brauchen mehr wirtschaftliche Dynamik statt zusätzlicher Umverteilung. Dazu gehören gezielte Maßnahmen für mehr Wettbewerbsfähigkeit: niedrigere Lohnzusatzkosten, weniger Bürokratie und eine Unternehmensteuerstrukturreform, die die Besteuerung von Personenunternehmen vereinfacht. Belastungsdebatten über Einkommen-, Erbschaft-, Vermögen- oder Umsatzsteuer sind das falsche Signal“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der Frühjahrsprognose der Wirtschaftsinstitute.
https://bga.de/presse/pressemitteilung/wachstumseinbruch-erhoeht-reformdruck/

Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK): Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland gerät massiv unter Druck (01.04.2026)
DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov zur Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute / „Der Krieg im Nahen Osten und die rasant gestiegenen Energiepreise dämpfen die Erwartungen auf eine wirtschaftliche Erholung spürbar. Auch im sechsten Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie droht Deutschland allenfalls schwaches Wachstum. Dabei ist Wachstum die Voraussetzung dafür, den finanziellen Spielraum für Investitionen in unsere Standortqualität zu sichern. Das betrifft Investitionen in moderne Infrastrukturen ebenso wie in Bildung, in die Resilienz des Standortes und nicht zuletzt in unsere Verteidigungsfähigkeit.
https://www.dihk.de/de/newsroom/die-wirtschaftliche-erholung-in-deutschland-geraet-massiv-unter-druck-176004

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Quellen: die oben genannten Quellen

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur